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Wer sind hier die wahren Barbaren?

Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles Rund 200 Jahre ist es her, dass der deutsche Dichterfürst Goethe in seinem Faust, der Tragödie erstem Teil, Margarete diesen Satz in den Mund legte. Goethe geht in seinem grandiosen Stück aber noch weiter, indem er Papiergeld als das vorführt, was es in Wahrheit ist: Ein probates Mittel zur Ausplünderung der Untertanen durch die Regierenden. Ungedecktes Papiergeld bedeutet eine Fortsetzung und das Produkt magischer Alchemie. Aus Wertlosem,

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Der Nationalbanker als Blüten-Experte

Als “Scheinblüte” bezeichnete OeNB-Chef Ewald Nowotny gestern Abend (bei einer Diskussion der NZZ.at) jenen Boom, der nach der Einführung des Euro und der damit verbundenen (zu) niedrigen Zinsen in Griechenland ausgebrochen war. Damit hat Nowotny recht, aber jetzt stellt sich natürlich die Fragen: wie ist dann bitte jenes Wirtschaftswachstum zu qualifizieren, dass die EZB mit (zu) niedrigen Zinsen in der Eurozone herbeiführen will? Kleiner Tip: die richtige Antwort beginnt mit “S”.

“Zeit, an eine 3.Republik zu denken”

“…….Wer erinnert sich noch, wie sehr man sich auch in Österreich darüber alterierte, dass sich der wie ein Diktator gebärdende ungarische Regierungschef Viktor Orbán den Zentralbankchef absetzte, weil dieser sich nicht als Erfüllungsgehilfe der Regierung hergeben wollte. Notenbanken müssen unabhängig sein, tönte es auch aus der Metropole etwas weiter donauaufwärts. Nun, der einzige Unterschied zwischen der politischen Abhängigkeit der Notenbanken Österreichs und Ungarns von den jeweiligen Regierungen Weiterlesen

Herrn Nowotnys Logik: Schwache Währung, gute Währung

(C.O.) Der schwächere Euro lässt nach Einschätzung von OeNB-Chef Ewald Nowotny auf ein stärkeres Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone im kommenden Jahr hoffen. Außerdem trage er dazu bei, die Gefahr einer zu niedrigen Inflation zu dämmen, sagte er in Washington am Rande der Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. – Na klar, schwache Währungen haben schon immer für Wohlstand gesorgt, deshalb sind ja jahrzehntelang Italien oder Frankreich mit ihren schwachen Währungen steinreich geworden, während die Deutschen mit ihrer starken D-Mark immer mehr verarmten und schließlich hungern mussten. Und sehr beruhigend ist, dass die Notenbank nicht etwa auf die Stabilität des Geldes achtet, sondern vor den Gefahren “einer zu geringen Inflation” warnt. Wäre ja noch schöner, wenn der Wert der Ersparnisse der Menschen erhalten bliebe.

Nationalbank: Mr. Ewald und Dr. Nowotny

(A. UNTERBERGER) Jeder Österreicher weiß noch, wie sehr Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny in allererster Reihe als Apologet des Hypo-Gesetzesentwurfs dieser Regierung aufgetreten ist. Diese Auftritte sind ja noch nicht so lange her. Jetzt aber hat nicht nur S+P, sondern auch Moodys zahlreiche österreichische Banken abgewertet, weil Weiterlesen

Wer solide wirtschaftet, hat keine Angst vor Deflation

(A. TÖGEL) Angesichts der von Politik und Notenbanken unentwegt gestreuten Gerüchte über die behaupteten Gefahren einer Deflation, sah sich die liberale Denkfabrik Agenda Austria veranlasst, unter obigem Titel eine prominent besetzte Podiumsdiskussion zu diesem Thema auszurichten. Unter der Moderation der Ökonomin Agnes Streissler-Führer debattierten Ewald Nowotny, Gouverneur der Österreichischen Nationalbank, Christian Gattiker, Chefstratege und Head of Research der Schweizer Julius Bär Bank und Michael von Prollius, Publizist und Weiterlesen

EZB: Österreich verliert teilweise sein Stimmrecht

Österreich wird ab 2015 im EZB-Rat, dem obersten Entscheidungsgremium der Europäischen Zentralbank, zeitweise kein Stimmrecht mehr haben. Denn ab dem kommenden Jahr ändert sich der Abstimmungsmodus in dieser extrem wichtigen Institution. Es wird nicht mehr wie bisher jedes Mitgiedsland der Euro-Zone bei jeder Abstimmung über eine Stimme verfügen, sondern ein sogenanntes Rotationsprinzip eingeführt. Österreich wird daher nur noch in rund 4 von 5 Sitzungen über ein Stimmrecht verfügen. “Gouverneur Dr. Nowotny wird daher nach einem bestimmten Muster zwar Sitz im Rat haben, aber kein Stimmrecht,” bestätigt Nationalbank-Sprecher Christian Gutlederer.            Da auch Deutschland nicht mehr in allen Sitzungen stimmberechtigt sein wird, kann künftig die Situation eintreten, dass im Falle einer neuen Eurokrise weder die Deutsche Bundesbank noch die Oersterreichische Nationalbank bei der entscheidenden Sitzung stimmberechtigt sind. Noch im Dezember 2012 hatte OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny gemeint: „Gleichzeitig muss ich aber sagen, dass ich mir keine EZB vorstellen kann, in der Deutschland – wenn auch nur für kurze Zeit – kein Stimmrecht hat“.

Gestatten, mein Name ist Hase, ich bin Chef der Nationalbank

(C.O.)  Wer in Ländern wie Aserbaidschan oder Syrien mit dem Staat Geschäfte machen will, der kommt um die Zahlung nützlicher Abgaben, wie die Schweizer das so nett umschreiben, unter keinen – und zwar wirklich keinen – Umständen herum. Um das nicht zu wissen, muss man die vergangenen 50 Jahre schockgefroren in einer fest verschlossenen Tiefkühltruhe verbracht haben. Der einzige Mensch im bewohnbaren Teil des Sonnensystems, dem das so nicht klar sein dürfte, ist Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny. Vor Gericht gab er an, Weiterlesen

Danke, Herr Gouverneur Nowotny, verarschen können wir uns selber!

(C.O.) Dass er über ein feines Gespür für subtile Ironie verfügt, bewies OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny jüngst in der “Pressestunde” des ORF. Mit ernster Mine sprach er da vom “extrem problematischen Einfluß der Politik auf die Banken in Österreich“. Nowotny weiß, wovon er spricht: bekanntlich hat er seine Karriere als Banker bei staatlichen (OeNB, EZB) oder parteinahen (BAWAG bis 2007) Banken ja ohne irgendeinen Einfluß der Politik Weiterlesen