Schäuble: Schuldenerlass wäre schlecht für Griechenland

“Griechenland hat mit dem Schuldendienst in den nächsten zehn Jahren keine Probleme”, sagte Schäuble am Freitag auf einer Bankenkonferenz in Frankfurt. Griechenland setze allerdings schon heute die Reformen in seiner Verwaltung, in seinem Arbeitsrecht und in seiner Binnenmarktregulierung nicht um, die für Wachstum sorgen könnten. Bei einem Schuldenerlass werde das Land dies erst recht nicht tun. “Es wird das Gegenteil von dem eintreten, was gewollt ist” (hier)

9 comments

  1. Reini

    … “Schuldenerlass”? – der Ausdruck “Verschenken” wäre besser,
    … wer ist denn so naiv und glaubt wirklich dieses Geld je wiederzusehen! …
    einige Politiker nannten dies eine “Super Investition”! …

  2. Lisa

    Ein notorischer Pleitier hat doch keine Mühe mit Scham oder heuchlerischem Besserung Geloben. Ein Blick in die Geschichte und die Bekanntschaft mit der Mentalität einer Ethnie/Region/Nation könnte zwar vorsichitger stimmen – aber es ist halt so müüühsam. Am Schreibtisch und am Computer und an Meetings unter Seinesgleichen lassen sich viel schneller Lösungen finden, die nichts taugen…

  3. sokrates9

    allein wenn der Friedensnobelpreisträger Obama etwas empfiehlt müssten in Europa sofort alle Alarmglocken schlagen und das Gegenteil gemacht werden! 86 Milliarden das letzte Paket! was heisst das? – Europa finanziert das gesamte öffentliche Griechenland begonnen von der Regierung bis zu den Renten der 1500 angeblich Blinden die auf der Insel Naxos leben…

  4. mariuslupus

    Was Schäuble auch sagt, und was er mit Schuldenerlass, auch meint, ist irrelevant. Tatsache ist er ist dafür verantwortlich, dass dieses Geld, dass ihm nicht gehört, von ihm veruntreut wurde.

  5. Falke

    @mariusplus
    Schuld sind die EU-Verantwortlichen (Kommission und Rat), an der Spitze mit Merkel und Juncker, die ihre eigenen Grundsätze, Richtlinien und Verträge nicht einhalten – im Falle Griechenlands die “no bail out”-Klausel. Natürlich hätte Schäuble “nein” sagen können (ja, müssen!), doch damit hätte er wahrscheinlich einen Konflikt mit Merkel riskiert.

  6. Thomas Holzer

    Die OECD fordert -laut Mittagsjournal in OE1- das einzigartige “window of opportunity” zu nutzen und massiv in ein mit Schulden finanziertes Wachstum zu investieren, weil so billig wird man in absehbarer Zeit nie mehr als Staat zu Geld kommen………..

  7. Johannes

    Ich glaube der Grundgedanke der Europäischen Union und im speziellen der Währungsunion war zugleich der Wunsch in allen Ländern ähnliche wirtschaftliche Prosperität zu initiieren.
    Hier liegt meiner Meinung nach von Anfang an ein Fehler vor, Deutschland und Griechenland sind so unterschiedlich wie nur irgend denkbar, sich dennoch darüber hinweg zu setzen und in die Währungsunion zu gehen war fahrlässig.
    Ich erinnere mich noch an die Bedenken der Deutschen und im speziellen Tietmayer der dafür von einem österreichischen Politiker aufs ärgste Beleidigt worden sein soll.
    Der Grundgedanke des Euro war sicher interessant aber er war nicht zu Ende gedacht und das rächt sich jetzt bitter für die Union.
    Auf Dauer wird Deutschland Griechenland, Italien, Spanien und Portugal nicht stemmen können schon gar nicht wenn man sich auch noch der gesamten arabische-afrikanische Wirtschaftsfluchtbewegung so widerstandslos ergibt. Wenn Frankreich ebenfalls ins trudeln kommt ist es vorbei. Ich hoffe es gibt einen Plan B.

  8. Thomas Holzer

    @Johannes
    Es war alles zu Ende gedacht!
    Leider hatten aber wieder einmal die gewählten Politikerdarsteller das letzte Wort, und die hatten halt wider besseres Wissen gehofft, daß die Warnungen nicht zutreffen, respektive erst dann eintreffen, wenn sie, die damals Verantwortlichen, den “wohlverdienten” Ruhestand schon genießen, was ja auch geschehen ist.
    Ohne deutsche Einigung kein Euro, das war ein unsägliches Junktim, welches -mit tatkräftiger Unterstützung vieler Politikerdarsteller danach, auch und vor allem seit Jahren von Frau Merkel- uns allen teuer zu stehen kommen wird.
    Griechenland bekam nur deswegen des Euro, weil es schon ziemlich lange EU-Mitglied war und vor allem, weil die Griechen den Mythos als Wiege der Demokratie seit den “Befreiungskriegen” im 19.Jahrhundert vor sich hertragen und weidlich ausnutzen. Die heutigen Griechen haben mit den antiken soviel gemein wie die heutigen Italiener mit den alten Römern, nämlich, außer daß beide von der Geschichte zehren, rein gar nichts 🙂

  9. mariuslupus

    @Falke
    Schäuble und Konflikt mit Merkel ? Geht nicht, der eine traut sich nicht, die andere braucht es nicht.
    Es gibt Prezedenzfälle in der Geschichte, wo die Berufung auf die Befehle von oben, nicht zu Exkulpation geführt haben.

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