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Jetzt fix: Staat zockt Selbständige ab

(C.O.) Der steuerliche “Gewinnfreibetrag”, bisher Äquivalent zum steuerschonenden 13./14. Gehalt der Angestellten, wird für gutverdienende Selbständige nun also endgültig de facto weitgehend reduziert, was jeden einzelnen Betroffenen mehrere tausend Euro pro Jahr kosten wird und diese Gruppe steuerlich bei gleichem Einkommen gegenüber Unselbständigen klar benachteiligt.

Jetzt wissen wir, wie die “Gerechtigkeit” der SPÖ und die “Entfesselung” der ÖVP aussieht – und wie die Wirtschaftskammer die Interessen der Selbständigen vertritt: gar nicht.

Die Folgen dieser Abzocke sind klar: Selbständige werden um die paar tausend Euro, die sie heuer mehr Steuer zahlen müssen, eben weniger konsumieren. Die Realwirtschaft wird durch diese Maßnahme nicht gestärkt, sonder geschwächt. So haben wir uns kluge Wirtschaftspolitik immer vorgestellt. Bravo!

Für kleinere Firmen ist das Maß jetzt voll…

“……Zu allem Überfluss will die Regierung nun auch den erst seit Kurzem geltenden Gewinnfreibetrag einschränken. Als wären hohe Lohnnebenkosten, allerlei Steuern, Zoff mit Sozialversicherung und Arbeitsinspektorat, bürokratische Arbeitszeitaufzeichnungen und immer mehr „Beauftragte“, die sich Firmen leisten müssen, nicht genug. Zumindest für kleine Firmen, deren Möglichkeiten für kreative Buchhaltung begrenzt und die Flucht in Steueroasen unmöglich ist, ist das Maß jetzt voll….” (hier)

Gewinnfreibetrag: Wessen Interessen vertritt die Wirtschaftskammer?

Wacht die Wirtschaftskammer langsam auf? Jedenfalls lesen  wir plötzlich auf der WKÖ-Homepage: “Verhandlungen fordert Leitl auch bei der Neuregelung des Gewinnfreibetrages. Hier soll der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag bis 2016 auf Realinvestitionen begrenzt werden. Leitl: „Mir geht es bei diesem Punkt vor allem darum, dass mit einer Neuregelung die grundsätzliche Gleichstellung von Selbständigen und Unselbständigen in Bezug auf ein steuerbegünstigtes 13. Und 14. Einkommen Weiterlesen