10 comments

  1. jeanvaljean

    Habe ich schon vor 15 Jahren vorausgesagt, denn aus welchem Grund sollte man einer tschechischen Niederlassung vermitteln können, sie habe nicht an das eigentliche HQ zu reporten, aber an die Österreicher als Zwischenschritt?

  2. Samtpfote

    SHARP löst deren CEE-Büro in Wien auf und verlagert alles nach Polen bzw. lässt über IBM abwickeln. Da ich in diesem Fall über detaillierte Einblicke verfüge, kann ich nur festhalten, dass die internationalen Konzerne lediglich den monetären Vorteil im Auge haben. Die hohe Qualifikation und die Begabung der Österreicher, mit verschiedensten Business-Kulturen bestens auszukommen wird nicht einmal ignoriert.
    Ich bin fest davon überzeugt, dass in wenigen Jahren diese Konzerne es bitter bereuen werden, diese Schritte gesetzt zu haben. Denn die Qualität der Arbeitskräfte im Osten ist noch lange nicht dort, wo deren Gehälter sich bereits befinden.
    Im Fall von SHARP löscht man fast ein Viertel Jahrhundert Erfahrung und vor allem Kundenbindung mit einem Federstrich aus.
    Das einzige Mittel dagegen wäre, endlich die Lohnkosten und die Unternehmenssteuern auf ein investitionsanimierendes Niveau zu senken.
    Aber solange wir nicht unsere Regierung in ein Billiglohnland auslagern können, wird sich nichts ändern.
    Nicht Pferdefleisch in Lasagne gehört verboten, sondern die Gewerkschaften und deren Erfüllungsgehilfen…

  3. rubens

    @Samtpfote
    Mitverantwortlich für diese Entwicklungen sind nicht nur ökonomische Gründe, wie Sie sagen, sondern ist zum Gutteil auch die Geldschwemme, die wie warmer Regen auf gewachsenes Unkraut fällt. Die darausentstehenden Fehlallokationen nehmen Ihren Lauf. Fehlentscheidungen in der Politik führen eben letzendlich zu Fehlentscheidungen der Unternehmen und Bürger.

  4. Samtpfote

    @rubens
    Darf ich leise widersprechen?
    Die Geldschwemme benetzt mehr oder weniger Gesamteuropa. So gesehen dürfte die damit verbundenen Fehlentwicklungen nicht der Hauptgrund für das Verlassen Österreichs sein.
    Ich vermute, es sind 2 Gründe
    Geld/Steuern/Kosten und vor allem
    Nichtwissen über die tägliche Arbeit und deren Herausforderungen

    Klingt asnal, aber wie sehr oft, entspricht Banales der Realität…

  5. gms

    ung in ein Billiglohnland auslagern können, wird sich nichts ändern.
    Nicht Pferdefleisch in Lasagne gehört verboten, sondern die Gewerkschaften und deren Erfüllungsgehilfen…

    Darf ich ebenfalls leise widersprechen?

    Auch wenn man zutreffend in Gewerkschaften das Gravitationszentrum wirtschaflicher Unvernunft erkennt — anders als Kammern sind die Gewerkschaften private Vereine mit freiwilliger Mitgliedschaft. Der Ruf nach einem Verbot mag daher naheliegend sein, liberal ist er aber keineswegs.

  6. Samtpfote

    @gms
    Entgegenmurmel:
    Die Kammern haben zwar die Zwangsmitgliedschaft, aber kaum Einfluss
    im Gegensatz zu den Gewerkschaften… 🙁

  7. rubens

    @Samtpfote
    Die Geldschwemme benetzt eben Europa nicht gleichmäßig, sie benetzt dort stärker, wo die Strukturen nicht passen. Daher kommt es weiterhin zu massenhaften Fehlentscheidungen. Mikroökonomisch sind sicher Steuern, Kosten und Subventionen ausschlaggebend, die Makroökonomie schlägt aber durch inflationäre / deflationäre Geldpolitik auf die Mikroebene durch.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .