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Das Paradoxe am EU-Nationalismus

(LUKE LAMETTA) “Nationalist” ist heute jeder, der mehr als nur einen einzigen XXL-Superstaat für schlanke 500 Millionen seiner Insassen, den lebenden Blutkonserven, aus Einsicht in die eigene Fehlbarkeit, also aus Veto-, und Systemwettbewerbsgründen, wünschenswert findet.

“Kein Nationalist” dagegen ist heute jeder, der souveräne Vielfalt und vaterländischen Pluralismus ausrotten möchte, der ein geradezu erotisches Verhältnis zur eigens geschaffenen Hymne und dem blauem Fahnenappell bei jeder Gelegenheit hat, und der schon allein deshalb “kein Nationalist” sein kann, weil er “mit Europa” doch “endlich ein Gegengewicht” [sic] zu China, Russland oder den USA schaffen will. Ahso.

Es geht natürlich nicht um Antinationalismus, ging es noch nie. Es geht um mehr Macht für die einzelnen Politiker eines fuffzehn Nummern größeren Nationalismus. Und weil keiner mehr den großen konservativ-liberalen Europäer Wilhelm Röpke liest, Service: “Europäismus kann (…) auch die gefährliche Tendenz eines abschließenden Kontinentalismus bedeuten, der die Überheblichkeit, Unduldsamkeit und Feindlichkeit des Nationalismus auf eine höhere geographische Stufe überträgt.” Und: Sie geben sich btw keinerlei Mühe damit, das irgendwie zu verheimlichen. “The rationale for Europe today is not peace; it is power.” Wer wars? Tony Blair.

Nationalismus, gestern und heute

(LUKE LAMETTA) Nationalismus, früher mal so: Fahne, Volk und Vaterland. Gemeinnutz vor Eigennutz. Du bist Deutschland. Das Wir zählt. Das Wir gewinnt. Das Wir entscheidet. Aggressiver Kollektivismus. Militarisiertes Machtstreben qua Überhöhung der nationalen Identität. Im Extremfall Vertreibung, Angriffskriege, Vernichtung ethnischer und andere Minderheiten. Uswusf., duunkle Kapiteel, Unaussprechlicher Innviertler, Weiterlesen

Willkommen in der Entglobalisierung

“……In the immediate aftermath of the 2008 global financial crisis, policymakers’ success in preventing the Great Recession from turning into Great Depression II held in check demands for protectionist and inward-looking measures. But now the backlash against globalization – and the freer movement of goods, services, capital, labor, and technology that came with it – has arrived.”