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Kuba, kühl besehen

(PAUL FISCHER) Kuba verfügt in Varadero über den weißesten Strand unseres Planeten, seine Zigarren sind weltberühmt, seine Zuckerrohrfelder Legende. Musik und Tanz aus Kuba beleben unser Dasein. Das karibische Land trauert Ende November 2016 über den Tod ihres 90-jährigen „Maximo Líder“, während das 1959 geflüchtete Bürgertum in Miami auf den Straßen tanzt – immerhin eine satte Million Menschen, obwohl westliche Medien oft nur von „ein paar tausend“ Flüchtlingen damals sprechen.

Fidel Castro ragte aus dem 20. Jahrhundert tief hinein ins 21. Er war eine große charismatische Persönlichkeit – so wie Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin), Adolf Hitler, Josip Dschugaschwili (Stalin), Mao Tse Tung, Kim Il-sung, Ho Tschi Minh, Josip Broz (Tito), Saddam Hussein, Muammar Gaddafi, Pol Pot, Ajatol-lah Ruholla Khomeini, Osama bin Laden, Milosevic, Karadjic und Mladic. Alles Männer mit falschen Visionen und dem unbändigen Drang, ihre Mitmenschen bis unter die Haut zu beherrschen.

Kuba ist heute trotz stringenter Wirtschaftssanktionen der USA wieder Ziel für den Massentourismus und macht der Dominikanischen Republik zunehmend Konkurrenz. Die Gäste sind freilich noch vorwiegend Europäer, denen es egal ist, dass Fidel Castro 1959/60 das gesamte, beträchtliche, Eigentum von Ame-rikanern auf Kuba entschädigungslos enteignete. Aber langsam beginnt man in Nordamerika zu verzeihen und wenn dann wieder Touristenschwärme von dort einfliegen, wird die Romantik der Revolution versiegen. Man wird General Fulgencio Batista wieder schätzen, unter dem Kuba in den Fünfziger Jahren nach Argentinien zum wohlhabendsten Land Lateinamerikas geworden war. Und vielleicht entdeckt man wieder, dass Batista, so wie Castro, als Sozialre-former begonnen hatte, bevor er zum Diktator mutierte.

Drei Päpste besuchten die von Kolumbus 1492 entdeckte Insel und baten die Gottesmutter Maria als die „Barmherzige Jungfrau von el Cobre“ um Schutz der Kubaner vor dem Teufel. Karol Wojtyla aus Polen alias „Johannes Paul II.“ tat dies im Jahr 1998 während einer Messe in Havanna mit 1 Million Menschen, nachdem Castro im November 1996 den Vatikan besucht hatte; Josef Ratzinger aus Bayern tat dies als Papst „Benedikt XVI.“ im März 2012, und zuletzt feierte Mario Bergoglio aus Buenos Aires alias Papst „Franziskus“ im September 2015 mehrere Messen mit den Kubanern. Er traf hier in Havanna im März 2016 auf dem Weg zur Heiligen Mutter Gottes von Guadelupe ( Coatlaxopeuh ) in Ciudad de Mexico übrigens auch Patriarch Kirill Weiterlesen

Lernen Sie Geschichte, Frau Präsidentin!

(ANDREAS UNTERBERGER) Peinlich und skandalös, wie anbiedernd Doris Bures als Bundespräsidentenersatz den verstorbenen kubanischen Langzeitdiktator Fidel Castro bejubelt. Es wird höchste Zeit, dass in der Hofburg ein Präsident einzieht, der bessere Berater und Nachrufschreiber hat. Denn nur weil einer antiamerikanisch gewesen ist und sozialistisch-marxistische Parolen gedroschen hat, Weiterlesen

Und warum kein Hitler-T-Shirt tragen?

“…….Eines meiner politischen Lieblings-T-Shirts zeigt das Konterfei von Adolf Hitler. „Meine Mao und Ché Guevara-T-Shirts sind gerade in der Wäsche“ ist darunter zu lesen. Eine rücksichtlose Abrechnung mit den Dummköpfen, die voller Bewunderung mit der Mao-Fibel oder T-Shirts herumlaufen, die den lächerlichen „Revolutionär“ Ché Guevara zeigen. Massenmörder beide, wenn auch die Opferzahl sich unterscheidet. Wer diese Verbrecher auf dem Hemd trägt, kann auch gleich ein Hitler-T-Shirt anziehen, lautet die Botschaft. Anlässlich des Todes des Unterdrückers und Folterers Fidel Castro könnte man dessen Namen auf dem Shirt ergänzen, postete ich gestern. Und fing mir eine 24-Stunden-Sperre bei Facebook, über die das letzte Wort noch nicht gesprochen wurde…” (hier)

Tod eines Hoffnungsträgers

(WERNER REICHEL) Naja, zumindest „umstritten“ war er für den ORF. Der österreichische Staatsfunk trauert so wie Evo Morales, Doris Bures oder Nicolás Maduro um den verstorbenen kommunistischen Diktator Fidel Castro. Nur am Rande wird in der ZiB 1 angedeutet, dass es in der Biographie dieser „Legende“, dieses „Hoffnungsträgers“ auch ein paar – hüstel, hüstel – nicht ganz so helle Flecken gegeben haben könnte. Das klingt dann so: „Politische Gegner wurden ausgeschaltet.“ Punkt. Das war‘s. Begriffe wie politische Gefangene, Militärdiktatur, Weiterlesen

Was kümmern den Papst die Opfer der Castro-Diktatur?

“The Cuban bishops condemned Communism as “a system which brutally denies the most fundamental rights of the human being.” Pope Francis’ criticisms of the Castro regime were limited to oblique references, a plea for religious freedom for Catholics and general criticisms that could apply to Cuba or any one of a number of other places. He failed to even reiterate his old criticisms of the regime.” (hier)