Schlagwörter: Liberalismus

“Die Pflege von Lebenslügen steht im Fokus der Politik”

Der Wiener Historiker Lothar Höbelt war im Club Unabhängiger Liberaler zu Gast. Thema: Liberalismus und Parteienlandschaft in Österreich. Andreas Tögel hat die wesemtlichsten Inhalte notiert. Das Grundproblem des parteipolitisch organisierten Liberalismus in Österreich lautet: Wer eine Partei gründet, möchte etwas vom Staat haben. Die einen fordern günstige Wohnungen und sichere Jobs, a Weiterlesen

Wo Zwang zur liberalen Notwendigkeit wird

“Auch liberal Denkende werden da wohl zu keinem anderen Schluss kommen können als den, die Freiheit der Raucher weiter zu begrenzen. Alles andere hieße, die Vernunft dem Dogma zu opfern. Und das ist sogar in der liberalen Erscheinungsform nicht sehr sympathisch. Sollte die neue Bundesregierung, was wir gerne glauben wollen, es also ernst meinen mit dem Zurückgewinnen von Freiheitsräumen für die Bürger dieses überregulierten und unterliberalisierten Landes, dann hätten sich wohl lohnendere Ziele finden lassen als die Freiheit, bei Tisch zu rauchen…” (weiter hier)

Was Liberale wirklich wollen

“Der Liberalismus […] sieht die Hauptaufgabe in der Beschränkung der Zwangsgewalt jeder Regierung, sei sie demokratisch oder nicht; der dogmatische Demokrat dagegen kennt nur eine Beschränkung der Staatsgewalt und das ist die Meinung der jeweiligen Majorität.” – (Friedrich August von Hayek)

Goethe und der Liberalismus

Dumont ist eben ein gemäßigter Liberaler, wie es alle vernünftigen Leute sind und sein sollen und wie ich selber es bin und in welchem Sinne zu wirken ich während eines langen Lebens mich bemüht habe. Der wahre Liberale sucht mit den Mitteln, die ihm Gebote stehen, so viel Gutes zu bewirken, als er nur immer kann; aber er hütet sich, die oft unvermeidlichen Mängel sogleich mit Feuer und Schwert vertilgen zu wollen. Er ist bemüht, durch ein kluges Fortschreiten die öffentlichen Gebrechen nach und nach zu verdrängen, ohne durch gewaltsame Maßregeln zugleich ebenso viel Gutes mit zu verderben. Er begnügt sich in dieser steht unvollkommenen Welt so lange mit dem Guten, bis ihn, das Bessere zu erreichen, Zeit und Umstände begünstigen.
(Goethe zu Johann Peter Eckermann am Mittwoch, den 3. Februar 1830)

Das Wort zum Wochenstart

… Liberalismus ist also unvereinbar mit unbeschränkter Demokratie, genauso wie mit jeder anderen unbeschränkten Macht … Obwohl also die konsequente Anwendung liberaler Prinzipien zur Demokratie führt, wird die Demokratie den Liberalismus nur dann und nur solange bewahren, wie die Mehrheit ihre Macht nicht dazu mißbraucht, ihren Anhängern besondere Vorteile zu verschaffen, die nicht allen Bürgern gleichermaßen geboten werden können. (Friedrich August von Hayek)

Eine kleine Sonntagspredigt

Besonders aufschlussreich aber ist die Beobachtung, dass alle totalitären Bewegungen unserer Zeit mit sicherem Blick im Liberalismus ihren eigentlichen Gegenpol erkannt und keinen Augenblick aufgehört haben, mit Gewalt, Verleumdung und Beschimpfung gegen ihn Krieg bis aufs Messer zu führen. Auf der ständigen Suche nach irgendeiner Erfolg versprechenden Wendung haben die modernen Tyrannen – mögen sie sich nun faschistisch, nationalsozialistisch oder kommunistisch nennen – alle Maskenkostüme ausprobiert. Sie haben uns versichert, dass sie sozialistisch oder demokratisch oder nationalistisch oder romantisch-korporativistisch oder was sonst immer seien. Ja, sie haben zuzeiten den Zynismus so weit getrieben, dass sie sogar dem Christentum Reverenz erwiesen. Aber sie haben sich gehütet, jemals dem Liberalismus den Hof zu machen. (Wilhelm Röpke)

Sozialstaat als Neidmaschine

Der Wohlfahrtsstaat von heute ist nicht ein bloßer Ausbau der alten Einrichtungen des Sozialversicherung und Sozialfürsorge, wie sie z.B. in Deutschland durch Bismarck geschaffen worden waren. Er ist inzwischen in immer mehr Ländern zu einem Instrument der sozialen Revolution geworden, deren Ziel die möglichst vollkommene Gleichheit der Einkommen und Vermögen ist, und damit [ist] an die Stelle des Mitgefühls der Neid als das beherrschende Motiv getreten. (Wilhelm Röpke)