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Notenbanken -Totengräber der Marktwirtschaft

“Auf den ersten Blick besteht kein Zweifel daran, dass wir uns in einem Wirtschaftssystem befinden, was näher an der Marktwirtschaft als am Sozialismus ist. Zwar hat der Staat einen übermäßigen Einfluss auf die Wirtschaft und hat immer wieder gezeigt, dass er den natürlichen Gang der marktwirtschaftlichen Prozesse verhindern möchte. Letztes Beispiel ist der Überbrückungskredit für Air Berlin verbunden mit dem gesteuerten Prozess der Zerschlagung im Interesse des führenden nationalen Spielers. Da aber alle Länder so handeln, wäre es töricht, wenn Deutschland da nicht mitspielte. Vielleicht sollten wir sogar aktiver werden, gerade auch mit der Begrenzung der Übernahmen aus anderen Ländern. Seit Beginn der Finanzkrise vor zehn Jahren – die ich, wie regelmäßige Leser meiner Kolumnen wissen, keineswegs für überwunden halte – hat eine Entwicklung eingesetzt, die diese Wirkungsmechanismen zunehmend außer Kraft setzt. Verantwortlich sind die Notenbanken, die mit ihren Handlungen die Marktwirtschaft retten wollen, sich aber auf dem besten Weg befinden, deren Totengräber zu sein…..” (hier)

Das Totalversagen der Notenbanken

“Dieses Versagen der Notenbanken wird immer offensichtlicher. Zugleich haben sie sich in eine ausweglose Situation manövriert. Denn die tiefen Zinsen heute machen perspektivisch noch tiefere Zinsen morgen nötig, um den Schuldenturm vor dem Einsturz zu bewahren. Die Zinsen sind schon nahe den historischen Tiefstständen und es gibt nur noch wenig Luft nach unten.Sollte es – aus welchem Grund auch immer – wieder zu Einbrüchen an den Börsen und dann in der Realwirtschaft kommen, haben die Notenbanken fast keine Munition mehr…..” (hier)

Notenbanken: Die Nerven liegen blank

“….Prominente Notenbanker trafen sich diese Woche in Sintra, um über geldpolitische Fragen zu diskutieren. Zwei von ihnen, die Chefs der EZB und der Bank of England, referierten über die schwierige Exit-Strategie aus der äusserst expansiven Geldpolitik und lösten an den Finanzmärkten ein mittleres Beben aus. Die Zinsen stiegen, Aktien- und Anleihenkurse fielen. Tags darauf informierte die EZB, dass die Märkte alles missverstanden hätten. Man werde sehr behutsam vorgehen. Die EZB brach damit ein Tabu, wonach sie nie Marktreaktionen kommentiere. Aber die Nerven liegen blank….” (hier)

“Dann haben wir ein ernsthaftes Problem”

“…..Sagen wir es mal so: Wenn jetzt erneut aus irgendeiner Ecke ein neues Problem für die Weltwirtschaft auftaucht — zum Beispiel, wenn Donald Trump durch seinen Protektionismus eine Weltwirtschaftskrise auslöst — werden wir ein ernstes Problem haben. Denn die Notenbanken haben keinerlei Munition mehr: Sie können die Zinsen nicht mehr weiter senken……” (hier)

Der irre Kurs der Notenbanken

“……Wir sehen gerade zu, wie große Notenbanken mittels aus Luft geschöpfter Milliarden mit einer De-facto-Reverstaatlichungswelle beginnen, und müssen außerdem beobachten, wie die Institutionen, die die Währungsstabilität absichern sollen, zu Bad Banks für uneinbringliche Staatsverbindlichkeiten umgebaut werden. Wenn da nicht bald an Ausstieg gedacht wird, werden wir die Neutralisierung dieser Staatsschulden ohnehin erleben. Allerdings weniger sanft als vielmehr durch das Vergraben von Staatsschulden in den endlos aufblasbaren Bilanzen der Notenbanken…..” (hier)

Nobelpreisträger: Die EZB als Pornoladen

“Everyday we read headlines on what the central banks are doing. But their policies don’t have any effect. They are just like treading water. All the central banks are doing is substituting one form of debt with another form of debt. They’re issuing short term debt and using it to buy long term debt. In finance, we tend to think that’s a neutral activity, even though those stimulus programs are huge. So basically, I think it means the business of central banks is like pornography: It’s not the real thing….” (hier)

Notenbanken vor dem Endspiel?

“….Das staunende Publikum wurde Zeuge, wie gigantische Wertpapierkaufprogramme (harmlos QE, Quantitative Easing, genannt), staatlich administrierte Null- und Negativzinsen und die offene Abwertung von Währungen zum normalen Handwerkszeug vieler Notenbanken geworden sind. Zentralbankpolitik, lange Zeit ein seriöses Handwerk mit klaren Regeln, mutierte zum Spielfeld für geldpolitisches Voodoo…..” (hier)

Jetzt platzt die Blase aller Blasen – der Glaube an den Staat

“…..Das derzeitige Börsenbeben hat andere Ursachen: Der Glaube an die allmächtigen Fähigkeiten staatlicher Wirtschaftspolitik schwindet. Denn darauf fußte die Börsenstory seit vielen Jahren: Was auch geschehen mochte, im Zweifel würden die Staaten – vor allem in Gestalt ihrer Notenbanken – schon bereitstehen: Sie würden die Lage stabilisieren und die Kurse wieder nach oben hieven. So wurden schlechte Nachrichten zu guten: Negative Wirtschaftsmeldungen sorgten immer wieder für Kurssprünge – in freudiger Erwartung weiterer staatlicher Finanzspritzen. Doch diese Story ist kaum noch vereinbar mit der Realität…..” (hier)

Die erste Notenbank-getriebene Rezession

“……So the best thing central banks can do to promote growth is to cut interest rates to zero or even lower. That can work for a little while. But now it’s creating a global recession because of all the excess capacities. Even if it doesn’t cost to build a new plant or drill new wells, when demand dries up you’re not making a profit. So even if interest rates are at zero you’re still losing money and you have debt on top of it. That’s why I say: Welcome to the first global recession created by central banks.” (hier)

Wenn Notenbanken Aderlass betreiben

“Seit 2008 arbeiten die Zentralbanken fleißig daran, die Zinssätze nach unten zu drücken, um Wachstum voranzutreiben. Dies führte zu Fehlinvestitionen in fast allen Anlageklassen. Ein Beispiel: Jetzt, wo die Ölpreise unter 50 US-Dollar liegen (Tendenz sinkend), ist die Schieferöl-Industrie – genau wie die Bankenindustrie, die ihr mehr als eine Billion US-Dollar geliehen hat – in ernsthaften Schwierigkeiten.
Natürlich sind Ökonomen und eine fehlerhafte Wirtschaftstheorie für das, was noch passieren wird, zu einhundert Prozent verantwortlich. Der Berufsökonom heute gleicht dem Arzt in der Vergangenheit, bei dem die Heilmethode des Aderlasses als angesehene Medizin galt; das Heilmittel ist aber offensichtlich sehr viel schlimmer als die Krankheit….” (hier)