Schlagwörter: Marcus Franz

Die Farce als Tragödie

(MARCUS FRANZ) “Geschichte wiederholt sich”, stellte der Philosoph Georg Friedrich Hegel einmal fest. Karl Marx fügte später hinzu: “Einmal als Tragödie, das zweite Mal als Farce.” Beim gegenwärtigen Drama der Migrationskrise weiß man noch nicht ganz genau, was am Ende herauskommen wird – vermutlich aber eine Mischung von beidem. Es steht nämlich zu befürchten, dass die aktuelle Farce Weiterlesen

Das Sakrament des Wahlrechts

(MARCUS FRANZ) Die Demokratie ist das sakrale Dogma in unserem Zeitalter des Profanen. Sie erfährt von allen Seiten nur Huldigungen, weil sie in unserer säkularen Welt ein Surrogat des Heiligen ist und somit die einzige unantastbare Regierungsform darstellt. Ihr wichtigstes Sakrament ist das Wahlrecht. Man bekommt dieses Sakrament, Weiterlesen

Parlamentarismus 2.0

(MARCUS FRANZ) Der österreichische Parlamentarismus hat zwar Tradition, er ist aber keineswegs so wirksam und ausgereift, wie er es sein könnte. Das Parlament als Legislative ist nominell die gesetzgebende Institution, de facto werden die Gesetze jedoch dort nur beschlossen – will heißen: durchgewunken. Gemacht im eigentlichen Sinne werden sie gemäß der sogenannten österreichischen Realverfassung von der Exekutive – also von Weiterlesen

EU am Abgrund

(MARCUS FRANZ)  Der Brexit hat die obersten EU-Vertreter ziemlich alt aussehen lassen. Und das Schlimme dran ist, dass die Damen und Herren in Brüssel anscheinend gar nicht verstehen (wollen/können?), wie sehr ihnen jetzt der Hut brennt. Trotzige Kinder reagieren ähnlich unreif wie Juncker und Co auf das britische Votum: Statt zu sagen, OK, da läuft etwas verdammt schief in Brüssel und der Brexit ist ein sofort umzusetzender Handlungsauftrag, versteifen sie sich auf die Rolle der Bewahrer Weiterlesen

Linksrethorik 2.0

(von MARCUS FRANZ) Die Linken sind auf allen Ebenen in den Argumentationsnotstand geraten, sie müssen daher zu den letzten verfügbaren Tricks der Rhetorik-Kiste greifen: Wer in einer politischen Debatte argumentativ nicht mehr weiter weiß, muss seinen Gegner persönlich attackieren, ihn diffamieren und möglichst fest anpatzen – das ist seine letzte Chance. Und diese Chance zu nützen, Weiterlesen

Wer keine Völkerwanderung will, braucht eine Therapie

(MARCUS FRANZ) Die exakte Verwendung von sprachlichen Begriffen wird paradoxerweise gerade jetzt, im Kommunikationszeitalter, immer seltener. Dieses Phänomen ist in Anbetracht der zunehmend härter geführten politischen Debatten ein echtes Problem, weil es die Diskursqualität genau in jenem Maße verschlechtert, in welchem es das immer und überall vorhandene und grundsätzlich durch Spracharmut gekennzeichnete Ressentiment verschärft. In den Medien wie auch in der Politik ist die herrschende Begriffs-Verschluderung naturgemäß Weiterlesen

Gewalt ist nicht Gewalt

(MARCUS FRANZ) Wenn Demonstrationen von sogenannten “Linksaktivisten” stattfinden, kommt es immer wieder zu Ausschreitungen und zu Gewalttaten. Zuletzt geschah das vergangenes Wochenende am Brenner-Pass. Die Medien berichten natürlich hautnah und gerne über solche Vorkommnisse. Auffällig bei der Berichterstattung über linksextreme Demonstrationen ist aber oft eine fast noble Zurückhaltung in der Benennung dessen, was bei linksradikalen Protestaktionen gar nicht selten real geschieht: Die Ausübung krimineller Gewalt und der gezielte Angriff Weiterlesen

Warum es richtig ist, die Asyl-Gesetze zu verschärfen

(MARCUS FRANZ) Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz, Amnesty International, Samariterbund und Volkshilfe (also die führenden NGOs Österreichs) haben am 15. April des Jahres allen Nationalrats-Abgeordneten einen Brief geschrieben, in dem sie das eindringliche Ersuchen äußern, keinesfalls den geplanten Verschärfungen im Asylrecht zuzustimmen.
Die Begründung und die Motivation des Schreibens: Die Neuerungen würden aus Sicht der NGOs elementare Grundrechte gefährden und das Asylrecht aushebeln.
Als Abgeordneter macht man sich natürlich Gedanken, wenn Hilfsorganisationen ihre Sorge über Gesetzesänderungen an das Parlament herantragen. Und freilich ist es das Recht und die Pflicht von helfenden Institutionen, neue Gesetze rein aus der Warte des Hilfeleistenden zu betrachten. Generell darf ich an dieser Stelle Weiterlesen

Mutter sein darf nicht Altersarmut bedeuten

(von MARCUS FRANZ)  Der Feminismus hat den Frauen eine neue „Freiheit“ gebracht: Sie müssen heute nicht mehr nur die Kinder gebären und erziehen, sondern sie können neben den traditionellen familienbezogenen Tätigkeiten auch noch arbeiten gehen oder auf Familie und Nachwuchs verzichten und sich überhaupt nur dem Beruf widmen. Viele Frauen sehen das als Fortschritt, denn in der veröffentlichten Meinung und gemäß der political correctness gilt, dass erst eine flächendeckende Berufstätigkeit die Frau unabhängig macht und ihr die Selbstverwirklichung Weiterlesen