Schlagwörter: Etatismus

Das Wort zum Wochenende

Nicht die segensreiche Einrichtung des Marktes, sondern der Missbrauch der Macht, dem immer die Ausschaltung des freien Marktes vorausgehen muss, haben es dahin gebracht, dass die ihrer Anpassungsfähigkeit an den gesellschaftlichen Willen beraubte Wirtschaft immer mehr entartete und dann scheinbar nach immer weiteren planwirtschaftlichen Eingriffen verlangte. (Ludwig Erhard)

Die Herrschaft der wild gewordenen Etatisten

“….Die politische Seuche unserer Zeit ist die pseudo-demokratische Herrschaft eines wildgewordenen Etatismus, dessen man sich durch die Wahl der Volksvertreter kaum noch entledigen kann. Man kann schließlich nur diejenigen wählen, die sich zur Wahl stellen, und die meisten Kandidaten wollen uns leider bevormunden. Sie wollen nicht einfach nur das Volk vertreten, sondern auch (und häufig in erster Linie) die Macht des Staates nutzen, um ihre eigenen Vorstellungen von gutem Leben und guter Gesellschaft durchzusetzen, notfalls auch gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit…” (hier)

Ein Etatist an der Spitze der ÖVP

(G. VETTER)  Eine signifikante Szene aus dem Sommergespräch mit dem neuen ÖVP-Chef Reinhard Mitterlehner : Der ORF brachte zunächst einen kurzen Bericht über eine hausbauende Familie (im traditionellen Sinne: Vatter, Mutter, zwei Kinder). Die Mutter beschwerte sich, dass die Familie zu wenig verdiene, dass sie gerne bei den Kindern bliebe und man sich nicht auf den Staat verlassen könne. Mitterlehner konterte Weiterlesen

Ziemlich aufgeklärte Etatisten sind diese Neos!

(C.O.)  “Ja, wir sind für weitere Privatisierungen. Aber nicht ratzfatz, sondern der Staat soll mit 25 Prozent plus einer Aktie dranbleiben,” sagt Neos-Chef Mathias Strotz in einem “Wirtschaftsblatt”-Interview. Ziemlich aufgeklärter Etatismus, das, immerhin wird ja ein bisschen Privateigentum durchaus zugelassen, solange der Staat im Zweifelsfall ein gewichtiges Wort mitzureden hat. Und dass der Betrieb von Mobiltelefonnetzen, Tankstellenketten oder Personenzügen eine klassische Kernaufgabe des Staates ist, ist geradezu ein unverhandelbares klassisches liberales Dogma. Zumindest, wenn es sich um die hierorts typischen Liberlalaliberalen handelt. Kein Wunder, dass führende Sozialdemokraten hinter vorgehaltener Hand schon von einer nächsten “Großen Koalition” mit den Neos als Mehrheitsbeschaffern fabulieren. Passt schon, irgendwie.

Metastasierende Moralsteuern

(JOHANN KALTENLEITNER) Aus dem schier unerschöpflichen Reservoir von fiskalischen Schikanen, mit dem die in weiten Teilen Europas herrschende Etatistenriege lustvoll ihre Subjekte zu peinigen pflegt, scheint sich rezent eine besonders perfide Spielart des allgemeinen Abgabenfetischismus durchzusetzen, nämlich die vollständige Pervertierung der Natur von Steuern, Weiterlesen

Hurra, jetzt sind wir alle Keynesianer

(ANDREAS TÖGEL) 1971, im selben Jahr, als der damalige US-Präsident Nixon die Bindung des Dollars an das Gold aufkündigte und damit de facto die größte Enteignungsaktion der Weltgeschichte inszenierte (ein Coup, der interessanterweise bis heute keine entsprechende Würdigung erfahren hat!), bekannte er freimütig, „jetzt ein Keynesianer“ zu sein. In der Tat Weiterlesen