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Pensionen: Wenn “Gerechtigkeit” Ungerechtigkeit schafft

(C.O.) Dass 2020 die kleineren Pensionen unter 1.111 Euro wesentlich stärker – nämlich um 3.6% – erhöht werden als größere Renten, dürfte die große Mehrheit der Österreicher als irgendwie “gerecht” empfinden. Den ärmeren mehr zu geben als den besser gestellten, darüber besteht weitgehend Einigkeit, ist “gerecht”.

Man kann das so sehen. Man muß aber nicht. Denn die Höhe einer Pension hängt – ausgenommen die Luxuspensionen bei OeNB & Co. – wesentlich davon ab, wieviel der Ruheständler wie lange eingezahlt hat. Höheres Gehalt und längere Beitragszeiten führen dann eben zu höheren Pensionen. Man kann auch das “gerecht” finden.

Je öfter aber kleine Pensionen stärker erhöht werden als größere, um so kleiner wird dieser Unterschied. Mehr und länger zu arbeiten wird dann immer weniger durch eine entsprechend höhere Rente belohnt. Leistung lohnt sich so immer weniger. Diejenigen, die aus irgend einem Grund mehr verdient haben, werden still enteignet.

Man kann das durchaus “ungerecht” finden, wenn sich mehr Arbeit nicht in angemessen höheren Renten wiederspiegelt.

Der Kevin, der Kapitalismus – und die Gerechtigkeit

“…….Stellen wir die Frage, wie wir künftig leben wollen, nicht unbedingt auf die sozialistischen Träume Kevin Kühnerts und vieler deutscher Journalisten ab, sondern fragen einmal ganz grundsätzlich. Eine erweiterte Fragestellung, die beispielsweise die Migration miteinbezieht, ist sehr hilfreich, wird aber von den Gerechten nicht so gerne gesehen./ mehr

Vorsicht, Gerechtigkeit!

Wir wollen uns von der Verrücktheit nach Gerechtigkeit hüten. Es ist die Maske sozialer Tyrannei. Es erfordert eine übertragene Autorität und ein Vorrecht dieser Autorität. So baut sie eine Burg der Ungerechtigkeit; so dass der Mensch, der sich selbst Gerechtigkeit verschafft, von dem Gesetz der Verwaltung der Gerechigkeit, für schuldig erklärt wird. (James L. Walker)