Sarajewo und der Nachhall von 1914

“….2014 jährt sich die Ermordung des habsburgischen Thronfolgerpaars in Sarajevo zum hundertsten Mal. Serbien blickt dem Ereignis mit gemischten Gefühlen entgegen. Man fürchtet, erneut auf die Anklagebank der Weltgeschichte gesetzt zu werden….” (Lesenswerte Analyse der NZZ)

3 comments

  1. Quentin Quencher

    Sarajevo galt jahrhundertelang auch als multikulturelle Stadt, in der es trotz der der vielen ethnischen und religiösen, vielleicht auch nationalistischen, Unterschieden, verhältnismäßig wenig Gewalt unter diesen Gruppen gab. Der Anschlag auf den Thronfolger hätte auch woanders statt finden können. Beim genaueren hinsehen allerdings, war dieses Multikultimodell kein wirkliches, sondern nur durch den Druck von dominierenden Kulturen entstanden.
    Der Traum vom Regenbogen

  2. Thomas Holzer

    Ja, ja; das “böse” habsburger Joch. Gewisse Stereotype werden auch nach 100 Jahren anscheinend noch gerne -ohne diese zu hinterfragen- verwendet.

  3. Rennziege

    Auch das in dem klugen “NZZ”-Artikel zitierte Buch des Cambridge-Historikers Christopher Clark (“The Sleepwalkers”) bestärkt mich heftig darin, dass die Habsburger-Monarchie die erste und einzige europäische Union war, die je funktionierte. Und dies über efliche Jahrhunderte, was Clark ausführlich belegt.
    Das gegenwärtige Experiment namens EU ist schon nach wenigen Jahrzehnten gescheitert: finanziell, wirtschaftlich, politisch, kulturell und geistig (um das Wort “ethisch” zu vermeiden).

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