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Die EZB darf schwarz zu weiss erklären

(ANDREAS UNTERBERGER) Jetzt ist also auch Karlsruhe umgefallen. Neuerlich. Das ist erwartbar gewesen, aber dennoch katastrophal. Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat zwar wie schon in etlichen früheren Urteilen massive „Bedenken“ gegen europäische Entscheidungen und Machtanmaßung geäußert. Es fühlt sich aber offenbar hilflos gegen die verderblichen Handlungen der Europäischen Zentralbank, mit denen die Euro-Schuldnerstaaten auf Kosten der Sparer vor dem Bankrott bewahrt werden. Das Gericht knirscht zwar vernehmlich mit den Zähnen. Es wagt aber nicht die Kampfansage Weiterlesen

Dr. Draghis Schmerzmittel können die Operation nicht ersetzen

“….Dr. Draghi behandelt den schwer kranken Patienten Euro-Konjunktur ausschließlich mit immer höheren Dosen von Schmerzmitteln. Das bringt dem Patienten zwischendurch, wie jetzt, ein wenig Erleichterung, kann aber Operation und nachfolgende Therapie nicht ersetzen. Das kann man allerdings der EZB nicht vorwerfen, denn sie hat mit ihrer Geldpolitik nichts anderes zur Verfügung als diese Schmerzmittel. Das Skalpell muss die Wirtschaftspolitik führen. Draghi selbst hat das mehrmals angedeutet, indem er in seine Aussagen einfließen ließ, dass Geldpolitik ohne die dazugehörenden Strukturreformen in den Euroländern ziemlich sinn- und wirkungslos sei. Gerade bei diesen Strukturreformen hakt es aber, nicht nur in Österreich (wenngleich hier besonders), ganz gewaltig….” (hier)

Die EZB legt den Keim der künftigen Katastrophe

“…Das Ende der monetären Manipulationen ist nahe. Seit 2008 taten die Zentralbanken alles, was sie für nötig hielten, um die Märkte wieder von den schmerzhaften Folgen des Crashs zu befreien. Das Problem dabei ist nur, dass Keynesianer und Monetaristen hohe Kurse an den Aktienmärkten als das Ziel ihrer „Politik“ ansahen und prosperierende Vermögenswerte mit Wirtschaftswachstum verwechselten.

Der Feind des Wohlstandes ist aus Sicht der globalen, wirtschaftspolitischen Entscheidungsträger der Wunsch von Konsumenten zu sparen und dass Unternehmen von Investitionen absehen, selbst wenn dies nur für kurze Zeit der Fall sein sollte. Daher war die „Lösung“ dieser Leute genau jenes Gift, Weiterlesen

Bundesbank-Chef gegen EZB

“….Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat seine Kritik an der jüngsten geldpolitischen Lockerung durch die Europäische Zentralbank (EZB) bekräftigt. Zwar sei die Ausgangslage vor der Zinssitzung am 10. März “durchaus herausfordernd” gewesen, sagte Weidmann am Mittwoch in der Hauptstadt Liechtensteins, Vaduz. “Allerdings gingen mir die Beschlüsse in ihrer Gesamtschau zu weit und das umfassende Maßnahmenbündel hat mich nicht überzeugt.” Im Kampf gegen die schwache Inflation hatte die EZB vor zwei Wochen ihre Leitzinsen weiter gesenkt, ihre Anleihekäufe ausgeweitet und den Kauf von Unternehmensanleihen sowie zusätzliche Langfristkredite Weiterlesen

Ex-EZB-Chefökonom Jürgen Stark: “Das alles dürfte im Chaos enden”

“…..Folgen die Zentralbanken ihrer bisherigen Logik, würden sie sich nicht scheuen, noch innovativer zu werden und die Belastbarkeit neuer Instrumente zu testen. Das heißt insbesondere: die Ausweitung der “mengenmäßigen Lockerung” der Geldpolitik und Negativ-Zinsen auf breiter Front durchzusetzen.
Dafür gibt es aber Grenzen der Akzeptanz und erhöht den Anreiz zur verstärkten Bargeldhaltung, was wiederum ganz offensichtlich die Zentralbankpolitik ins Leere laufen lassen würde. In letzter Konsequenz führt dies zur Abschaffung des Bargelds und zur Entmündigung der Bürger. Das alles dürfte im Chaos enden….” (hier)

Der Strick um den Hals der Notenbanker

“….Kauft die EZB in großem Stil problematische Papiere auf dem Kapitalmarkt auf, ohne diese angemessen der darin enthaltenen Risiken zu bewerten, dann drohen hohe Verluste, wenn diese Forderungen zu einem erheblichen Teil ausfallen sollten. Dies kann durchaus das Eigenkapital der EZB überschreiten, womit wir bei besagtem Fall einer Zentralbank mit negativem Eigenkapital gelandet wären. Käme es zu einer erneuten systemischen Finanzmarktkrise, Weiterlesen

Die Geldflut wirkt schon (leider)

“…..Soeben veröffentlichte Daten der EZB zeigen erste zarte Ansätze zu einem Anziehen der Inflation: so stieg die Geldmenge M1, die sofort verfügbares Bargeld und Ersparnisse (von Nichtbanken) beinhaltet, im März um +10% gegenüber dem Vorjahresmonat (im Februar waren es noch +9,1% zum Vorjahresmonat). Die Geldmenge M3, die praktisch alles verfügbare Geld inklusive Wertpapieren und Schulden umfaßt, stieg um 4,6% und damit stärker als erwartet (Prognose war 4,3%). Seit März letzten Jahres (damals +1,0%) steigt die Geldmenge M3 nun Monat für Monat weiter an.” (hier)

Wir unfreiwilligen Laborratten der Notenbanken

“….Japan betreibt seit 1990 eine Art „quantitative Lockerung“ und die Wirtschaft verblieb mehr als zwei Jahrzehnte lang in der Stagnation. Jetzt gesellt sich auch noch die Europäische Notenbank dazu und schließt den Kreis, so dass die drei wichtigsten Währungen der Welt eine massive Aufblähung erfahren. Dabei weiß keine dieser geldpolitischen Anstalten, was sie genau tun und wie der Prozess, den sie bewirken wollen, tatsächlich abläuft. Es wird experimentiert, aber nicht im Labor, sondern in der Wirklichkeit und das heißt auf Kosten von uns allen….” (hier)