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Das politische Spiel mit den Urängsten der Menschen

(JOSEF STARGL) Politiker mit einem arroganten Anspruch auf absolute Wahrheit(en), die auf Kritik und sachliche Argumente verzichten, Angst vor technischen Neuerungen (z.B.: Automatisierung) verbreiten, Zweifel an der Technik und einen Technikpessimismus als Teil eines Kulturpessimismus pflegen sowie eine Abwertung der Technik und eine Technikfeindschaft propagieren, erfreuen sich (bei Wahlen) einer immer größeren Zustimmung.
In ihrem Spiel mit den Urängsten (um Arbeitsplätze, Klima und Umwelt) fordern einige paternalistische Apokalyptiker sogar die Abschaffung oder Stilllegung der technischen Entwicklung. Sie träumen von noch mehr Staat, von mehr Gemeinwirtschaft, von einer intensiveren Bevormundung, von mehr Regulierungen und Interventionen sowie von einer globalen Zwangssolidarität.
Es gibt auch unerwartete Folgen absichtgeleiteter menschlicher Handlungen und vor allem politische Maßnahmen bewirken (neue) Probleme. Aber die Menschen sind Problemlöser. Erkenntnisse des aufgeklärten Hausverstandes/der Wissenschaft werden in (neue) Technologien transformiert. Investitionen in technische Neuerungen bewirken eine Steigerung der Produktivität und des Wohlstandes.
Jede Technikbewertung und jede Technikakzeptanz erfordert auch eine (jeweils konkrete) Technikfolgenabschätzung. Technikeinsatz ist stets mit einer individuellen und situationsabhängigen Verantwortung für die Auswirkungen verbunden. Lernprozesse bei der Technikgestaltung sind möglich und wünschenswert. Es wird im Lichte einer Verantwortungsethik auch nicht alles, was technisch möglich ist, verwirklicht (werden).
Die euro-atlantische Zivilisation ist eine wissenschaftlich-technische Zivilisation, deren Errungenschaften durch die Ideen der (Repräsentanten der) Apokalyptiker gefährdet werden. Nicht die Technikfeindlichkeit der „apokalyptischen Reiter“ (und die von ihnen auch geforderte „Politik der offenen Grenzen des Sozialstaates“), sondern wissenschaftliche Erkenntnisse, Erfindungen, Sparen, Kapitalbildung und Investitionen in technische Neuerungen schaffen Wohlstand.
Wir benötigen – auch in den Bildungsinstitutionen, in denen vor allem eine technikfeindliche Bildung praktiziert wird – mehr Wissenschafts- und Technikbegeisterung.
Mit Technikfeindlichkeit gefährden wir unseren Wohlstand.

Wohnungsmarkt: Politik ist nicht die Lösung, sondern das Problem

“…Wohnraum zu mieten, sei ein Grundrecht, so argumentiert die etatistische Linke[2] seit langem und gegenwärtig verstärkt wieder. Darum müsse das Zurverfügungstellen von Wohnraum aus der Sphäre des Marktes herausgenommen werden, der auf der Basis des Profits agiere. Mit Grundbedürfnissen dürfe eben kein Profit gemacht werden. Dies allgemeine Prinzip würde allerdings auch bedeuten, dass etwa die Produktion von Nahrungsmitteln der gleichen Logik folgend nicht dem Markt überlassen bleiben dürfte….” (mehr hier)