Schlagwörter: Gagen

Europaparlament: Europa im Herzen, die Euros am Konto

(C.O.) Sind 304 Euro eigentlich viel Geld? Kommt drauf an: für einen durchschnittlichen österreichischen Pensionisten oder auch im Prekariat darbenden jungen Menschen eher schon. Für einen der über 700 Abgeordneten des europäischen Parlamentes hingegen ist das eher eine Art Trinkgeld. Denn 304 Euro netto bekommen, wie jüngst die ARD berichtete, die Abgeordneten zusätzlich zum Gehalt für jeden Sitzungstag des Parlaments als „Tagesgeld“. Und zwar nicht nur steuerfrei, sondern auch ohne jede Verpflichtung, über die Verwendung der Gelder Rechenschaft Weiterlesen

Freundschaft, Genosse Spindelegger!

Einkommen über 500.000 jährlich, so hat die Regierung beschlossen, sollen künftig nicht mehr steuerlich absetzbar sein. Warum eigentlich? Eine aufschlussreiche Antwort liefert uns der (erste, mittlerweile redigierte) Ministerialentwurf des Finanzministeriums. Da ist zu lesen: “Das Ziel ist erreicht, wenn im Jahr 2019 die Anzahl der Personen, die Gehälter von jeweils mehr als 500.000 Euro vereinnahmen, gegenüber dem Ausgangswert von 2012 nicht angestiegen ist.” – Interessant, und was kommt nach 2019? Ist dann das Ziel, dass niemand mehr als 100.000 Euro pro Jahr verdient? Oder doch nur 50.000.-? Bisher dachten wir ja, es sei eher erstrebenswert, dass möglichst viele Menschen möglichst viel verdienen, und nicht, dass möglichst viele möglichst wenig verdienen. Aber ein ÖVP-Finanzminister kennt da wahrscheinlich keinen Spaß – Freundschaft, Genosse Spindelegger!

Ansichten eines ORF-Betriebsrates

“ORF-Bashing im Boulevard” beklagt der Zentralbetriebsrat des ORF. Dessen Obmann Gerhard Moser hegt den “durchaus begründeten Verdacht einer Kampagne gegen das Unternehmen und seine Belegschaft”. Dass die Kronen-Zeitung völlig korrekt über die unverschämten Gagen des Staatssenders berichtet hat, nennt Moser nun “höchst seltsame Analysen und Einschätzungen”. Das zu hören wird die Zwangsgebührenzahler ganz sicher besonders freuen. Ganz sicher.