Schlagwörter: Religion

Religionskritik, warum denn nicht?

Es ist ein grobes Missverständnis, dass die Vernunft gegenüber Glaubenswahrheiten tolerant sein muss; die Vernunft hat nichts zu dulden, was ihren Ansprüchen nicht genügt. Wären die Aufklärer und Religionskritiker, von Voltaire über Feuerbach bis zu Marx, Nietzsche und Freud ähnlich wie wir von der Besorgnis getragen gewesen, nur ja keine religiösen Gefühle zu verletzen, hätte es keine Aufklärung, keine Menschenrechte, keine moderne Lebenswelt gegeben. (K.P.Liessmann)

Oster-Ansprache

“…..Ich verachte die Gläubigen nicht, ich finde sie weder lächerlich noch bemitleidenswert, aber die Tatsache, dass sie die beruhigenden, kindhaften Vorstellungen den grausamen Gewissheiten der Erwachsenenwelt vorziehen, bringt mich zur Verzweiflung. Der besänftigende Glaube erhält also gegenüber der beunruhigenden Vernunft den Vorzug, auch wenn der Preis dafür ein ewiger mentaler Infantilismus ist….” (Michel Onfray)

Terrorismus hat sehr wohl mit Religion zu tun

“….Hinter der Vermutung, dass Religion nichts mit Terrorismus zu tun hat, ja dass sich Terrorismus und Religion geradezu ausschließen, steht ein unrealistisches, kitschiges und verklärtes Bild von Religion. Denn Religion bedeutet nicht Friedfertigkeit, Sanftheit und Milde. Religion meint nicht Lichterketten, Friedensgebete und Händchenhalten. Religionen verkünden die Wahrheit, und zwar die eine, alleinige und umfassende Wahrheit. Religionen sind daher notwendigerweise intolerant. Sie müssen es sein, alles andere widerspricht ihrer Logik…..” (hier)

Wieviel Religion verträgt die Demokratie?

(ARNULF JURSA)  Heinrich Heine schrieb dereinst in einer Denkschrift für Ludwig Börne:„Heil einer Religion, die dem leidenden Menschengeschlecht in den bitter´n Kelch einige süße, einschläfernde Tropfen goß, geistiges Opium, einige Tropfen Liebe, Hoffnung und Glauben !“Daraus wurde später die Aussage von Karl Marx, die Religion sei das Opium des Volkes.
Auch unser Sprichwort. „Kriege und schlechte Zeiten füllen die Kirchen !“ paßt Weiterlesen

Was wir von Israel lernen können

“…..Das Schicksal amerikanischer Muslime ist natürlich ein besonders hartes. Nirgendwo auf der Welt werden Muslime so verfolgt wie in Manhattan. Härter dran sind nur arabische Israelis. Nicht genug, dass man ihnen die vollen Bürgerrechte, Sozial- und Gesundheitsleistungen und Rentenansprüche aufnötigt – sie müssen auch damit leben, dass sie in Israel jeden Beruf ergreifen können, im Parlament repräsentiert sind und Araber in allen Bereichen der israelischen Gesellschaft in Spitzenpositionen gelangt sind: in der Justiz, der Kultur, dem Sport und sogar in der Armee. Stern muss Israel wohl mit den Palästinensischen Autonomiegebieten oder einem der 21 anderen arabischen Länder verwechselt haben. Dort gibt es Klassengesellschaften, die nach der Religion sortiert sind. Der Platz der Christen und anderer Minderheiten ist ganz unten, und die einzige Erinnerung an die Juden, die Jahrhunderte lang dort lebten, sind Grabsteine…..” (hier)

Das Wort zum Feiertag

In den meisten Epochen der Vergangenheit hatte der Staat auch die Religion fest im Griff. Dabei festigte er gewöhnlich ein komfortables, auf beiderseitigen Nutzen angelegtes Bündnis mit einer vorherrschenden Kirche: Der Staat gab den Priestern Macht und Reichtum, und die Kirche ihrerseits lehrte der unterworfenen Bevölkerung ihre göttlich verordnete Pflicht, Caesar zu gehorchen. Nun jedoch, da die Religion viel von ihrer gesellschaftlichen Überzeugungskraft verloren hat, ist der Staat häufig willens, von der Religion abzulassen und sich auf ähnliche, wenn auch losere Bündnisse mit eher weltlichen Intellektuellen zu konzentrieren. In jedem Fall stützt sich der Staat auf die Herrschaft über die Druckmittel der Propaganda, um seine Unter-
tanen davon zu überzeugen, dass sie ihren Herrschern gehorchen oder diese sogar lobpreisen sollen. (Murray Rothbard)

Der Staat, die unnatürliche Todesursache Nr.1

“…….Rund 270 Millionen wurden allein in den zurückliegenden 100 Jahren von ihren eigenen Staaten, Regierungen und Politikern ermordet. Der Staat ist mit großem Abstand und unzweifelhaft die unnatürliche Todesursache Nummer 1. Ebenso ist er die Hauptursache für menschliches Leid, für Not und Elend, Diskriminierung, Krankheit und Tod, Zerstörung, Verfolgung, geistige und körperliche Folter, Vergewaltigung und Verstümmelung, Armut und Umweltverschmutzung…..” (hier)