Schlagwörter: Liberale

Der liberale Charme der Kleinheit

“…..In weltanschaulichen und wirtschaftsphilosophischen Debatten geht es oft um den Gegensatz von Marktwirtschaft und Planwirtschaft. Dieser Gegensatz ist irreführend. Meine Studenten an der Universität Zürich erhoben regelmässig den Einwand, in unserem Wirtschaftssystem, das bei grosszügiger Interpretation als Marktwirtschaft Weiterlesen

Wort zum Sonntag

“Anständigen im wahren Sinne begegnet man nur unter Menschen, die feste Überzeugungen haben, konservative oder liberale, die so genannten Gemäßigten neigen zu sehr zu Belohnungen, Beihilfen, Kreuzen, Gehaltszulagen.” – Anton Tschechow, Notizbücher

Was ist liberal?

Das Wesen der liberalen Anschauungsweise liegt nicht so sehr in den Meinungen, die vertreten werden, als in der Art und Weise, wie sie vertreten werden. Nicht dogmatisch, sondern mit dem Bewußtsein, daß neues Beweismaterial zu ihrer Aufgabe führen kann (Bertrand Russel)

Eine kleine Sonntagspredigt

Dumont ist eben ein gemäßigter Liberaler, wie es alle vernünftigen Leute sind und sein sollen und wie ich selber es bin und in welchem Sinne zu wirken ich während eines langen Lebens mich bemüht habe. Der wahre Liberale sucht mit den Mitteln, die ihm Gebote stehen, so viel Gutes zu bewirken, als er nur immer kann; aber er hütet sich, die oft unvermeidlichen Mängel sogleich mit Feuer und Schwert vertilgen zu wollen. Er ist bemüht, durch ein kluges Fortschreiten die öffentlichen Gebrechen nach und nach zu verdrängen, ohne durch gewaltsame Maßregeln zugleich ebenso viel Gutes mit zu verderben. Er begnügt sich in dieser steht unvollkommenen Welt so lange mit dem Guten, bis ihn, das Bessere zu erreichen, Zeit und Umstände begünstigen.

Goethe zu Johann Peter Eckermann am Mittwoch, den 3. Februar 1830

Zitat zum Tag

“Anständigen im wahren Sinne begegnet man nur unter Menschen, die feste Überzeugungen haben, konservative oder liberale, die so genannten Gemäßigten neigen zu sehr zu Belohnungen, Beihilfen, Kreuzen, Gehaltszulagen.” – (Anton Tschechow, Notizbücher)

Paris v. Berlin – zwei ökonomische Glaubenswelten

“Deutschland und Frankreich stehen heute für verschiedene Wirtschaftsmodelle in Europa. Das ist besonders während der Euro-Krise deutlich geworden. Das deutsche Modell steht heute in den Augen der europäischen Öffentlichkeit für Fiskalkonservatismus, Legalismus und Geldwertstabilität. Das heißt, die Deutschen pochen auf Sparanstrengungen in der Euro-Zone, auf die Einhaltung von geschlossenen Verträgen und darauf, dass die Währungsstabilität das wichtigste Ziel der Geldpolitik sein soll.Der in andere Sprachen schwer zu übersetzende Begriff „Ordnungspolitik“ spielt dabei eine zentrale Rolle. Demnach soll der Staat einen verlässlichen rechtlichen Rahmen vorgeben, in dem sich der Wettbewerb entfaltet. Der Staat soll aber nicht selbst Spieler sein und der Wirtschaft Pläne und Ziele vorgeben. Deutschland mag diesen Ansprüchen Weiterlesen