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Wenn Politiker heiliggesprochen werden

(C.O.) Es war ein bemerkenswerter Augenblick, als die 631 deutschen Bundestagsabgeordneten und die Regierung vor der Kanzlerwahl Anfang der Woche einige Schweigeminuten für Nelson Mandela einlegten. Dass Europas mächtigstes Parlament just in diesem Moment einen ausländischen Staatsmann so ehrt, ist selten. An Emotionalität noch übertroffen wurde das von Barack Obamas Weiterlesen

Die dunkle Seite der Wende in Südafrika

“……Pieter Vermooten ist eines von mehr als 3.000 Opfern, die seit 1991 auf den Bauernhöfen Südafrikas ermordet wurden, seit dem Beginn der demokratischen Reformen, die das Ende der Apartheid besiegelten. Unter den Toten sind schwarze Farmarbeiter, Hausangestellte und Familienangehörige, vor allem aber weiße Farmer, insgesamt sollen es nahezu 1.900 sein…..” (Interessante Reportage in der “Zeit“)

Eine etwas andere Sicht auf Nelson Mandela

“….In den Nachrufen und Betrachtungen zu Nelson Mandela wird weithin ausgeblendet, dass das südafrikanische Apartheid-­Regime vor allem deshalb so lange überlebte, weil Mandelas marxistischer African National Congress (ANC) mit der Sowjetunion im Bunde stand. Die weissen Südafrikaner und der Westen konnten sich nicht sicher sein, was passieren würde, wenn die Schwarzen an die Macht gelangten. Würde ein sowjetischer Satellitenstaat…” (Sehr interessante Analyse in der “Weltwoche“)

Nachruf auf ein Begräbnis

(CHRISTOPH AUGNER) Frau Thorning-Schmidt, Herr Obama und Herr Cameron schießen ein Foto von sich selbst. Man kann sicherlich diskutieren, ob ausgerechnet die Trauerfeier von Nelson Mandela dafür geeignet ist, sich eine lustige Zeit zu machen. Interessant ist allerdings, dass die dänische Ministerpräsidentin, der amerikanische Präsident und der britische Premierminister „Zeit hatten“ um nach Südafrika zu kommen.

Für Österreich hingegen konnte leider „aus terminlichen Gründen“ niemand gefunden werden, der den beschwerlichen Weg auf sich genommen hätte. Am Ende konnte sich dann doch der Bundesratspräsident Weiterlesen

Aussenpolitische Profis am Werk

Dass die Republik Österreich nicht Heinz Fischer zu den Trauerfeierlichkeiten für Nelson Mandela nach Südafrika entsandt hat, kann man ja noch irgendwie als Akt der Pietät verstehen. Aber dass dann auch noch der nach Soweto gereiste Bundesratspräsident es aus Zeitgründen nicht schafft, an dem Festakt teilzunehmen, das hat schon  etwas ganz Besonderes.