Russland, China und die neue Seidenstraße

“Das auffälligste Merkmal der Geopolitik von Russland und dem Westen ist zeitgleich ein undurchsichtiges Merkmal der Geopolitik von Russland und China. Die US-amerikanischen Hauptstrommedien haben den Bau eines komplexen, 900 Milliarden US-Dollar teuren Geflechtes von strategischen Transportrouten, das allgemein als „Neue Seidenstraße“ oder „Belt Road Initiative“ bezeichnet wird und von Peking im Jahr 2013 angestoßen wurde, nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei handelt es sich um eines der größten Infrastruktur- und Investitionsmegaprojekte der Geschichte, das mehr als 68 Länder mit mehr als 65 % der Weltbevölkerung umfasst, die wiederum 40 % der globalen Wirtschaftsleistung von 2017 erzeugt haben….” (weiter hier)

2 comments

  1. CE___

    Naja, auch wenn ich mich hier in konträrer Manier gegen den “herrschenden Zeitgeist und Wind” in den westlichen (gekauften und schön geschmierten?) Medien stelle die nun in den Chinesen die grossartigen Entdecker irgendeines neuen Rades sehen, ich versteh’ zwar den Antrieb so ein Projekt voranzutreiben, nur an einen langfristen Erfolg glaube ich nicht.

    Die Chance stehen gut dass dies in der Geschichte einmal unter “Beijing’s Folly” eingebucht wird.

    Zu viel (billiges) Geld in der Welt herumgeschleudert hat selten Gutes bewirkt.

    Kennen wir Europäer ja aus Afrika.

    Wenn das so einfach und vor allem langfristig günstig wäre so eine Landverbindung durch Asien zu bauen und zu unterhalten hätten es die damalige Weltmacht GB hinbekommen – sie sind aber gescheitert bzw. der Seeweg ist und war unschlagbar günstiger und sicherer.

    Einfach zu viele “unsichere Kantonisten” dazwischen auf der Landmasse mit einer gefährlichen Karawanenräuber-Mentalität sollte so ein Projekt wirklich einmal Ansätze eines Erfolgs zeigen und dadurch zu teuer in der langfristen “Instandhaltung”, wieder verglichen mit dem Seeweg.

    Die disruptive Entdeckung der Europäer war ja im 15/16. Jhd Stück für Stück mit der Entdeckung des Seewegs nach Indien und Fernost endlich, endlich die ganzen Karawanenräuber in der Mitte ausgeschalten zu haben die den Karawanen auf der Seidenstrasse das Leben schwer und den Geldbeutel leicht gemacht haben.

    Und die Chinesen wollen wieder zu so einem Zustand, oder zumindest dem Risiko, hin zurück?

    Dass natürlich ein jeder Staat und deren angehängte “Qualitätsmedien” derzeit mit Eifer und Wonne die “Hilfs-Promoter” spielen wundert mich nicht, bei den Gelder die da herumschwirren und auf Verteilung, pardon heisst natürlich Investition, warten.

    Wenn die Gelder aber abgegriffen und verjausnet sind, was dann?

  2. Lisa

    Russland ist zwar flächenmässig riesig – aber mit seinen nicht mal doppelt so vielen Einwohnern wie Deutschland, muss es sich wohl oder übel dem chinesischen Diktat fügen. Umso mehr als China wirtschaftlich enorm aufholt, während in Russland nur eine dünne städtischen Bildungs- und Oberschicht den Anschluss ans 21. Jahrhundert gefunden hat. Si.ch mehrere Optionen für Handelswege zu sichern scheint mir eine kluge Strategie – man weiss ja nie…

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