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Wenn Journalisten “Intoleranz gegenüber Freidenkern” zeigen

“….Viele Journalisten sind getrieben davon, bei den Kollegen gut anzukommen. Sie verhalten sich damit zutiefst unjournalistisch: Sie wollen das Juste Milieu ihrer eigenen Branche bedienen, anstatt nonkonformistisch die andere Seite der Medaille zu beleuchten. Man will der eigenen Crowd gefallen, und das führt zu Herdenverhalten, Mainstream-Denken, Konformismus in der journalistischen Darstellung und immer mehr auch zu Intoleranz gegenüber Freidenkern….” (sehr lesenswert, hier)

“Die Menschen wollen das einfach nicht mehr lesen”

“……Auch Journalisten sind von den gleichen Generationserscheinungen geprägt. Nehmen Sie diese unheilige Nähe von Journalisten zur Politik, den Leitartikel als Politikberatung. Das geht so nicht mehr gut. Die Menschen wollen das einfach nicht mehr lesen. Wir als Journalisten und Arbeitgeber von Journalisten müssen neu denken. Wenn wir das nicht selbst hinbekommen, werden es andere tun. Es gibt da draußen eine ganz neue Journalistengeneration. Und hungrige Digital Native-Verlage. Wir erleben eine neue Gründerzeit…” (Mathias Döpfner, CEO von Axel Springer, hier)

Springer-Chef Döpfner kritisiert politische Korrektheit

“Politiker sagten immer öfter nicht mehr das, was sie dächten. Medien beschrieben immer weniger das, was sei, sondern lieber das, was sein sollte. Die Entwicklung habe die Bürger von der Politik entfremdet. „Immer mehr Menschen haben das Gefühl, die reden nicht mehr für mich, die reden nicht mehr, was sie wirklich meinen, die reden nicht mehr, was ist, sondern die leben irgendwo auf einem anderen Planeten.“ (hier)

Republik, auf gefährlichem Weg

“…..Wenn in dem Land, das vor weniger als achtzig Jahren Millionen von Menschen ermordet hat, nur weil sie Juden waren oder Juden nicht hassen wollten, ein Richter erklärt (oder erklären muss), dass es einer Airline nicht zumutbar sei, jemanden zu befördern, weil er Israeli sei und die Airline dafür in ihrer Heimat Probleme bekommen könnte, ist das schlimm. Dass es darüber keinen Aufschrei der Empörung gibt, ist schlimmer. / mehr

Einfach ehrlich sein!

“Ein internationaler Verleger hat mir berichtet, dass Facebook bei ihm nach Fact-Checkern gefragt hat. Der Verleger antwortete: „Ja, wir haben Fact-Checker – wir nennen sie Journalisten.“ Genau das ist es: Unsere beste Methode, die Leute vom Konsum von Fake News abzubringen, ist, wenn wir authentisch und wahrhaftig berichten. Das ist die Aufgabe von Zeitungen. Und das heißt: Durch gute Recherche die Wahrheit ans Licht bringen und sie veröffentlichen, auch wenn es unbequem ist….” (Springer-CEO Mathis Döpfner, hier)

Gewinnen die Briten durch den Brexit?

(CHRISTIAN ORTNER) Glaubt man der öffentlichen, vor allem aber der veröffentlichten Meinung, so wird der Brexit den Briten ein wirtschaftliches Desaster der Sonderklasse bescheren. Von Rezession, Crash und Arbeitslosigkeit als Folge einer Fehlentscheidung des Souveräns ist da regelmäßig die Rede. Es ist dies freilich die gleiche öffentliche und veröffentlichte Meinung, die etwa seinerzeit den Arabischen Frühling zum Beginn der Demokratisierung und die Zuwanderungswelle der vergangenen zwölf Monate zum segensreichen Import hochqualifizierter Facharbeiter erklärt hat. Die Prognosegenauigkeit dieser veröffentlichten Meinung Weiterlesen

Warum die Briten vom Brexit profitieren werden

“……One of Germany’s most prominent businessmen has said Brexit will be more painful for the rest of Europe than for Britain, and a UK outside of the EU might prove “highly attractive” to foreign investors — in a sharp break with the German consensus on Britain’s post-EU future. Mathias Döpfner, chief executive of Axel Springer, one of Europe’s largest media companies, said Britain was bound to experience short-term pain as a consequence of its June 23 vote to quit the EU, “but in three to five years from now, my bet would be that England will be better off than continental Europe” (weiter hier)