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Plädoyer für eine Renaissance von Ideen der Aufklärung

(JESEF STARGL) Zivilisationskritische Antimarktwirtschaftler und Realverfassungsmächtige im Versorgungsstaat fördern gezielt eine „Kultur der Unselbständigkeit“.
Zahlreiche Ideen der Aufklärung sind bei nationalen und supranationalen Machterweiterungsexperten unerwünscht.
Selbständiges Denken und Handeln steht nicht mehr im Mittelpunkt der „gemeinsamen Sache“ und eines „Wohlstands für alle“.
Die (geld-)politischen Angriffe auf den Rechtsstaat, auf die Marktwirtschaft, auf das Privateigentum, auf die Freiheit, auf die eigenverantwortliche Vorsorge und auf ein Lernen im Wettbewerb nehmen zu.
Die Machterweiterungsexperten bedienen sich bei ihren Strategien immer mehr der Angst, des Pessimismus, der apokalyptischen Visionen, der Manipulation und der Indoktrination.

Kollektivismus, Egalitarismus und das Streben nach mehr Ergebnisgleichheit durch immer mehr Zwangssolidarität stehen am Programm.
Die Mitglieder der „Priesterkaste“ ersehnen keine freie Persönlichkeitsbildung und keine selbständig denkenden Bürger, die als Skeptiker auch die Wahrheit von Aussagen der Realverfassungsmächtigen in Frage stellen und eine Freiheit der Kritik sowie einer argumentativen Erörterung schätzen.

Rundumbevormundung und Rundumversorgung sollen den geistigen Wettstreit und den wirtschaftlichen Wettbewerb immer mehr verdrängen und ersetzen.
Paternalistischer Fanatismus (im Namen von Menschlichkeit!) und Intoleranz (im Namen von Toleranz!) breiten sich aus.

Die (selbsternannten) Autoritäten predigen moralisierend ihre Dogmen. Sie versuchen, den aufgeklärten Hausverstand, die Weisheit und die Vernunft auszuschalten.
Die Gesinnung ersetzt die Urteilskraft. Eine Tugendwächtergesinnungsethik tritt immer mehr an die Stelle einer Verantwortungsethik.

Im Namen von Humanität und von Zwangssolidarität soll nun die Expropriation und nicht mehr der Schutz des Privateigentums im Mittelpunkt eines zivilisationskritischen Engagements für die „gemeinsame Sache“ stehen.
Der zivilisatorische Pessimismus ist eine Strategie der Machterweiterung. Er löst nicht die konkreten Alltagsprobleme der Bürger. Die mit ihm verbundene „Anmaßung von Wissen“ und der „Konstruktivismus der Wenigen“ sind zum Scheitern verurteilt.

Die Irrtümer und Fehler der verantwortungslosen „Zwangssolidaritätsexperten“ dienen Sonder- und Regionalinteressen und bewirken noch mehr Schulden zu Lasten der (zukünftigen) Bürger.
Institutionen – und Politikerversagen werden immer transparenter.

Wir benötigen mehr (realistischen) Optimismus, eine größere Wertschätzung der Ideen und der Lernprozesse aller Bürger sowie deren Umsetzung im Wettbewerb.
Vor allem eine „Renaissance von politischen Ideen der Aufklärung“ ist notwendig. Die Überlegungen über Volkssouveränität, über Gewaltenteilung und über Freiheit unter dem Recht sollten – in Zeiten der Erosion des Rechtsstaates und des Scheiterns einer „Rechtsunion“ – mehr als bisher öffentlich diskutiert werden.
Haben wir doch den Mut zu „Federalist Papers“!

Religionskritik, warum denn nicht?

Es ist ein grobes Missverständnis, dass die Vernunft gegenüber Glaubenswahrheiten tolerant sein muss; die Vernunft hat nichts zu dulden, was ihren Ansprüchen nicht genügt. Wären die Aufklärer und Religionskritiker, von Voltaire über Feuerbach bis zu Marx, Nietzsche und Freud ähnlich wie wir von der Besorgnis getragen gewesen, nur ja keine religiösen Gefühle zu verletzen, hätte es keine Aufklärung, keine Menschenrechte, keine moderne Lebenswelt gegeben. (K.P.Liessmann)

Das Wort zum Wochenstart

Aufklärung ist der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist die Unfähigkeit, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschliessung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. (Immanuel Kant)

Kant und die Asylantenkrise

Aufklärung ist der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist die Unfähigkeit, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschliessung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. (Immanuel Kant)

Zitat zum Tag

Aufklärung ist der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist die Unfähigkeit, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschliessung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. (Immanuel Kant)

“Die Aufklärung ist am Ende”

……Und der Wunsch nach Unterwerfung ist eine Kraft, die wieder wirksam wird. Die Religion hat dabei die Nase vorn, denn alle anderen Unterwerfungssysteme, Nationalismus, Faschismus, Kommunismus, sind im Abseits der Geschichte gelandet. Sie kommen nicht mehr infrage. Die Aufklärung ist am Ende. Der Humanismus ist tot. Der Laizismus, vor über 100 Jahren erfunden von Politikern, die im Atheismus die Zukunft sahen, ist tot. Die Republik ist tot.” (Der Schriftsteller Michel Houellebecq)