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Nie war es so billig, verantwortungslos zu sein

….Der deutsche Staat dagegen freut sich über die Niedrigzinspolitik und will noch einmal richtig zulangen. Eine Anleihe über zwei Milliarden Euro wird der Bund heute auflegen – und schreibt damit Geschichte am Anleihemarkt: Der Zinscoupon wird nämlich bei nur 1,25 Prozent liegen – neuer europäischer Tiefststand. Falls die Bundesrepublik doch noch den Sozialismus ausprobieren möchte, mit kreditfinanzierten Infrastrukturprogrammen und einem imposanten Sozialstaat auf Pump, dann jetzt. Nie war es so billig, verantwortungslos zu sein……” (Gabor Steingart, Chefredakteur des “Handelsblatt”)

Sparen auf französische Art

Die gute Nachricht: Frankreichs Präsident Hollande verspricht die Neuverschuldung 2015 um knapp drei Milliarden Euro zu senken. Die schlechte Nachricht: Diese Gelder kommen nicht durch Einsparung zustande, sondern durch eine nach oben geschraubte Erwartung bei den Steuereinnahmen. Von allen Betrügereien ist der Selbstbetrug die Verwerflichste.” (Gabor Steingart, “Handelsblatt”-Chef)

“Am Ende wird das Vermögen vieler Sparer weniger wert sein….”

“….Fakt ist jedoch, dass die Schuldenstände der Industriestaaten immer weiter steigen und die politische Realität offensichtlich keine substanziellen Kürzungen des Staatshaushaltes zulässt. Wenn sich diese Entwicklung so fortsetzt, wird das Vermögen vieler Sparer und Anleger am Ende deutlich weniger wert sein. Langfristig läuft es darauf hinaus, dass entweder Schulden gestrichen werden, was im Gegenzug zur Streichung von Sparvermögen und Deflation führt, oder Vermögen direkt per Besteuerung oder indirekt durch Inflation enteignet werden…..” (Der österreichische Fondsmanager Ronald Stöferle, hier)

“Weniger EU ist mehr Europa”

“….Wir brauchen die Europäische Union und sollten um sie kämpfen. Aber wir brauchen sie nicht als Bürokratenversorgungsanstalt und Umverteilungsmaschine. Sie sollte bescheidener und schlanker nach innen, aber stärker nach außen, marktwirtschaftsfreundlicher und föderaler werden. Vor allem braucht sie weniger Geld und weniger Planstellen, denn Finanzen und Kompetenzen sind näher bei den Menschen besser aufgehoben. Weniger EU ist mehr Europa….” (Wolfram Weimer, “Handelsblatt“)