Schickt doch Kärnten in Konkurs!

(ANDREAS UNTERBERGER) Ein Bundesland könne nicht pleite gehen, behauptet die Politik. Auch wenn es gigantische Haftungen eingegangen ist, die ein Zehnfaches des Landesbudgets ausmachen. Daher müsse die Hypo Alpe-Adria um jeden Preis gerettet werden. Sonst ist Kärnten zahlungsunfähig. Völliger Unsinn: Das Pleiteverbot für Kärnten steht nirgendwo.

Lehrreiches Exempel: In der Stadt Detroit ist jetzt genau eine solche Pleite einer Gebietskörperschaft passiert. Diese wurde von Gericht offiziell ausgerufen. Jetzt protestieren halt lokale Gewerkschafter und Pensionsfonds. Weil ja auch sie Geld von der Stadt wollen. Zum Vergleich: In Detroit leben mehr Menschen als in Kärnten; die Schulden sind aber weniger als die Haftungen, die Kärnten unter Blau-Orange-Rot-Schwarz eingegangen ist. Im Pleitefall sollte die Republik Österreich zwar Lehrer, Krankenschwestern und Straßenarbeiter weiter zahlen, soweit sie wirklich wichtig sind. Landtagsabgeordnete, Subventionsbezieher & Co gehen hingegen leer aus. Das wäre rechtlich ok und extrem heilsam. Es gibt lediglich zwei Gründe, warum die Hypo und damit Kärnten nicht in Konkurs gehen: Erstens will auch die jetzige rot-schwarz-grüne Landesregierung eine solche Demütigung vermeiden. Zweitens sind auch alle anderen Bundesländer interessiert, zu unsinkbaren Schiffen erklärt zu werden. Irgendwann wird jedoch dieses politische Wunschdenken an der Realität zerschellen. Wie in Detroit. (TB)

4 comments

  1. Tiefengrabner

    Klingt ganz gut! Perschhorn, chef der Finanzprokatur der Republik Österreich ist Befürworter. Volksabstimmung/befragung, ob der öffentliche Dienst begrenzt auf 10-20 Prozent verzichtet und 10 Prozent von allen Sparguthaben und Sonder-Vermögenssteuer und “Wörtherseesteuer” Flughafen an Riussen verkaufen! Flughafen Salzburg sperren.

  2. Reinhard

    Das Aussetzen des marktbereinigenden Instrumentes “Insolvenz” ausgerechnet für die Finanzwirtschaft und die Gebietskörperschaften, also genau jenes verbrecherische finanzpolitische Syndikat, das uns den ganzen Mist eingebrockt hat, ist der Todesstoß für die Freie Marktwirtschaft.
    Genau jene Vorgehensweise auch noch dem Neoliberalismus und der Freien Wirtschaft zum Vorwurf zu machen, die eigentlich das genaue Gegenteil propagieren, ist das Verdienst der mit Steuergeld geschmierten und im Dienste dieses Syndikates stehende linkspopulistischen Propagandamaschinerie.
    Genau jene, die die Gesetze beschließen, dass das Volk zu Gunsten ihrer am Wurmfortsatz hängenden Gelddruckmaschinen zu bluten hat, faseln aus ihrem Elfenbeinpalast von “Verteilungsgerechtigkeit” und “Schieflage”. Und das tumbe Volk klatscht auf die Schenkel: “Jo mei, oas nur füa de neoliberalen Speckulanten!” und merkt nicht, wie es beschissen wird.
    Leute, die, die Euch zu Gunsten ihrer Versorgungspfründe namens “Banken” enteignen sind die gleichen, die Euch dagegen aufhetzen! Wie das gegenseitige Abputzen von Saturn und Mediamarkt, auf dass jeder, der zum einen rennt, glaubt, dem anderen eins ausgewischt zu haben, ohne zu merken, dass beide dem gleichen Eigentümer gehören.
    Das Volk will beschissen werden, sonst würde es anders wählen.

    P.S. Auch eine Chuzpe, dass ausgerechnet die Politiker sich hinstellen und den Wahlverweigerern vorwerfen, sie wären politikverdrossen. Nein, gerade jene, die bewusst verweigern, haben sogar sehr viel Interesse an Politik, sie sind nur verdrossen von den POLITIKERN, die zur Wahl stehen! Aber auch diese Tatsache trauen sich die Medientrommeln nicht zu verbreiten; ist halt blöd, wenn man bei den Politikern am Gabentropf hängt…

  3. oeconomicus

    Neben den finanziellen Folgen brächte ein Konkurs Kärntens in einem gerichtlichen Verfahren vieles andere ans Licht, wer aller mitgespielt und wer (bei der Kontrolle) versagt hat. Das wäre ein heilsamer Schock für das Land. Nebenbei will ich (LInzer) keinen Cent für die Känrtner zahlen, da ich ja selbst meine Probleme habe (SWAP).

  4. Thomas Holzer

    @oeconomicus
    Ich will auch keinen Cent für die Wiener zahlen, da ich ja selbst meine Probleme habe. (Hypo), wieder Kärntner, nach Jahrzehnten als politischer Flüchtling 😉

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