Schlagwörter: Liessmann

Religionskritik, warum denn nicht?

Es ist ein grobes Missverständnis, dass die Vernunft gegenüber Glaubenswahrheiten tolerant sein muss; die Vernunft hat nichts zu dulden, was ihren Ansprüchen nicht genügt. Wären die Aufklärer und Religionskritiker, von Voltaire über Feuerbach bis zu Marx, Nietzsche und Freud ähnlich wie wir von der Besorgnis getragen gewesen, nur ja keine religiösen Gefühle zu verletzen, hätte es keine Aufklärung, keine Menschenrechte, keine moderne Lebenswelt gegeben. (K.P.Liessmann)

Des Wählers Wille

“….Dass die FPÖ mit ihrer chauvinistischen und xenophoben Rhetorik genau jene Wählerschichten erreicht, die sich von der herrschenden Politik ebenso wenig angesprochen fühlen wie vom Vokabular und von den Attitüden der Meinungseliten, ist allerdings nichts Neues. Neu ist, dass mit diesen Ressentiments die Hälfte der Wähler mobilisiert werden konnte. So viele ungebildete Männer gibt es nicht einmal in Österreich. Hier würde es sich doch lohnen, ein wenig genauer hinzuschauen. Gespalten ist das Land deshalb aber nicht. Es hat sich nur ein bisschen Weiterlesen