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Immer mehr Lenkung, immer weniger Freiheit

(JOSEPH STARGL)  Die Geschichte der Freiheitsidee und der Freiheitsethik sowie die positiven Folgen der liberalen Errungenschaften der europäischen/euro-atlantischen Kultur- und Zivilisationstradition zeigen, dass Privateigentumsrechte Freiheit ermöglichen und fördern.

Die geldpolitisch bewirkten Eigentumseingriffe der Europäischen Zentralbank sind mit einer Verringerung der Kaufkraft des Geldvermögens, mit einer geplanten Änderung von Eigentumswerten, mit einer Enteignung und mit einer beabsichtigten Umverteilung (Begünstigung und Benachteiligung) verbunden. Sie widersprechen sowohl einer Eigentumsgarantie für die Bürger im Rechtsstaat als auch den Freiheitsrechten.

Wir erleben in der Europäischen Union nicht nur einen Freiheitsverlust (und Freiheitsbedrohungen), sondern auch einen Rechtsvertrauensverlust.
Die Bürger in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union erwarten, dass ihnen im Staat und im Staatenverbund durch (supranationale) Institutionen Freiheit gegeben, aber nicht genommen wird.

Die politische Bildung lehrt, dass in einer Freiheitsordnung sowohl der Staat als auch der Staatenverbund freiheitsverpflichtet sind und die Gesellschaft freiheitsberechtigt ist.
Der Europäische Gerichtshof und die Gerichte in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben auch die Aufgabe, das Handeln der Europäischen Zentralbank in den Grenzen des Rechts zu binden. Eine „Rechtsunion“ und ein Rechtsstaat sollten individuelle Freiheitsrechte gewähren und Möglichkeiten zur Verwirklichung von Grundwerten eröffnen.

Es gibt aber nicht nur geldpolitisch bewirkte individuelle Freiheitsverluste. Im supranational und im staatlich gesteuerten Kollektiv wird den Bürgern durch eine paternalistische Politik immer mehr Freiheit genommen.
Wir benötigen eine „Freiheitspolitik“, die die Entwicklung von freien Persönlichkeiten fördert. Die Bürger sollten wieder mehr eigenverantwortliche Freiheit (er)lernen (können), ihre Freiheitswilligkeit/Freiheitsbereitschaft, ihre Freiheitsfähigkeiten sowie ihren Mut zur Selbstbestimmung entwickeln und entfalten können.

Eigenverantwortliche Entscheidungen können Bürger auch überfordern, aber die meisten Bürger sind in der Lage, ihre Angst vor der Freiheit und vor dem Risiko abzulegen, wenn sie in der Gesellschaft, im Staat und im Staatenverbund mehr Ermutigung zu einer Freiheit von Fremdbestimmung und mehr Wertschätzung von Eigenverantwortung erfahren. Freiheitsvertrauen ist eine wesentliche Voraussetzung für eine Selbstbefähigung zur Freiheit.

Bürger, die sich zur eigenverantwortlichen Freiheit qualifizieren und eine ethische Befähigung zu einer individuellen Freiheit entwickeln, um ihr Leben selbst zu gestalten, akzeptieren auch eine „freiheitliche Verschiedenheit“.
In einer liberalen Gesellschaftsordnung dürfen sich die Bürger von anderen (mehr oder weniger freiheitsbegabten) Bürgern unterscheiden und als Gleichberechtigte in einer „Freiheit in Verschiedenheit“ leben. Freiheit bewirkt autonome Individualitäten und Vielfalt in einem System der „Freiheit unter dem Recht“.
Der Rechtsstaat(enverbund) sollte die Bürger nicht (immer mehr) steuern und bevormunden, sondern vor Fremdbestimmung und vor Freiheitsverlusten durch (Geld-)Politik schützen!
Immer mehr supranationale und staatliche Planung und Lenkung hingegen verhindern Freiheit und vernichten Wohlstand.

Zum 1.Mai 2019

(JOSEF STARGL) Während die Sozialisten wie immer am 1. Mai ihre altbackenen Klassenkampfparolen vortragen, ist in der wirklichen Welt die an Geldmengenwachstum und an real negativen Zinsen orientierte Inflationspolitik und „Nullzinspolitik“ der Europäischen Zentralbank das zentrale Instrument zur Aushöhlung und zur Zerstörung der liberalen, bürgerlichen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung Weiterlesen

Kein „Exit“ aus der geldpolitischen Geisterfahrt

Obwohl die historisch beispiellose Geldpolitik der Notenbanken nur „vorübergehend“ sein sollte, beweisen die ihren „Exit“ immer wieder hinausschiebenden Fed und EZB, dass es keinen „Exit“ aus ihrer geldpolitischen Geisterfahrt mehr geben kann. Ein Konjunkturabschwung wird die „Währungs(verfalls)hüter“ zwingen, ihre inflationäre, marktmanipulierende und die Wirtschaft immer schwerer schädigende Geldpolitik abermals zu intensivieren. mehr hier