Schlagwörter: Arbeitsmarkt

Geld drucken hilft nicht, also lasst uns Geld drucken!

Die US-Wirtschaft hat im September weit weniger Jobs geschaffen als erwartet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 148.000, wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 180.000 gerechnet. Die Entwicklung dürfte die Notenbank kaum ermutigen, ihre Politik des billigen Geldes demnächst aufzugeben, schreibt das “Handelsblatt”. – Wir verstehen: die Politik, mittels Gelddruckens Jobs zu erzeugen hat nicht wirklich funktioniert. Deshalb drucken wir weiter Geld, um Jobs zu schaffen. Bestechend, das.

Mindestlohn, ein gesetzliches Verbot von Arbeitsplätzen

“…..Tatsächlich kann es aber nur eine Sicht auf den gesetzlichen Mindestlohn geben: er ist erzwungene Arbeitslosigkeit, Punkt! Das Gesetz sagt: es ist illegal, und folglich kriminell, jemanden unterhalb eines bestimmten Stundenlohns von x Dollar einzustellen. Das bedeutet schlicht und einfach, dass viele freiwillig geschlossene Arbeitsverträge plötzlich gesetzeswidrig werden und dadurch Arbeitslosigkeit entsteht. Man muss bedenken, dass ein Mindestlohn keine neuen Arbeitsplätze schafft; er verbietet sie nur; und die Verdrängung von Arbeitsplätzen in die Illegalität ist eine unvermeidliche Folge.

Alle Nachfragekurven fallen, und jene für Arbeit bildet keine Ausnahme. Daher führen zwangsläufig alle Gesetze für marktrelevante Mindestlöhne (ein Mindestlohn von 10 Cent pro Stunde hätte keinen Einfluss)  zur Kriminalisierung von Beschäftigung und folglich zu Arbeitslosigkeit.

Kurz gesagt: wenn der Mindestlohn von 3,35 $ auf 4,55 $ pro Stunde steigt, führt dies zu dauerhafter Nichtbeschäftigung derjenigen, die sonst zu Löhnen irgendwo zwischen diesen beiden Werten eingestellt worden wären. Weil die Nachfragekurve für Arbeit (wie für jeden anderen Produktionsfaktor auch) durch die wahrgenommene Grenzproduktivität der Arbeit bestimmt wird, werden durch dieses Verbot genau jene „Grenzarbeiter“  (Niedriglohnempfänger) geschädigt und ruiniert, welche die Befürworter der Mindestlöhne besonders fördern und schützen wollen, z.B. Migranten und Teenager…” (Der 1995 verstorbene Ökonom Murray N. Rothbard in seinem 1988 erschienenen Text “The Free Market”)

Nicht zulasten der Jungen, bitte

“….Die Rechnung klingt verführerisch einfach. In den Ländern, die unter hoher Jugendarbeitslosigkeit leiden, könnte man die Älteren in Frühpensionierung schicken, um jüngeren Beschäftigten Platz zu schaffen. Doch die Rechnung geht nicht auf: Hohe Erwerbsquoten beider Altersgruppen schliessen sich nicht aus – ganz im Gegenteil.” (Gute Analyse der NZZ)