Schlagwörter: OMV

Warum verstaatlichen wir nicht Spar und Billa?

(CHRISTIAN ORTNER) Wenn irgendein beliebiger Ölkonzern dieser Welt eine Raffinerie oder eine Pipeline verkauft, um mit dem Erlös ein riesiges Erdgasfeld ein Russland zu erwerben, dann interessiert das außer den Aktionären und ein paar Wirtschaftsmenschen genau niemand. So geht Wirtschaft eben, so what. In Österreich hingegen löst eine derartige stinknormale Transaktion Entrüstungswellen aus, als hätte jemand den Stephansdom an chinesische Investoren verkauft, die ihn abtragen und als Hotel am Bund in Shanghai wiederaufbauen wollen. Als nämlich jüngst ruchbar wurde, Weiterlesen

Wie die SPÖ die Wähler verhöhnt

(CHRISTIAN ORTNER) “Systemrelevante Infrastruktur darf nicht ins Ausland verkauft werden,” donnerte jüngst der SPÖ-Industriesprecher Rainer Wimmer, nachdem ruchbar war, dass Teile der OMV möglicherweise an den russischen Gazprom-Konzern verkauft werden könnten. – Aus genau diesem  Grund haben vermutlich seinerzeit in der von der SPÖ regierten Stadt Wien 1) die Wiener Linien fast 1.100 Straßenbahnen und U-Bahnzüge, 2) die Wien Kanal (MA 30) das Kanalnetz des 21. und 22. Bezirkes und 3) die Wien QZE (MA 14) das Nutzungsrecht des EDV-Netzwerkes an Investoren in den USA verkauft  und anschliessend zurückgeleast. Weil “systemrelevante Infrastruktur ja nicht ins Ausland verkauft werden ” darf. Übrigens danke, verarschen können wir uns selber.

Die postengeilen Partei-Apparatschiks schlagen zu

(A.UNTERBERGER) Kein Vorwand ist den rot-schwarzen Funktionärstypen zu durchsichtig, um nicht ihrer Machtgier freie Bahn zu schaffen. Und sei es durch die Hintertür. Das tun sie jetzt bei der ÖIAG, ohne auch nur einen Hauch von Vernunft oder gar Wirtschaftsverstand zu zeigen. Sie wollen die Verstaatliche Industrie wieder in die Hand kriegen, Weiterlesen

Die Neos, die OMV und weit und breit keine Liberalen

(A.UNTERBERGER) Keine Tragödie ist so schlimm, dass sie nicht schon wieder zur Komödie wird. Das ist die Groteske rund um die OMV nun endgültig geworden.
In dem – privaten Aktionären, der Republik Österreich und Fonds aus Abu Dhabi gehörenden – Ölkonzern werden derzeit ununterbrochen Vorstandsmitglieder abgeschossen. Was für die OMV nicht gerade billig ist. Und wobei niemand weiß, Weiterlesen

Sprengt die ÖIAG doch einfach in die Luft!

(C.O.)  Es gibt kein einziges auch nur halbwegs belastbares Argument dafür, dass die Republik Österreich im 21.Jahrhundert noch substanzielle Beteiligung an Unternehmen hält, die Telefonnetze betreiben und Handys verkaufen (Telekom Austria), Tankstellenketten und Bohrinseln bewirtschaften (OMV) oder Briefe zustellen (Post). All diese Dienste und Produkte werden auf der ganzen Welt von privaten Unternehmen mehr oder weniger effizient und verlässlich erbracht. Staatliches Miteigentum an derartigen Betrieben Weiterlesen

Wenn Russland den Gashahn zudreht, dann….

(ANDREAS UNTERBERGER) Jetzt hat Russland seine Drohungen wahr gemacht und die Gaslieferungen an die Ukraine gestoppt. Die nach Westeuropa gehenden jedoch nicht, auch wenn sie via Ukraine gehen. Was vorerst problemlos geschieht. Im warmen Juni ist zwar die Relevanz dieses Stopps noch gering. Aber vom Zeitpunkt unabhängig ist es dringend notwendig, alle Fakten zu kennen. Was im Westen nur selten Weiterlesen

“ÖVP und SPÖ betreiben Substanzverzehr”

“Es ist der Genosse Trend, der beunruhigt. Dazu zählt der seit 2008 stete Verlust an Boden in allen internationalen Standort-Rankings. Dies ist die Folge einer zunehmend von der Substanz zehrenden Politik, wie die stagnierende F&E-Quote bestätigt. Kein Wunder, gilt doch seit dem Wiederaufleben der grossen Koalition von SPÖ und ÖVP im Jahr 2007 das Hauptaugenmerk konsumptiven Vorhaben. Die Verteilungsgerechtigkeit ist der oberste Massstab, Chancen- und Leistungsgerechtigkeit spielen nur noch Nebenrollen….” (Die heutige NZZ über Österreichs Hauptproblem)

Europa: Klima-Musterschüler produziert Arbeitslose

“…..Europa hat das Problem, dass es eine gemeinsame Klimapolitik gibt, an die sich allerdings der Rest der Welt nicht hält. Gleichzeitig gibt es aber keine europäische Energiepolitik, obwohl Europa 36 Prozent der energieintensiven Industrie stellt, die USA hingegen nur zehn Prozent. Machen wir so weiter, werden wir zehn Prozentpunkte verlieren. Das sind Arbeitsplätze….” OMV-Chef Gerhard Roiss, (hier)

Und als nächstes kommt die Repubikfluchtsteuer….

(C.O.) Wirtschaftlich wäre es natürlich eine mittlere Katastrophe, wanderten große Konzerne wie die Erste Bank Group oder die Voest wirklich aus Österreich aus, wie das zuletzt öffentlich diskutiert worden ist. Trotzdem wäre es durchaus wünschenswert, machte einmal irgendein für dieses Land bedeutendes Unternehmen Ernst und zöge die Konsequenzen aus der tendenziell ziemlich wirtschaftsfeindlichen Politik, Weiterlesen

Verstaatlichte: “Das Scheitern einer Strategie”

“…….Österreich hat keine Weltunternehmen mit rot-weiß-roter Bestandsgarantie aus dem Boden gestampft. Der einzige große Industriekonzern, der sich international wirklich sehen lassen kann, ist die zu 100 Prozent private Voestalpine – die es sich deshalb leisten kann, mit der Abwanderung zu drohen…..” (Gute Analyse im “Standard“)

Eine Troika für Österreich

(C.O.) So wenig die Produkte des Voest-Chefs Wolfgang Eder (Stahl), des OMV-Vorstehers Gerhard Roiss (Sprit) und des Erste-Generals Andreas Treichl (Finanzen) einander ähneln, so ähnlich sind die Ansichten der drei Herren über die Qualitäten der politischen Führungskräfte. “In anderen Ländern weiß man vorher, woran man ist. In Österreich greift man hingegen in bestehende Investitionen ein”, ärgerte sich dieser Tage der OMV-Chef angesichts einer rückwirkenden Steuererhöhung. “Wenn man die Kuh schlachtet, statt sie zu melken, Weiterlesen