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Es muß noch schlimmer werden, damit es besser wird

„Offenbar ist der Leidensdruck noch nicht groß genug“, lautete die wenig optimistische Diagnose von Androsch am Mittwoch im Klub der Wirtschaftspublizisten. Der Grund: die anziehende Konjunktur vermittle den – trügerischen – Eindruck, „dass es uns sehr gut geht“. Daher werde sich auch nichts ändern…” (Ex-Finanzminister Hannes Androsch über die Regierung, hier)

Hypo-Skandal: Schonung für alle, nur nicht die Steuerzahler

“……Bei aller Vielschichtigkeit und Komplexität des Hypo-Alpe-Adria-Skandals ist nicht nachzuvollziehen, wieso im Rahmen der vorgeschlagenen Lösung alle direkten und indirekten Beteiligten und Interessenten geschützt werden sollen – nur nicht der Steuerzahler, der das Desaster am allerwenigsten verursacht hat….” (Hannes Androsch, hier)

An der Hypo-Pleite ist nicht nur Haider schuld

Die NZZ nennt die Schuldigen des Hypo-Debakels schonungslos beim Namen, lesenswert: “Die Hypo Alpe Adria ist die teure Hinterlassenschaft des ehemaligen Kärntner Sonnenkönigs Jörg Haider. Dass das Desaster solche Dimensionen annehmen konnte, ist eine Folge des Politsystems, in dem Gewaltentrennung eher hinderlich ist….” (weiter hier)

“Wir geben Geld aus, als gäbe es kein Morgen mehr”

“….Tatsache ist, dass wir unser Geld in Bereichen einsetzen sollten, die unsere Zukunft sichern, vor allem in Bildung, Forschung und Innovation. Wenn wir vor ein paar Wochen erleben mussten, wie aus populistischen Gründen eine unsinnige Erhöhung der Pendlerpauschale von 120 Millionen möglich war, oder wenn man sich daran erinnert, dass 2008 die Hacklerregelung hätte auslaufen sollen und sie dann im letzten Augenblick doch verlängert wurde – mit kumulierten 1,7 Milliarden pro Jahr in den Budgetausgaben –, dann ist das sehr ärgerlich. Und wenn ich mir noch die verzockten Milliarden bei Ländern und Kommunen anschaue – also dass es am Geld fehlt, kann mir niemand erzählen, doch es wird nicht richtig eingesetzt. Das meine ich mit „Zukunftsvergessenheit“. Wir geben das Geld derart falsch aus, als gäbe es kein Morgen mehr….” (Hannnes Androsch im “Format“)