6 comments

  1. oeconomicus

    Gute, einfache Darstellung, was Sache ist. Die Nebelwerfer aus Politik, Finanz-aufsicht und Bankenkreisen wollen uns eine Anstaltslösung einreden, damit ihr Versagen schnell unter den Teppich gekehrt werden kann. Es kann nur eine Anstaltslösung geben, die der JUSTIZANSTALT.

  2. Herr Karl jun.

    Die Hypo-Krise ist ist im wahrsten Sinn des Wortes eine “System-Krise”. Zu diesem (gerade scheiterndem) System gehörten und gehören verblendete Wähler, inkompetente Medienleute, politische Irrlichter, Vergessliche und natürlich jede Menge selbsternannter Experten, die in gewohnter Manier jede komplexe Sachlage auf schlichte, bauchgefühlte und stammtischgerechte Wortspenden reduzieren. Herr Kreuzhuber ist insofern Teil dieses zusammenbrechenden Systems, er stand ja beruflich lange Zeit ganz und gar auf der Täterseite der Finanzkrise. Wie er sich die “Abwicklung einer geordneten Insolvenz” mit Tochtergesellschaften in mehr als 10 Ländern am Balkan und in Italien vorstellt, zeugt freilich von naiver
    Unbedarftheit oder grenzenlosen Optimismus in die Rechtssysteme unserer Nachbarländer. Er scheint wie viele nicht sehen zu wollen, dass die Assets der Bank nicht in Österreich liegen. Bevor ein Insolvenzantrag aus der Himmelpfortgasse in Wien das Landesgericht in der Dobernigstrasse in Klagenfurt erreicht, würden die nationale Bankenaufsichten eine Verstaatlichung der nationalen Hypo-Ableger und dazu gleich massive Kapitalverkehrseinschränkungen verfügen, sodass ein österreichischer Richter ganz sicher durch die Finger schauen. Und wenn dann Sparer aus dem Balkan (oder einer rückabgewickelten Hypo-Bank Kärnten) – grosse und kleine – ihre Wut und ihren Unmut erwartungsgemäß in Demonstrationen auf dem Ballhausplatz kundtun, wäre ich neugierig, was Herr Kreuzhuber dazu sagen würde? Auf eine “geordnete Insolvenz” verweisen?
    Natürlich ist eine unglaubliche Sauerei, wenn die Politik den Steuerzahler “cornert”, ihn in Geiselhaft nimmt und er eine Krot schlucken sollte, die schon beim Anblick Brechreiz verursacht. Zweifellos wäre eine Insolvenz für alle Staats- und Politikkritiker eine wahrlich “psychohygienische” Erleichtung, doch sie wäre auch ein extremes politisches Hasardspiel, in den wirtschaftlichen Folgen negativ bis destarös und letztendlich für den Steuerzahler teurer. Leider! So erfreulich es sein mag, dass auch Liberale zu populistischen Positionen fähig sind, in dieser Causa ist mit Kompetenz, Nüchternheit und unaufhörlicher Benennung der Systemträger als “Schuldige” mehr Leadership zu gewinnen.

  3. Christian Peter

    Eine Insolvenz würde vor allem auch eines bedeuten : Ein Schrecken mit Ende statt Schrecken ohne Ende : Nicht auszudenken, diese Horror – Bank noch für weitere 10 – 20 Jahre mitzuschleppen.

  4. Thomas Holzer

    “………….in dieser Causa ist mit Kompetenz, Nüchternheit und unaufhörlicher Benennung der Systemträger als “Schuldige” mehr Leadership zu gewinnen.”

    Ich gestehe, daß in dieser Causa Kompetenz und Nüchternheit nicht gerade eine herausragende Rolle spielen; die Nennung der Systemträger als “Schuldige” erfolgt jedoch seit Jahren zur Genüge (inkl. der üblichen gegenseitigen Schuldzuweisungen), nur trotz dieser dieser Nennung zeigt keine der “(re)agierenden” mediokren Politikerdarsteller “leadership”. Aber das wäre auch zu viel verlangt, scheitern diese Darsteller doch schon bei wesentlich kleineren Problemen!

  5. Reinhard

    @Christian Peter
    10-20 Jahre? Woher nehmen Sie nur diesen Optimismus… 😉
    So schnell wird man dieses Geschwür nicht mehr los.

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