Russen-General denkt laut über Erstschlag gegen NATO nach

“……..Der russische General Yury Yakubov, ein hoher Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums, hat einen nuklearen Erstschlag gegen die NATO als neue Doktrin für die russischen Streitkräfte verlangt. Der General sagte, dass der Hauptfeind der Russen die Amerikaner und damit das nordatlantische Bündnis seien. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax….” (hier)

4 comments

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    Und ich habe geglaubt, derartige Szenarien kommen nur bei James Bond 007 oder in Hollywood Schinken vor?
    Kann das wirklich real sein?
    (dass Militärs so denken ist nicht neu, aber, um Gottes Willen, ein Russengeneral in der Position?)

  2. Marcel Elsener

    Das ist wieder mal so eine typische Nullaussage, die lediglich Propagandawert hat.

    Es geht um Bestandteile einer strategischen Doktrin. Selbstverständlich wird man sich in diesem Zusammenhang neben konventionellen Militäroperationen auch über Nuklearschläge (Erstschläge und Gegenschläge, taktische und strategische Schläge) als mögliche Optionen Gedanken machen. Das ist der ureigene Job von Generalstäben. Es würde mich sehr wundern, wenn der Generalstab in den USA nicht ebensolche Optionen ausgearbeitet hätte. Das heisst noch lange nicht, dass diese Optionen derzeit auch realistisch sind.

    Es ist erschreckend, wie uninformiert die meisten Medienschaffenden inzwischen sind. Ich erinnere mich an ein Zitat des bekannten deutschen Publizisten Michael Klonovsky:

    ‘Der ideale Untertan ist historisch ahnungslos, hysteriebereit und unbewaffnet.’

    Auf die Medienschaffenden trifft das inzwischen in der grossen Mehrheit zu; sie sind somit die idealen Untertanen, die über ihre Affekte und Ängste von den Obertanen gesteuert werden können. Sie sind in vielen Bereichen weitgehend ahnungslos (bezüglich Militärdoktrinen, Liberalismus, Euro-Rettungspakete, Klimaveränderung, Energiewende, Nuklearstrom, Genderismus, Islamismus/Islam und vielen anderen Bereichen), stets bereit Hysterien zu schüren (Kampf gegen ‘rechts’, Bekämpfung von Homophobie, Verkündung von Klimakatastrophenszenarien etc.) und vertreten selbstverständlich das Dogma, dass nur die allerstrengsten Waffengesetze endlich den Frieden bringen. Die Borniertheit im Medienbereich ist geradezu mit Händen zu greifen.

    Mit dem Tod von Peter Scholl-Latour ist eine Medienära kritischer Journalisten zu Ende gegangen. Leider. Zu hoffen ist, dass eine junge Riege kritischer und neugieriger Journalisten und Blogschreiber nachwächst, welche zwei verlorene Generationen von propagandistisch verblendeten, pseudokritischen Journalisten möglichst bald ersetzen wird. Die Aussichten darauf sind nicht schlecht.

  3. de Voltaire

    Ich weiß schon, dass Wikipedia nicht eigentlich nicht zitierbar ist, trotzdem:

    “Die Option des Ersteinsatzes von Atomwaffen, der sogenannte Erstschlag, galt in diesem Zusammenhang als wirksames Mittel der Abschreckung und damit der Aufrechterhaltung des Friedens. Insbesondere die NATO-Staaten sahen angesichts der eigenen zahlenmäßigen Unterlegenheit im konventionellen Bereich diese Möglichkeit als notwendig zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts des Schreckens an. Auch heute noch wird die abschreckende Wirkung der Androhung eines atomaren Erstschlags als Hauptargument für die Beibehaltung dieser Option genannt. Das Argument der Abschreckung und der aus dem Nuklearpotential der NATO-Staaten resultierenden Unberechenbarkeit und Unvorhersehbarkeit der Folgen eines Angriffs auf die Bündnispartner der NATO ist auch Teil der derzeit gültigen strategischen Konzeption der NATO.”

    Was also ist der Inhalt bzw. Grund dieser Meldung?

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