Schlagwörter: Eliten

Welterklärer im Krisenmodus

“….Die Intellektuellen des sozial-progressiven Mainstream laden politische Themen moralisch so sehr auf, bis am Ende zwischen Thema und Meinung kein Spielraum mehr bleibt. Die Entscheidung der Amerikaner und Briten war schlecht, die Entscheidung von Frau Merkel, über eine Million Flüchtlinge ins Land zu lassen, war gut. Die Entscheidung der Österreicher gegen Norbert Hofer war gut, die Entscheidung der Italiener gegen Renzis Verfassungsreform war schlecht. Die politische Einheit Europas ist gut, das Interesse an nationaler Souveränität ist schlecht. Wer die Welt so sieht, wird von der Medienelite zur guten Gesellschaft zugelassen. Alle anderen stehen im Ruf, Populisten zu sein….” (weiter hier)

Kompetenz oder Prominenz

(EUGEN SEMRAU +) Im Herbst 2001 fand in Wien eine spektakuläre Veranstaltung statt, in der unter dem Vorsitz des ehemaligen sowjetischen Ministerpräsidenten Michael Gorbatschow die „Männer des Jahres“ ausgezeichnet wurden. Unter den Preisträgern befand sich auch der Wiener Experimentalphysiker Anton Zeilinger. Wer diese Veranstaltung im ORF verfolgte, konnte in der umfangreichen Berichterstattung zwar die internationale Prominenz von Luciano Pavarotti bis Richard Branson bewundern und zur Kenntnis nehmen, daß Steven Spielberg aus Terrorangst den Flug über den Atlantik gescheut hatte. Über den österreichischen Preisträger Weiterlesen

Elitendämmerung

(JÜRGEN POCK) Sie hat schon vor Trump begonnen. Die Plattenverschiebung in der westlichen Politik. Die Empörung über die abgehobenen Eliten steigert sich kontinuierlich zu einem Aufstand, der mit dem Außenseitersieg Trumps nun einen weiteren heftigen Ruck erhalten hat. Was der Polit-Neuling zuwege bringt, welche Wahlversprechen er gewillt ist, einzulösen und ob seine sanften, fast demütigen Signale nach dem Triumph realpolitische Kompromissbereitschaft vorwegnehmen, Weiterlesen

Wenn die Eliten auf den “Haufen der Erbärmlichen” herabblicken

(THOMAS EPPINGER) In ihrer Blütezeit stand die Sozialdemokratie für zwei zentrale Versprechen: 1. Aufstieg durch Bildung. 2. Euren Kindern wird es einmal besser gehen.
Damals ließen rote Betriebsräte grüne Aktivisten schon mal vom Betriebsgelände prügeln und der Linzer Bürgermeister freute sich über die rauchenden VOEST-Schlote. Im Verständnis dieser Zeit war der in die Luft geblasene Dreck Weiterlesen

Gefangen in der Ideologie des Privilegs

“……Es ist last, but not least eine Elite an die Macht gelangt, die zwar so tut, als ob sie intern streitet, es werden ­theatralische Stellungskämpfe geboten zwischen links und rechts, zwischen Republikanern und Demokraten, ­zwischen Sozialdemokraten und ­Bürgerlichen – doch in den wesentlichen Fragen, die das Volk unten beschäftigen, ist man sich oben gespenstisch einig: Grenzenlose Immigration gilt als gut, Weiterlesen

Wie Afrikas politische Elite ihren Kontinent ausbeutet

(VOLKER SEITZ) Von dem früheren Präsidenten Sambias, Levy Mwanawasa ist der Satz überliefert: „Es ist weder Aids noch Armut, sondern Korruption, die die größte Gefahr für das Volk birgt.“ Ein Zitat, das leider weiterhin Gültigkeit hat. Selbst im „Land der Unbestechlichen“, wie Burkina Faso in deutscher Übersetzung heißt, hat die Korruption in den letzten Jahren um sich gegriffen. Wie überall in Afrika Weiterlesen

Warum wir Eliten brauchen

(MARCUS FRANZ) Ein Gedankenexperiment: Man stelle sich vor, alle Menschen wären in ökonomischer und gesellschaftlicher Hinsicht gleich. Gleiches Einkommen, einheitliche Ernährung, gleiche Kleidung, gleich große Wohnungen, gleiche Autos, gleiche Bildung, einheitliche Freizeitgestaltung usw., einfach alles wäre für alle gleich. Jede Neuerung, Erfindung oder Veränderung käme allen Leuten gleichermaßen zugute. Es gäbe sozio-ökonomisch betrachtet nur völlig gleichgestellte Männer und Frauen, auch die Kinder wären in absolut gleichen Settings zu erziehen. Und um diese Gleichheit aufrechtzuerhalten, wäre der Staat deren oberster Wächter. Abstruse Gedanken? Keineswegs. In abgeschwächter Form Weiterlesen

Warum wir Eliten dringend brauchen

(ANDREAS TÖGEL) Gleichheit, so lautet das Credo aller Linken seit der Französischen Revolution, ebnet den Weg des Menschen auf seinem Weg zum (irdischen) Glück. Mehr Gleichheit = mehr Gerechtigkeit, so die einfache Formel. Diesem haarsträubenden, aber dennoch weitgehend unwidersprochenen Unfug, können sich selbstverständlich auch die Zentralbürokraten der OECD nicht verschließen. Sie beklagen folglich Weiterlesen