Russland: Stalins stille Rehabilitierung

Von | 10. Juni 2014

“…..Mit einer Bemerkung am Rand der Gedenkfeiern zur Landung der Alliierten im Zweiten Weltkrieg hat Russlands Präsident Wladimir Putin eine Debatte in seinem Heimatland ausgelöst. Beim kürzlich absolvierten Besuch in der Normandie hatte Putin auf die Bitte eines Kriegsveteranen, die Stadt Wolgograd wieder in Stalingrad umzubenennen, geantwortet, die Einwohner sollten darüber selbst entscheiden….” (hier) – Hmmm, und als nächstes wird dann Berlin in “Germania” umbenannt?

8 Gedanken zu „Russland: Stalins stille Rehabilitierung

  1. Leitwolf

    Nein, nicht doch. Das würd ja sowas wie “Stalin” (Spitzname für Josef Wissarionowitsch) und “-grad” (= Burg) bedeuten.

    Das wär ja grad so, als würde Deutschland eine seiner Städte Wolfsburg nennen !

  2. MAKU

    man findet ja auch nichts dabei, dass der Schlächter Napoleon ganz selbstverständlich verherrlicht wird – absurd ! demnächst wird dann AH wieder schick, vielleicht zugleich mit JS ?
    in einem Zug könnte man gleich alle Geschichtsbücher vernichten damit endlich ” a Ruah is” !

  3. Erich Bauer

    Oh Gott, oh Gott… Diesen Putin-Bashern ist wirklich nix mehr zu blöd und zu peinlich. Natürlich hätte er zu diesem Veteranen auch sagen können: „Schleich di Depperter!“ Im Umkreis (eingekreist) von lupenreinen „Demokraten“ hat er sich halt „demokratiekonform“ für „Wahlen“ ausgesprochen…

    Ich muss vorausschicken, dass ich die Lektüre dieser tiefenpsychologischen Entleerungen des WZ-Schreiberlings vermieden habe. Anderes kommt mir in diesem Zusammenhang (EUSA-Ukraine-Russland) in den Sinn. Nämlich, das 1914 kriegs-zweckdienliche UNANNEHMBARE Ultimatum an Serbien. Desgleichen sollte doch auch 2014 mit einem unannehmbaren KRIM-ULTIMATUM zu schaffen sein…

    Hat man doch erst seit kurzem – nach Entstehen der „Ukrainedemokratie“ – die KRIM wieder hervorgezerrt, die bislang, fast im allgemeinen Konsens, als geregeltes Faktum bestand…

    Da soll noch einer behaupten, dass “Großmächte” nix aus der Geschichte lernen, wenn sie wieder “Kleinmächte” werden wollen.

  4. Mona Rieboldt

    Ja, den Putin-Bashern ist wirklich nichts zu blöd. Da will der “Teufel” Putin doch Wolgograd wieder Stalingrad nennen. Stalingrad ist bekannt für schwerste Kämpfe im II. Weltkrieg, Wolgograd hört sich mehr nach einem Picknick an. Von mir aus kann es gern wieder Stalingrad heißen.

  5. gms

    Erich Bauer,

    “Oh Gott, oh Gott… Diesen Putin-Bashern ist wirklich nix mehr zu blöd und zu peinlich.”

    Die evidente Lächerlichkeit dieses Bashings zeigt sich an einigen trivialen Tatsachen. So unterliegt die Namensgebung von Orten nach russischen Gesetzen den lokalen Behörden. Zugleich gibt es weder in Wolgograd noch in Rußland insgesamt eine Mehrheit für eine Umbennung — im Gegenteil.

    Hätte analog dazu jemand öffentlichkeitswirksam Putin gefragt, ob in Novosibirk ein Blaumilchkanal die lokale Molkerei mit dem Supermarkt verbinden solle, wobei die Blaufärbung der Milch unberechtigte Entnahmen aus dem Kanal mutmaßlich verhindert, so hätte man das Ansinnen als dadaistischen Umtrieb ablehnen können, oder selbiges etwas diplomatischer der Entscheidung der Leute vor Ort anheim stellen können.

    Zugleich kann davon ausgegangen werden, selbst ein gelangweilt gemurmeltes “Njet” taugte zur verbleichbaren propagandistischen Seilknüpfung durch die üblichen Verdächtigen, wäre ein “Nein” doch ohne flankierendes Niemals-unter-keinen-Umständen bestenfalls halbherzig, unglaubwürdig und somit nicht minder wilkommener Anlaß zum ostentativen Empörismus.

  6. ricbor

    Eine Rückbenennung des Wiener Rathausplatzes in Adolf-Hitler Platz wäre eine angemessene Geste, um diese nette Idee des Herrschers aller Reußen zu unterstützen.

  7. Rennziege

    10. Juni 2014 – 15:16 ricbor
    Keine Sorge! Der Rathausplatz wird eh noch zu Lebzeiten des Größten Bürgermeisters aller Zeiten in Michael-Häupl-Platz umbenannt, um ihm Abwahl, schluchzende Leber und Abgang zu versüßen. Das mit dem Gröfaz, sosehr die Rotsocken sich nach dessen Machtfülle zurücksehnen, hat Zeit bis zur unfernen Zukunft: Denn der böhmische Gefreite war Vegetarier und Antialkoholiker. Aber dazu, also zu unser aller und der Viecher Wohl, werden seine rotgrünschwarzen Epigonen uns schon bald vergattern.
    Jede Eitrige, jedes Steak, “Prost!” oder “Cheers!” könnte unser letztes sein. Man greife zu, solange man dafür nicht im Tschumpus landet, wo nur Häupl-Salat im Blechnapf landet.

  8. Reinhard

    Wer pludert sich hier eigentlich auf? Einer, der in einer westlichen Hauptstadt lebt, die unter einer marxistisch-sozialistischen Stadtregierung ein Denkmal Stalins mit Steuergeldern hegt und pflegt?

    Glaubt wirklich einer, diese “Wahl” hätte eine Mehrheitsfähigkeit in Wolgograd? Lassen Sie in Chemnitz abstimmen, ob es wieder Karl-Marx-Stadt heißen will.
    Und kleiner Tipp an den historisch scheinbar unbeleckten Autor; Berlin hat niemals Germania gehieißen. Nicht eine Sekunde. Wann hört die Produktion geistiger Diarrhöe im Zusammenhang mit der täglichen Russenhetze endlich auf? Gibt es wirklich kein einziges wirklich relevantes Thema wie Meinungsfreiheit (jenseits von Pussi-Tussis) oder Demokratie, das man seriös zur Argumentation einsetzen kann? Dann hört auf, euch zu billigen Schmierfinken im Dienste der Kriegshetzer zu machen. Könnt ihr das nicht, verzichtet wenigstens ehrlicherweise auf die Selbstbezeichnung “liberal”!

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