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Wenn ein Papst Verwirrung stiftet

“…..So berechtigt Franziskus Kritik an gewissen Zeiterscheinungen sein mag, z. B. einem „zügellosen Konsumismus“ , einer bindungslosen „individualistischen Traurigkeit“, so sehr geht die prinzipielle Kritik an der Marktwirtschaft als „Gesetz des Stärkeren“, mit „ausschließender“ Ungleichheit und Produzentin von Gewalt gründlich fehl und kann nur Verwirrung stiften. Es ist ja gerade der freie Tauschvertrag, der die Gewalt ersetzt und die Konsumenten lenken mit jedem Cent, den sie ausgeben, die Produktion….” (hier)

Der Papst im Schulterschluss mit den Linken

(ANDREAS TÖGEL) Das kürzlich herausgegebene Apostolische Schreiben ist nicht das erste Papier, mit dem der Heiligen Stuhl zu Wirtschaftsfragen Stellung bezieht. Das war schon in mehren „Sozialenzykliken“, wie Rerum Novarum (1891), Quadragesimo anno (1931) oder Populorum progressio (1967) der Fall. Keiner seiner Vorgänger allerdings hat das System der freien Marktwirtschaft in derart expliziter Weise attackiert, wie das der amtierende Papst Franziskus eben getan hat. Einige Passagen seines Papiers Weiterlesen

Warum die Armut nicht verschwinden darf

…..Nicht staatliche Organisationen wie die Caritas haben in dieser Frage eine ambivalente Position: Sie fordern mit avancierter antikapitalistischer Rhetorik (der neue Präsident, Michael Landau, agiert auf diesem Feld noch deutlich lustvoller als sein Vorgänger, Franz Küberl) mehr Sozialstaat, wissen aber, wie wichtig auch für sie der statistische Hauptsatz der Armutsdynamik ist: Die Zahl der Armen bleibt immer gleich. Angesichts der gelegentlich brutalen Wettbewerbskultur in diesem Sektor will wohl keiner der Erste sein, der wegen Erfolgs in der Armutsbekämpfung Mitarbeiter auf die Straße setzen muss…..” (hier)

Der Wutbürger im Vatikan

(C.O.) Der unlängst publizierte Text trägt den eleganten Titel “Einige Herausforderungen der Welt von heute” und ist eine der härtesten Abrechnungen mit dem System der freien Marktwirtschaft und der Globalisierung, die seit Ausbruch der Weltfinanzkrise 2007 geschrieben wurden. Da ist die Rede von der “Diktatur einer Wirtschaft ohne Gesicht und ohne ein wirklich menschliches Ziel”, ja gar von “einer Wirtschaft, die tötet”.Während die Einkommen einiger weniger exponentiell steigen, klagt der prominente Autor an, “sind die der Mehrheit immer weiter entfernt vom Wohlstand dieser glücklichen Minderheit”. Es entstehe “…eine neue, unsichtbare, manchmal virtuelle Tyrannei, Weiterlesen