“Schafft die Zentralbanken ab!”

“….Islands Premierminister beauftragte kürzlich Frosti Sigurjonsson (nachfolgend „Herr S.“ genannt) mit einer Studie zur Empfehlung eines besseren Geld- und Bankensystems für Island. Der gerade veröffentlichte Bericht rekapituliert die traurige Geschichte des Geld- und Bankendisasters in Island und identifiziert als Hauptschuldigen die Institution des ungedeckten Papiergelds, das eine unkontrollierte Aufblähung des Geldangebots ermöglichte. Herr S. empfiehlt dessen Abschaffung. Applaus dafür und ich hoffe, dass der Premierminister diese Empfehlung akzeptiert und die Legislative Islands drängt, entsprechend zu handeln.” (hier)

48 comments

  1. Christian Peter

    Der Einfluss der Zentralbanken auf das Geld wird landläufig weit überschätzt. Das weit größere Problem sind Geschäftsbanken, welche durch Giralgeldschöpfung etwa 85 % des Geldes aus quasi dem Nichts schöpfen. Sinnvoller wäre daher die Forderung : Den Banken endlich das Privileg der Giralgeldschöpfung entziehen.

  2. Luke Lametta

    Ist natürlich großer Unsinn, CP, wie so oft. Aber sehr populär in diversen Sekten wie den “Monetative”-Jüngern, deshalb: GBs arbeiten tendenziell immer noch unter Privatrecht, müssen also ihre “Giralgeldschöpfung” wirtschaftlich managen, heißt: besichern, kalkulieren, Risiken abwägen, rückversichern. Bailouts mal außen vor. ZBs dagegen, als ‘lenders of last resort’, arbeiten unter öffentlichem “Recht” und können grundsätzlich soviel Geld ex nihilo erschaffen, wie sie wollen. Auf drei Arten werden da einfach irgendwelche Bits auf Speichermedien umgedreht und whoop – Wohlstand. Glaubt.

  3. Christian Peter

    @Luke Lametta

    zuerst informieren, dann schreiben. Auch namhafte Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie (z.B. Jesus Huerta de Soto, u.a.) sehen im Teilreservebankwesen das größte Problem im heutigen Geldsystem.

    Leseempfehlung : Geld, Bankkredit und Konjunkturzyklen (Jesus Huerta de Soto, Lucius & Lucius Verlag 2011).

  4. Luke Lametta

    Lieber CP, Teilreservebankwesen und Giralgeldschöpfung sind zwei komplexe Themengebiete, die miteinander noch nicht mal etwas zu tun haben müssen. Es gibt selbst -innerhalb- der Austrian School Zugänge, die so unterschiedlich sind, dass man gar nicht von ‘Austrian Monetary Economics’ sprechen kann. Free banking (Hayek, Selgin, …) vs. “naturrechtlicher” Ansatz (Rothbard, Hoppe, …) – folge Hayek nun wirklich nicht in allem, aber ich erachte diesen Ansatz nicht nur als deutlich dynamischer, sondern auch als marktwirtschaftlicher.

  5. H.Trickler

    Lieber Luke Lametta, die heutige Giralgeldschöpfung durch Banken ist hochriskant. Warum verteidigen Sie diese?

    Früher war für die kleinen Banken diese Methodik nur sehr beschränkt praktizierbar, d.h. sie konnten nur durch Fristentransformation etwas mehr Spielraum gewinnen. Daher war das Bankensystem bei ordnungsgemässer Geschäftsführung ein für die Volkswirtschaft erträgliches Risiko.

    Heutzutage haben wir jede Menge von Casino- und Schattenbanken und das Risiko muss dann – wegen angeblichem too big to fail – die Allgemeinheit tragen, während die Profite in private Taschen fliessen.

  6. Luke Lametta

    Ich verteidige sicher nicht den status quo, lieber H. Tickler, wir sind im gleichen Camp.

    Giralgeldschöpfung ohne Vollkasko der Zentralbank (last resort lending) und Bailouts durchs staatliche Diebstahlsmonopol (was beides heute von Geschäftsbanken antizipiert wird) halte ich aber für unproblematisch, da es (allerspätestens nach einem, zwei, vielen bank run/s) eine derartige Redimensionierung erführe, dass der Wettbewerb für eine Art natürlichen Zustand der ungedeckten Ausweitung der Geldmenge sorgt.

    Um ein griffigeres Beispiel zu bringen: Auch Flugzeuge werden heute ganz legal überbucht. Fine with me: Ressourcenoptimierung -ohne- Ausschaltung der Haftung im Fall des Falles.

    Die Überbuchung erfolgt aber, dank wirkender Marktkräfte, nicht mit Faktor 35…

  7. Christian Peter

    Die Wurzel allen Übels liegt im betrügerischen Teilreservesystem : Ein Geldsystem, in dem Banken Sichteinlagen (mehrfach) für Darlehen, Investitionen und Spekulationen verwenden, muss unweigerlich ins Verderben führen. Ehemals wurden unehrliche Banker bei Missachtung der Verfügungsrechte über Sichteinlagen mitunter zum Tode verurteilt, heute ist dies die Basis unseres Geldsystems.

  8. gms

    Luke,

    > Free banking (Hayek, Selgin, …) vs. “naturrechtlicher” Ansatz (Rothbard, Hoppe, …)

    Es handelt sich hier bloß um eine vermeintliche Opposition, gilt doch auch für “Naturrechtler” die Vertrags- respektive Entscheidungsfreiheit als oberstes Prinzip, welches wiederum jede beliebige Art von Geld legitimiert, das ohne Zwang Verwendung findet.

    Zugleich argumentieren Austrians (egal welcher Richtung) oftmals innerhalb des bestehenden Geldsystems, das erst durch die Abkehr vom Goldstandard und aufgedoppelt um Teilreserve plus Bailouts vollends auf die schiefe Bahn geriet, nachdem schon im Fundament der Wurm d’rin ist.

    Linke picken sich aus diesem verengten Kontext der Darstellung gerne mal Teilaspekte heraus und behaupten dann, “die Österreicher” würden speziell fordern. Das ist ebenso dumm, wie hier im Forum (siehe CP aka Copy&Paster) um keinen Preis der Welt auszumerzen.

  9. Luke Lametta

    Servus gms!

    Also Rothbard ist schon ne Weile her, aber afair fällt alles außer strengem Vollreservebanking unter Betrug, genauer: Untreue. Entsprechende “Verträge” mit Bankkunden bzgl. ihrer Sichtguthaben sind sozusagen intrinsece unrecht. Ich sehe das nicht so rigide und plädiere für optimale Nutzung des Kapitalstocks (“optimal” in economic terms, ganz ohne Rechtsphilosophie). Streiten kann man dann, ob der status quo nicht das Optimum ist – das wird wohl von der Dimension der Cantillon-Umverteilung sowie jener der durch Konjunkturzyklen ausgelösten, gesellschaftlichen Verwerfungen abhängen. Spottet aktuell freilich jeder Beschreibung.

  10. Thomas F.

    Dass Zentralbanken sofort abgeschafft gehören, wurde immer wieder schlüssig dargelegt, etwa hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=S2M0RF6faC0
    Aber natürlich wollen Regierungen und ihre Lakaien das nicht hören. Wir können uns vorstellen warum. Und sie haben die Möglichkeit, die veröffentlichte herrschende Meinung entsprechend zu beeinflussen, so dass wir in der Mainstream-Presse nie eine sachliche Diskussion zu diesem Thema erleben werden.

  11. A.Felsberger

    Es gibt zwei große Schuldner auf dieser Welt: Staaten und Unternehmen, und einen großen Gläubiger: die Haushalte – was natürlich nicht ausschliesst, dass einzelne Haushalte Schuldner und einzelne Unternehmen Gläubiger sind. Weltweit gilt: (Netto-)Verbindlichkeiten der Unternehmen + (Netto-)Verbindlichkeiten der Staaten = (Netto-)Forderungen der Haushalte. Weder Unternehmen noch Staaten haben Probleme Gläubiger zu finden, im Regelfall legen sie Anleihen auf, die vom GB-Sektor über Bilanzverlängerung aufgekauft werden. Weder die einen noch die anderen benötigen die Zentralbanken, um ihr Geschäft der Verschuldung zu tätigen. Die Krise des GB-Sektors rührt daher, dass er mehr und mehr zur Finanzierung “schwacher Spieler” übergegangen ist, während ihm das Geschäft mit Unternehmen und Staaten von Fonds und Versicherungen streitig gemacht wurde – im Falle der Staaten auch von den Zentralbanken. Somit sammeln sich im GB-Sektor Kredite “schwacher Spieler”: Verbindlichkeiten von einkommenssschwachen Haushalten und kleineren Unternehmen, und Verbindlichkeiten des Auslands. Simpel gesagt: Der GB-Sektor krankt nicht daran, dass er Geschäfte mit Staaten und großen Unternehmen betreibt, sondern umgekehrt: weil er genau von diesen Geschäften abgedrängt wurde. Damit werden die Forderungen der Haushalte in dem Ausmaß faul wie die schwachen Spieler (Haushalte, Kleinunternehmen und Ausland) kollabieren. Dass die Staaten weltweit keine Lust haben ihren Bürgern diesen Schaden umzuhängen, liegt wohl auf der Hand. Oder wollen sie in einem Land leben, wo schon morgen ihre Geldersparnisse futsch sind, weil eine größere GB zusammenbricht?

  12. Luke Lametta

    im Regelfall legen sie Anleihen auf, die vom GB-Sektor über Bilanzverlängerung aufgekauft werden. Weder die einen noch die anderen benötigen die Zentralbanken, um ihr Geschäft der Verschuldung zu tätigen.

    Ersteres wäre eben lange nicht so oft wirtschaftlich wie aktuell, da die Refinanzierung -deutlich- teurer wäre. Geschäftsbanken benötigen Zentral”banken” tagtäglich und universell; in zweifacher Hinsicht:

    1) Zinsen weit unter Marktniveau, direkt “vom grünen Tisch”.
    2) Die (diskontierte) last resort-Vollkaskoversicherung.

  13. A.Felsberger

    Na klar wäre ein System ohne ZB`s a) defensiv und b) knüppelhart. Alles schon gehabt, 130 Jahre ist`s her.. Man stellt sich halt jeden Tag aufs Neue auf einen Bunkrun ein. Glauben Sie mir: Es hat seine “guten Gründe” gehabt, warum die Staaten zu Zentralbanken übergegangen sind. Es war nicht die Staats- oder Kriegsfinanzierung, es war die Instabilität des Systems. Niemand will in einer Welt leben, wo jeden Tag aufs Neue ein Bunkrun droht. Die Kehrseite der Medaille freilich: Die Bilanzsumme des GB`-Sektors wächst seitdem um einiges schneller. Ein Turbosystem eben gegenüber dem alten Schneckenverfahren….

  14. Luke Lametta

    Und? Sie werden gar ned so schnell schauen können, wie die Kunden, welche ja das -eigentliche- Problem sind, ein Bewusstsein für die Relevanz der Deckungsquote ihrer Bank entwickeln. Darum gehts. Bewusstsein. Kultur. Um Zivilisation. Das Geldfälschungsmonopol der Zentralbanken ist bloß der “Cargo-Kult” des Westens. Wow, cool, ist mir grad einfach so eingefallen. Werd ich weiter verwenden. Stabilität durch Fractional Reserve Banking mit Zentralisierung des Kredits, einer genuin marxistischen Urforderung. Prust! Das sieht man.

  15. gms

    A.Felsberger,

    “Glauben Sie mir: Es hat seine “guten Gründe” gehabt, warum die Staaten zu Zentralbanken übergegangen sind.”

    Es gab keinen Übergang– siehe M wie Münzregal. Daß Herrschende sich des Geldwesens bedienen, ist weit aus älter, als es überhaupt Staaten gibt. Der Grund hierfür war und ist seit jeher derselbe.

  16. gms

    Luke,

    “Entsprechende “Verträge” mit Bankkunden bzgl. ihrer Sichtguthaben sind sozusagen intrinsece unrecht.”

    So sie sich als Verwahrungsverträge im Sinne von Taggeld darstellen – ja, klar. Mit Rothbards Ansichten zum Geldwesen bin ich nicht im Detail vertraut, aber ich bezweifle, wonach er zu Hayek im Widerspruch steht [1].

    [1] perlentaucher.de/buch/murray-n-rothbard/das-schein-geld-system.html
    Guido Hülsmann im Vorwort: “Für Rothbard lautet die Kernfrage zum Geld nicht, ob die staatliche Geldpolitik besser das Preisniveau oder die Geldmenge stabilisieren sollte. Sie lautet vielmehr, ob es im Geldwesen überhaupt eine Rolle für den Staat gibt. Wer dem Staat das Geld anvertraut, öffnet Tür und Tor für eine totalitäre Kontrolle der Gesellschaft durch jene Interessengruppen, die innerhalb des jeweiligen Staatsapparates den Ton angeben. Die Folgen sind Wirtschafts- und Währungskrisen und der ständige und zum Teil dramatische Preisverfall unserer Währungen.”

  17. A.Felsberger

    Was Sie, Herr Lametta, einfach unterschätzen: Dass es auch in Geldfragen Evolution gibt. Zu allen Zeiten sind widerstrebende Kräfte am Werk, die nach Lösungen suchen. Das aktuelle Geldsystem ist weder vom Himmel gefallen, noch von “böser Hand” konzipiert, sondern schlichtweg: die bestmögliche Lösung unter den gegebenen Umständen. Gerade ein Liberaler, der an den Ausgleich gegensätzlicher Kräfte auf dem Markt glaubt, sollte zur Kenntnis nehmen, dass dies auch für die Gesellschaft als Ganzes gilt. Im Konkreten kann eine Welt, die auf einer Vielzahl von GB`s fußt, nicht anders als nach einem “Geldstandard” zu suchen, der als Verrechnungseinheit zwischen den GB`S gilt. Dieser Standard kann sich über den Markt durchsetzen oder politisch. Aber: Er muss sich durchsetzen. Und die Form, wie er sich nun mal durchgesetzt hat, war: das Zentralbank-Geld.

    PS: Ist ja schön, wenn sie so einen Glauben an den “Bürger” und seine Fähigkeit zum Verständnis des Ganzen – inklusive der Bilanzen alle GB`s – haben. Die Geschichte sollte Ihnen etwas anderes lehren. Aber das ist das Problem mit allen “Marktfreunden”: Sie überschätzen den Bürger bei weitem. Manchmal dringt eine Ahnung durch, wenn dann die gleichen Leute, die soeben den Bürger zum Gott erhoben haben, über die Mängel der Demokratie und Wahlergebnisse schimpfen. Die Verhältnisse sind nicht so glasklar, dass jeder zu jeder Zeit durchblickt. Die Welt ist chaotisch…….

    PSS: Zentralisierung (=Standardisierung) des Kredits ist eine Notwendigkeit und keine “marxistische” Erfindung, was immer das heissen soll. Die ZB oder EINE einzelnen GB muss diese Aufgabe übernehmen. Wie sollten sonst die GB`S untereinander verrechnen? Sie wehren sich gegen ein Naturgesetz und es scheint Ihnen nicht einmal bewußt zu sein…..

  18. estate

    A.Felsberger,

    Selbst was man hier als bloßen Nachhall Ihres rhetorischen Aufmarsches zum ersten Mai geboten bekommt, schwebt ja immer noch in einer ganz eigenen Sphäre. Respekt!

    “.. die bestmögliche Lösung unter den gegebenen Umständen. Gerade ein Liberaler, der an den Ausgleich gegensätzlicher Kräfte auf dem Markt glaubt, sollte zur Kenntnis nehmen, dass dies auch für die Gesellschaft als Ganzes gilt.”

    Das ist nicht minder Unsinn wie das meiste, was Sie hier als Endlossermon in den Blog meiseln — und ebenso insich widersprüchlich, oder bestenfalls tautologische Luft mangels Prämissen, die Sie Ihren apodiktischen Darlegungen als Beipacktext mitgeben könnten. “Bestmöglich” — soso, “zur Kenntnis nehmen” — ach wie putzig.

    Wovon gehen Sie aus? — Daß jeder Mensch ein Spinner mit Messiaskomplex ist, der der Welt seinen ganz bestimmten Spin aufzwingen will, und als Resultierende all dieser divergierenden Kräfte kommt “das Bestmögliche” raus?

    Oder ist es vielleicht doch vielmehr so, wonach die meisten Menschen zwar nach Glück und Wohlstand für sich und ihre Familie streben und sich daher mehr oder minder erzwungen am Markt bewegen, es aber verglichen damit eine Minderheit ist, die politisch und medial an der Gesellschaft herumzerren und klempnern, während die Mehrheit schlicht und ergreifend in Ruhe gelassen werden will und auch keine Ambitionen zeigt, andere zu bevormunden oder zu verbiegen.

    Weniger kryptisch: Am Markt nehmen tatsächlich alle teil. Jeder Cent ist ein Stimmzettel. Dagegen ist Politik seit jeher die Spielwiese derer, die irgendwelche Visionen haben.

    Und als wäre dies schon nicht genug, treten Dummheit und Eifertum ausgerechnet im Doppelpack auf. Je weiter etwas von der Realität entfernt ist, desto intensiver bedarf es der Propaganda nach Außen und der Selbstvergewisserung durch Wiederholung nach Innen hin, während am anderen Ende der Skala das Wahre und Gute so banal ist, daß dessen Aussprechen schon wieder langweilt.

    Nein, lieber Felsberger — Antipoden und deren Wirken neutalisieren einander nicht. Während man alle heiligen Zeiten den Duracell-Hasen den Stöpsel zieht und die Brühe ablaufen läßt, haben die schon tausende Male hier und anderwo Unsinn zur Potenz verbreitet. Deshalb driften Gesellschaften nach links, weil Dummheit und Penetranz nunmal morgens vorzugweise als Dreamteam in ein und denselben Strampelanzug steigen und sich niemand findet, der den ganzen lieben Tag lang hinter ihnen aufwischt.

  19. Christian Peter

    @A.Felsberger

    ‘Es war die Instabilität des Systems, warum Staaten zum Zentralbankwesen übergegangen sind.’

    Was Wettbewerbheinis unterschlagen : Zentralbanken sind einzig und alleine aus dem Grund entstanden, um das Chaos und die Unsicherheiten zu beseitigen, welches durch Währungswettbewerb und Teilreservebankensystem entstanden. Die Forderung nach Rückkehr zu einem Geldsystem, welches bereits im 16. und 17. Jahrhundert scheiterte, ist blanker Unsinn.

  20. A.Felsberger

    Wenn ich zum 1.Mai eine Rede halten müßte, würde ich höchstens denunziert werden, aber sicher nicht beklatscht. Was nämlich niemand der dort Anwesenden honorieren würde: Wenn man sich der Suche nach dem “Bösen” verweigert, wenn man sich der hysterischen Hetzjagd nach den “Schuldigen” nicht anschließt. Wer niemanden zum “Bösen” und zum “Übeltäter” stempeln will, keinen “Kapitalisten”, keinen “Bürokraten”, keinen “Politiker”, keinen “Ausländer”, ist bei der Masse der Menschen unten durch. Gut zu sehen, Herr Estate, dass ich auch bei Ihnen unten durch bin: Das Urteil adelt.

    PS: Schon mal an Alterung der Gesellschaft gedacht, die uns das allgemeine Unheil beschert? Wohl kaum. Mit Naturgesetzen will ein “Marktfreund” bekanntlich nichts zu tun haben. “Freiheit” kann selbst “Alterung” heilen, und die besten Arbeitskräfte sind ja die Ältesten. Stimmt`s?

  21. Luke Lametta

    Lieber A. Felsberger, besonders viele Bücher haben Sie nicht gelesen:

    Zentralisierung (=Standardisierung) des Kredits ist eine Notwendigkeit und keine “marxistische” Erfindung, was immer das heissen soll.

    Die 10 zentralen Forderungen des Kommunisten Manifests nach dem Hl. Karl:

    1.Expropriation des Grundeigentums und Verwendung der Grundrente zu Staatsausgaben.
    2.Starke Progressivsteuer
    3.Abschaffung des Erbrechts
    4.Konfiskation des Eigentums aller Emigranten und Rebellen
    5.Zentralisierung des Kredits in den Händen des Staats durch eine Nationalbank mit Staatskapital und ausschließlichem Monopol.
    6.Zentralisierung des Transportwesens in den Händen des Staats
    7.Vermehrung der Nationalfabriken, Produktionsinstrumente, Urbarmachung und Verbesserung der Ländereien nach einem gemeinschaftlichen Plan.
    8.Gleicher Arbeitszwang für alle, Errichtung industrieller Armeen, besonders für den Ackerbau.
    9.Vereinigung des Betriebs von Ackerbau und Industrie, Hinwirken auf die allmähliche Beseitigung des Unterschieds von Stadt und Land
    10.Öffentliche und unentgeltliche Erziehung aller Kinder. Beseitigung der Fabrikarbeit der Kinder in ihrer heutigen Form. Vereinigung der Erziehung mit der materiellen Produktion usw.

    Aber danke für das Stichwort “Evolution”. Da wird man sich eben entscheiden müssen: Evolution oder Monopol.

  22. A.Felsberger

    @Peter: Die sog. “Marktfreunde” kommen nie auf die Idee, dass es “naturgesetzliche Monopole” gibt. Wenn zwei GB`s, jede für sich, GB-Geld schöpfen, und wenn das Publikum anschliessend die Forderungen von einer GB zur anderen transferiert (im Volksmund: “überweist”), dann MUSS es einen Standard geben, der den GB`s die Abrechnung des Transfers erlaubt. Dieser Standard ist das Monopol, und kann eine Zentralbank mit ihrem ZB-Geld sein, oder eine GB, deren GB-Geld sich auf dem Markt als Standard durchsetzt. Was aber einen echten “Marktfreund” nicht davon abhalten wird, weiter zu behaupten, dass ein Monopol nicht notwendig ist.-)

    PS: Ist das Gold der Standard, der sich am Markt durchsetzt, dann geht das Monopol auf die Bergbauindustrie über mit den wohlbekannten Nebenerscheinungen des Plünderns und Raubens.

  23. estate

    A.Felsberger,

    “Gut zu sehen, Herr Estate, dass ich auch bei Ihnen unten durch bin: Das Urteil adelt.”

    Das verkennen Sie grob, ja im Gegenteil hebe ich Sie sogar auf’s Schild. Linke wie Sie gibt es Abertausende, aber selten ist einer gerade dann zur Stelle, wenn man ihn zur Veranschaulichung braucht.

    “PS: Schon mal an Alterung der Gesellschaft gedacht, die uns das allgemeine Unheil beschert? Wohl kaum.”

    Haben Sie vielleicht auch noch Sonnenwinde und Meteoritenschauer im Angebot, die Sie uns hier verkaufen wollen als jene Quellen des Übels, die hier ganz und gar übersehen und nur von wahrhaft Schmerzbefreiten zutreffend als maßgeblich erkannt wurden?

    Was halten Sie davon? — Die Existenz von Fischen in Almteichen hat uns das allgemeine Unheil beschert? Daran gedacht? Kaum, ja, nein, weiß nicht ..? Und reingefallen in die Teiche sind die Fische von UFOs aus. Wußten Sie nicht?

    Das mit Ursache und Wirkung ist schon eine verdammt diabolische Angelegenheit, nicht wahr, lieber Felsberger? Und weil das so ist, kann man schon mal irgendwelchen Unsinn hinschreiben, an dem sich das Gegenüber dann abarbeiten soll.

  24. A.Felsberger

    Das “Kommunistische Manifest”, Herr Lametta, ist nun wirklich nicht der Maßstab der Dinge, weder für die Welt, in der wir leben, und schon gar nicht für das Schaffen Marxens. Es ist eine dümmlich populäre Schrift, wo die Propaganda Bote stand und nicht ehrliches Nachdenken. Und wenn Sie ernsthaft glauben sollten, dass Bismarck auf die Zurufe eines Karl Marx gehört hat, als er die Reichsbank ins Leben rief, ist Ihnen sowieso nicht zu helfen.-)

  25. estate

    Felsberger,

    schrieb ich nicht unlängst, wonach es regelrecht unmöglich ist, jenen Bockmist wieder wegzukehren, den Linke im Sekundentakt abgeben? Wollen Sie mir extra eine Freude bereiten, wenn Sie das auch noch empirisch und postwendend unterfüttern?

    ” .. von einer GB zur anderen transferiert (im Volksmund: “überweist”), dann MUSS es einen Standard geben, der den GB`s die Abrechnung des Transfers erlaubt. Dieser Standard ist das Monopol,..”

    Ach?! Und wenn die beiden betroffenen Konten auf verschiedene Währungen lauten, dann rufen Sie nach dem Papa, oder? Auch Ewald Nowotny ist ein zweibeiniger Kontraindikator, der einem auf so ziemlich jede Frage die richtige Anwort gibt, wenn man sie bloß korrekt deutet. Als wäre das nicht frappant genug, ist der gute alte Ewald ebenfalls überzeugter Saldenmechaniker. Zufälle gibt’s, nicht wahr?

  26. Luke Lametta

    (und ihr “PS:” gefiel mir auch – “Bürger”, das sind diese haarigen Tschapperl, die von erleuchteten Planern im Elfenbeinturm wie Schachfiguren im Zentralplan herumbewegt werden. Und zwar en gros im Kollektiv.)

    Mein PS: Geschichte und Evolution sind keine geradlinigen, gleichförmigen Prozesse. Jeder Pädagoge weiß, wie “Lernkurven” aussehen. Da gibts herbe, nichtsdestotrotz evolutorische Rücksetzer… – je hartnäckiger der Kult, desto höher (tiefer?) die Amplituden und desto länger die Zeitachsen.

  27. Luke Lametta

    Ich mag Sie, lieber A. Felsberger, weil Sie durchaus den Finger in den richtigen Wunden haben, sie eventuell nur ein schlampiger Chirurg.

    Die sog. “Marktfreunde” kommen nie auf die Idee, dass es “naturgesetzliche Monopole” gibt. Wenn zwei GB`s, jede für sich, GB-Geld schöpfen, und wenn das Publikum anschliessend die Forderungen von einer GB zur anderen transferiert (im Volksmund: “überweist”), dann MUSS es einen Standard geben, der den GB`s die Abrechnung des Transfers erlaubt. Dieser Standard ist das Monopol

    Was Sie meinen: Geld ist, ökonomisch betrachtet, ein Netzwerkgut. Das heißt, dass alle Marktteilnehmer von Vereinheitlichung profitieren. Das ist etwas sehr anderes als ein Monopol. Die Deutsche Industrienorm ist kein “Monopol”. Der Euro -könnte- eine wunderbare Sache sein, aber: Devil’s in the details. Kostet (ganz sicher mittlerweile) deutlich mehr, als er an Transaktionskosten und Zeit spart. Das in aller Kürze, ich hab jetzt auch noch anderes zu tun. Best regards, Ihr Lametta.

  28. A.Felsberger

    >Ach?! Und wenn die beiden betroffenen Konten auf verschiedene Währungen lauten, dann rufen Sie nach dem Papa, oder? > Gibt`s noch eine dümmere Frage? In irgendEINER Währung werden sie die Überweisung wohl tätigen müssen. Oder wollen sie in EINER Überweisung Euro und Dollar ZUGLEICH bewegen?

  29. A.Felsberger

    >Geschichte und Evolution sind keine geradlinigen, gleichförmigen Prozesse. Jeder Pädagoge weiß, wie “Lernkurven” aussehen. Da gibts herbe, nichtsdestotrotz evolutorische Rücksetzer… – je hartnäckiger der Kult, desto höher (tiefer?) die Amplituden und desto länger die Zeitachsen.> Korrekt! Bravo!

  30. A.Felsberger

    Herr Lametta: “Netzwerk-” oder “Standardgut” ist nur eine Umschreibung für “Monopol”, denn irgendjemand wird dieses “Gut” bereitstellen müssen. Ein “Netztwerkgut” kann nur dann kein Monopol sein, wenn sich die Frage der Bereitstellung nicht stellt. Das ist bei Geld nicht der Fall.

    Ja, auch beste Grüsse.

  31. estate

    A.Felsberger,

    [Ach?! Und wenn die beiden betroffenen Konten auf verschiedene Währungen lauten, dann rufen Sie nach dem Papa, oder?]
    “Gibt`s noch eine dümmere Frage? In irgendEINER Währung werden sie die Überweisung wohl tätigen müssen. Oder wollen sie in EINER Überweisung Euro und Dollar ZUGLEICH bewegen?”

    Ich will einzig die Luft aus Ihrem Badeschaum rauslassen, es bedürfe zwingend eines Standards, damit Banküberweisungen möglich sind. Mit Dollar und Euro aber haben Sie selbst schon mal zwei Standards genannt, wobei der aufmerksame Kenner der Szene sicherlich noch einige weitere Standards wird nennen können.

    Daß Sie nun Ihr Heil in irgendeiner Gleichzeitigkeit finden wollen, die zwar vorgeblich notwendig aber ebenso vorgeblich nicht herstellbar wäre, zeigt ja schon den Erfolg dieses Unterfangens.

    Danke, Felsberger, ich hatte mein hedonistisches Vergnügen mit Ihnen, aber irgendwann wird’s langweilig. Ihnen bleibt noch die Unzierleiste, so selbige ihr Bruder im Geiste aka Copy&Paster sie sich nicht krallt.

  32. Luke Lametta

    Lieber A. Felsberger, noch mal ganz kurz zurück zum Start: Welcher “Standard” soll denn bitte bei einer Überweisung von Dollars und Euros zwischen Geschäftsbanken vonnöten sein? Da gibts eine Crossrate und das wars. Die wiederum ist ein Marktpreis und kein Monopol(preis).

    Der Begriff “Monopol” hat eine abenteuerliche Geschichte hinter sich, in der (ernsthaften) Ökonomie versteht man darunter ein “staatlich gewährtes Privileg”. Microsoft und Google haben keine “Monopole”, auch keine “Quasi-Monopole” oder welche Argumentation da auch immer aufgefahren wird, um frisches Geld in die klamme Kasse des Gewaltmonopols, Submafia Kartellbehörde, zu nötigen.

    Back on topic: Ich hatte Ihnen doch mit der DIN ein schönes Beispiel gegeben. Warum sollte diese ein Monopol sein? Selbst den Kartellbehörden ist sie völlig egal. Niemand, absolut niemand hindert sie daran, noch heute Briefumschläge auf den Markt zu bringen, die mit C6, B6, DIN Lang, C5, B5 und schlagmichtot nicht das Geringste zu tun haben. Viel Erfolg.

    Emittieren Sie allerdings eine neue Währung, werden Sie bald Besuch von der Polizei bekommen. Oder, so Sie das in den USA machen, von einem SWAT-Team. Liberty Dollar, e-Gold, …, das endete alles in langjährigens Gefängnisstrafen. Und hätte Satoshi Nakamoto nicht alles, aber auch wirklich alles richtig gemacht bis heute, hätten Sie ihn längst auf dem elektrischen Stuhl gegrillt. Was aber nichts geholfen hätte.

    Bitcoin mag untergehen, aber die Blockchain-Technologie wird die Welt verändern.

  33. Christian Peter

    @A. Felsberger

    Auch das ständige Geschwätz von einem vermeintlichen staatlichen ‘Geldmonopol’ ist nichts als dummes Gerede. Es existiert kein Monopol auf Geld, denn es gibt eine Vielzahl von Zentralbankgeld (Dollar, Euro, Yen, etc), die miteinander in Wettbewerb stehen.

  34. Luke Lametta

    Dann muß ich beispielsweise die 15 Jahre Freiheitsstrafe für Bernard von NotHaus und § 371, § 485 sowie § 486 amerikanisches Strafgesetzbuch wohl geträumt haben. Ich glaub übrigens nicht, dass der BILLA Dollar und Yen nimmt, mit dem Begriff “Wettbewerb” gehen Sie etwas hemdsärmelig um.

    Zahl meine Steuern dieses Jahr mit Bitcoin, werde mich auf Sie berufen.

  35. Christian Peter

    @Luke Lametta

    wer lesen kann, ist im Vorteil.

    Monopol = Marktform mit nur einem Anbieter, dem Monopolisten.

    Von ‘Geldmonopol’ kann keine Rede sein, denn es gibt eine viele Anbieter von Geld (Dollar, Yen, Dinar, Pfund, Rupie, Mark, Real, Lew, Krone, Schekel, Rupia, Denar, Peso, Litas, Kuna, Sol, Riyal, Franken, Baht, etc. etc.) die miteinander in Wettbewerb stehen.

  36. Luke Lametta

    Wiederholung machts nicht richtiger. Wie stehen denn diese Anbieter beim BILLA (oder first and foremost) beim Finanzamt miteinander im Wettbewerb bitteschön? Wocheneinkauf mit Schweizer Franken zahlen? Steuern mit Renminbi? Viel Erfolg.

    Sie können Ihre Steuern mit dem Produkt von genau einem einzigen Anbieter bezahlen. Wie man das nennt? Richtig, Sie habens konzis zusammengefasst.

  37. Christian Peter

    @Luke Lametta

    die Frage nach einem Geldmonopol ist eine ökonomische, keine rechtliche Frage. Man ist per Gesetz verpflichtet, die Steuerschuld in Euro zu begleichen, aber niemand wird gezwungen, eine einzige Währung zu halten, da es viele Währungen gibt, die miteinander in Wettbewerb stehen (in vielen Geschäften kann man auch mit Dollar oder Bitcoin bezahlen). Neben Zentralbankgeld gibt es überdies noch Sichtguthaben bei Geschäftsbanken. Auch hier liegt kein Monopol vor, da die Banken um die Einlagen der Kunden in Wettbewerb stehen.

  38. Luke Lametta

    Das stimmt schon, hilft Ihnen aber nicht. Sie sagen’s ja selbst: “man ist per Gesetz verpflichtet” – natürlich könnten Sie, rein theoretisch, nur zu diesem Zwecke (einmal oder viermal pro Jahr, je nachdem) jeweils in Euro tauschen – also wenn Sie sonst 365 Tage im Jahr ein lebender Hedgefonds mit erheblichen Vermögensrisiken sein möchten…

  39. estate

    Copy&Paster,

    > die Frage nach einem Geldmonopol ist eine ökonomische, keine rechtliche Frage.

    Unsinn wird auch nicht richtiger, wenn man ihn mit noch größerem Unsinn begründet.

    Pars pro toto das Zahlungswesen- und das Preisauszeichnungsgesetz erzwingen mit einem Rattenschwanz an Verordnungen über das Recht eine lokale Monopolstellung, die noch dazu von anderen Monopolisten anderer Territorien nicht herausgefordert wird.

    In Ihrer Phantasiewelt mag sich vielleicht die indische Zentralbank mit jener von China um die Geldbereitstellung in Deutschland und Österreich prügeln und dabei zugleich mit der EZB in einen Wettstreit treten — für weniger schmerzbefreite und weniger faktenresistente Zeitgenossen ist dieses Szenario aber ebenso pure Fiktion, wie ein 0%-Spread auf Valuten.

    Kapieren werden Sie das auch in der tausendersten Wiederholung nicht, wie sie auch nicht behirnen werden, wonach man neben Dollar, Yen und Rupien (und jetzt müssen Sie sehr tapfer sein!) sogar Erdnüsse, Muscheln und Seifenblasen zum Fakturieren verwenden kann, solange das Gegenüber darauf einsteigt. Lustig, gell? Und sogar ganz in Ihrem Sinne!

    Bananen und Erdnüsse hätten gegenüber Monopolwährungen sogar einen entscheidenden Vorteil: Das Finanzamt zwingt Ihnen für die Bilanz keinen Preis auf, mit dem Sie ihre Ersatzwährung zum Stichtag zu bewerten und entsprechend zu versteuern hätten. Bei Währungen versteht die Finanz nämlich keinen Spaß und langt heftig zu, wenn die fiskalischen Pappenheimer über andere Monopole ausbüxen wollen. So funktionieren Kartelle.

    All das kann man wissen und verstehen, oder wie Sie vorhersagbar wie Sand im Wüstensturm immer und immer wieder behaupten, es gäbe kein Geldmonopol. Dummheit und Penetranz — dieses Thema hatten wir hier ja auch schon.

  40. Christian Peter

    @estate

    Wie sollte man mit Leuten zu diskutieren, die nicht fähig sind, einen einzigen sinnvollen Satz zu formulieren ? Versuchen Sie es einmal mit wikipedia :

    ‘Als Monopol bezeichnet man in den Wirtschaftswissenschaften eine Marktsituation, in der für ein ökonomisches Gut nur ein Anbieter vorhanden ist.’

    verstanden ?

  41. estate

    Copy&Paster,

    > Wie sollte man mit Leuten zu diskutieren, die nicht fähig sind, einen einzigen sinnvollen Satz zu formulieren ?

    Wer läßt fragen?

    Was soll man darüber hinaus mit Schwachmatikern wie Ihnen anfangen, die selbst mit Klickipedia überfordert sind und weder formulieren noch Übertragungen vornehmen können?

    Copy&Paster aus Klickipedia: “Als Monopol bezeichnet man in den Wirtschaftswissenschaften eine Marktsituation, in der für ein ökonomisches Gut nur ein Anbieter vorhanden ist.”

    Dank amtlicher Monopolisierung hat der Euro im entsprechenden Territiorium eine unangefochtene Alleinstellung. Niemand kann und darf auf diesem Gebiet etwas mit eben diesen Eigenschaften anbieten.

    Was Sie einmal mehr nicht behirnen: Auch Erdnüsse sind Geld, aber diese haben ebenso wie Dollar, Yen und Konsorten gegenüber dem Euro ein paar entscheidende Nachteile. Für einen staatshörigen Grünfaschisten wie sie mögen diese Nachteile belanglos sein, solange er von seinen Sachwaltern brav gefüttert und täglich ein paar Stunden ins Internet gelassen wird.

  42. Christian Peter

    ‘Dank amtlicher Monopolisierung hat der Euro im entsprechenden Territorium eine unangefochtene Alleinstellung’

    Unsinn. Es steht jedem frei, andere Währungen zu halten, die Kreditkarte zu verwenden, Banküberweisungen zu tätigen, etc. etc. Von einem ‘Monopol’ auf Geld kann nicht ernsthaft gesprochen werden.

    1. Es gibt verschiedene Arten von Geld (Warengeld, Buchgeld, Kreditgeld, elektronisches Geld, Bargeld, etc.). Banknoten spielen im heutigen Geldsystem eine untergeordnete Rolle.

    2. Es gibt mehr als 160 Anbieter von Banknoten. Es steht jedem frei, die Währung seines Vertrauens zu halten.

  43. estate

    Copy&Paster,

    “Unsinn. Es steht jedem frei, andere Währungen zu halten, die Kreditkarte zu verwenden, Banküberweisungen zu tätigen, etc. etc.”

    Mal schauen, ob man Ihren Bockmist noch ein wenig höher aufkochen kann: Es gibt Prepaid-Kreditkarten und Sofort-Überweisungen, es gibt Schuldscheine und große Münzen und ganz Kleine, et cetera et cetera und so weiter und so fort.

    > Es gibt mehr als 160 Anbieter von Banknoten.

    Und daneben sogar noch Kaorimuscheln, Erdnüsse und Zigaretten und Zuckerwürfel und noch eine Milliarde anderer Dinge, die als Geld verwendet werden können und nicht dem globalen Fiat-Money-Zentralbank-Kartell zugeordnet sind.

    So, und nun rotzen Sie Ihr finales Schlußstatement hinterher, denn irgendwie müssen Sie ja Ihre Existenz rechtfertigen.

  44. Luke Lametta

    Unsinn. Es steht jedem frei, andere Währungen zu halten, die Kreditkarte zu verwenden, Banküberweisungen zu tätigen, etc. etc. Von einem ‘Monopol’ auf Geld kann nicht ernsthaft gesprochen werden.

    Das kommt jetzt zum vierten Mal, obwohls überhaupt keiner bestritten hat. Dennoch werden Sie vom Gesetzgeber ganz konkret (und sonst de facto) gezwungen, (wenigstens) ihre Steuern in der Monopolwährung der Zentralplan”bank” zu bezahlen. Zum einen sind Sie, ich erwähnte es bereits, dann das ganze Jahr ein lebenender Hedgefonds mit erheblichen Vermögensrisiken – zum anderen wird Sie das “Gresham’sche Gesetz” erledigen. That’s it.

  45. Christian Peter

    @Luke Lametta

    ‘dennoch werden Sie vom Gesetzgeber gezwungen, Steuerschuld in Monopolwährung der Zantralbank zu zu bezahlen’

    stimmt nicht. Die Tilgung der Steuerschuld erfolgt in der Regel nicht durch gesetzliche Zahlungsmittel, sondern per Banküberweisung, also Buchgeld. Über die Sinnhaftigkeit, andere Währungen zu halten, kann man diskutieren, genauso wie über die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Zweit- oder Drittautos. Von einem ‘Monopol’ kann in Sachen Geld aber keine Rede sein.

  46. Luke Lametta

    sondern per Banküberweisung, also Buchgeld

    Ähem, ja und? Was um alles in der Welt soll die Konjugation “sondern” in diesem Zusammenhang bedeuten? Der Gesetzgeber zwingt Sie nicht zur Begleichung Ihrer Steuerschuld in Euro, weil Sies überweisen? Und kalte Brötchen schmecken warm besser als lecker.

    Sie haben einfach einen Privat-Begriff von Monopol und reiben denen drei Leuten hier unter die Nase, welche sich durchaus Mühe gegeben haben mit Ihnen. Wenn Sie auf dem Territorium der Eurozone eine neue Währung emittieren, handeln Sie ungesetzlich. Dass hier dutzende andere Währungen herumfleuchen, ist völlig irrelevant für die gesetzlichen Privilegien der Zentral”bank” zu Frankfurt. Over and Out von meiner Seite, erholen Sie sich gut.

  47. Christian Peter

    @Luke Lametta

    solange Sie die Bedeutung des Begriffes ‘Monopol’ nicht verstehen (= Marktsituation, in der es für ein ökonomisches Gut ‘N U R E I N E N A N B I E T E R’ gibt) können wir uns noch monatelang unterhalten und wir werden keinen Fortschritt erzielen.

  48. Christian Peter

    Zitat aus Wirtschaftslehre, Begriff Monopol : ‘Der Begriff Monopol, stammt aus dem griechischen von monos (allein) und polein (verkaufen) und beschreibt eine Marktsituation bei der es entweder nur einen Anbieter oder nur einen Nachfrager gibt.’

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