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“Sogar der weltoffene Mensch gerät an seine Grenzen…”

“Ein Nationalstaat darf sich nicht überfordern. Wer sich vorstellt, quasi als imaginierter Vertreter eines Weltbürgertums alle Grenzen des Nationalstaates hinwegzunehmen, überfordert nicht nur die materiellen, territorialen und sozialen Möglichkeiten eines jeden Staates, sondern auch die psychischen Möglichkeiten seiner Bürger. Sogar der weltoffene Mensch gerät an seine Grenzen, wenn sich Entwicklungen vor allem kultureller Art zu schnell und zu umfassend vollziehen.” (Joachim Gauck, deutscher Ex-Bundespräsident, hier)

Sucht euch doch ein neues Volk!

(C.O.) “Das Problem”, meinte der deutsche Bundesspräsident Joachim Gauck im Vorlauf zur Brexit-Volksabstimmung in der ARD, seien derzeit “nicht die Eliten, sondern die Wähler”. Das Problem, lernen wir aus diesem entwaffnend ehrlichen Satz, ist vor allem die unfassbar anmaßende, überhebliche und respektbefreite Haltung, in der seit einiger Zeit angestellte Spitzenfunktionäre des Staates, aber auch große Teile des polit-medialen Komplexes in Westeuropa dem Souverän entgegentreten. Wann immer dieser Souverän in einem demokratischen Entscheid nicht so votiert, wie es den Eliten gefällt, wird dieser Souverän zum imbezilen Vollidioten erklärt, der zu blöd ist, an der richtigen Stelle sein Kreuz zu machen. Wobei die richtige Stelle natürlich die ist, Weiterlesen

Güte-Wettrennen im Pastoren-Milieu

(MARCUS FRANZ) Es gibt ein helles und ein dunkles Deutschland, sagte kürzlich Bundespräsident Gauck . Er meinte damit einerseits die Lichtgestalten der Willkommenskultur und andererseits die finsteren Kritiker derselben, die ihn an dunkle Zeiten erinnern würden.  Eine neue Attitüde der allumfassenden Güte hat die deutsche politische Spitze erfasst. Subsumiert wird diese Güte im Slogan Weiterlesen

Deutscher Bundespräsident verteidigt Neoliberalismus

“…….Gauck beklagte, dass der Begriff Neoliberalismus in Deutschland so negativ besetzt sei, obwohl sich dieser doch gegen den Laissez-faire-Kapitalismus des 19. Jahrhunderts wende. “Ich wünsche mir mehr intellektuelle Redlichkeit – und auch etwas mehr historisches Bewusstsein und Anerkennung für das breite Spektrum des Liberalismus.” (hier)

Nachruf auf ein Begräbnis

(CHRISTOPH AUGNER) Frau Thorning-Schmidt, Herr Obama und Herr Cameron schießen ein Foto von sich selbst. Man kann sicherlich diskutieren, ob ausgerechnet die Trauerfeier von Nelson Mandela dafür geeignet ist, sich eine lustige Zeit zu machen. Interessant ist allerdings, dass die dänische Ministerpräsidentin, der amerikanische Präsident und der britische Premierminister „Zeit hatten“ um nach Südafrika zu kommen.

Für Österreich hingegen konnte leider „aus terminlichen Gründen“ niemand gefunden werden, der den beschwerlichen Weg auf sich genommen hätte. Am Ende konnte sich dann doch der Bundesratspräsident Weiterlesen