Sarrazin: “Wer gegen Ungleichheit ist, ist das oft aus Neid”

“….Reichtum macht einen Menschen nicht schlechter und schuldiger als andere, macht ihn aber auch nicht besser. Aber in der Art, wie in den Medien Reichtum und wie die Verfehlungen der Reichen behandelt werden – daran sieht man das Vorurteil. Das ist auch eine Kultur des Neides. Wer gegen Ungleichheit ist, ist es ja oft nicht aus moralischen Gründen, sondern weil er Neid verspürt….” (Tilo Sarrazin, hier)

6 comments

  1. caruso

    Ich denke, in dem Fall hat Sarrazin recht. Nie hatten wir Geld, ich habe es – schon wegen meiner Erkrankung – auch jetzt nicht. Sonst wäre ich nicht auf die Mindestsicherung angewiesen. Doch kenne ich durch meinen ehemaligen Beruf zwei Menschen, die beide sehr reich sind, Millionäre. Es fiele mir nie ein, auf die beiden neidisch zu sein. Um so weniger, weil beide sozial sehr engagiert sind. Ich weiß, in einem Notfall würden sie mir helfen. Und ich verstehe Neid nicht. Vor allem aber habe ich als Kind von meinem Vater was gelernt. Ich fragte ihn “Papa, sind wir arm?” Worauf er: “Nein, wir sind nicht arm, wir haben nur kein Geld.”
    lg
    caruso

  2. Ehrenmitglied der ÖBB

    @ caruso
    Ihre Einstellung ist lobenswert wenn auch nicht sehr oft zu finden, leider!
    Nicht umsonst ist Neid eine der Todsünden, man war sich schon sehr früh bewusst, dass das neidvolle Verhalten der Gesellschaft bzw. dem Zusammenleben schädlich ist.
    Bereits im Jahre 1999 ist ein Buch von Bernd ZIESEMER erschienen mit dem Triel:
    “Die Neidfalle; Wie Missgunst unsere Wirtschaft lähmt” (Campus Verlag).
    Das Buch ist eine treffliche Analyse, wenn es auch kein Bestseller wurde.
    Es lohnt sich einige Ideologien unter dem Blickwinkel des Neides zu betrachten,manchmal als auch “Klassenkampf” umschrieben?
    Aber nicht zu verwechseln mit dem Begriff des “agons” der antiken Griechen, des “Wettbewerbes” der durchaus konstruktiven Fortschritt mit sich bongt bzw. brachte.

  3. Thomas Holzer

    aus “moralischen Gründen” kann kein vernunftbegabter Mensch gegen Ungleichheit sein.
    Nur Neidgenossen und Sozialisten wollen einfach nicht akzeptieren, daß Ungleichheit ein wesentlicher, wenn nicht der! wesentliche Grund für (fast) alle Errungenschaften der Menschheit ist.

  4. Rennziege

    Bleibt mir rätselhaft, warum besonders unsere politische Behindertenwerkstatt sich so über Thilo Sarrazin ereifert. Er macht diesen Clowns doch wohlmeinende Komplimente. Aus dem “Kurier”-Interview:
    In seinem dritten Werk “Der neue Tugendterror – über die Grenzen der Meinungsfreiheit” wettert der Bestsellerautor gegen eine meinungsprägende “Medienklasse”, der eine geistig unsichere Politikerklasse fast widerstandslos folgt.
    Er hätte zu Recht sagen können, durch Fakten tagtäglich aufs Neue untermauert: “Eine geistig total zu vernachlässigende Politikerklasse”, aber der knorrige Hugenotte hat sich das aus Höflichkeit verkniffen. — Unsere geliebten Volksbeglücker sollten ihm dafür aus gutem Grund die Füße küssen.

  5. Thomas Holzer

    off topic!
    Ich fordere einen Freispruch für Hoeneß!
    Ohne Wenn und Aber!

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