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Vor dem großen wirtschaftlichen Einbruch?

“Das Kernübel ist die weltweit ungebremst steigende Verschuldung. Allem Gerede vom „Deleveraging“ zum Trotz erleben wir eine immer weitergehende Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Privaten. Die Realwirtschaft verschuldet sich immer mehr und die Spekulanten arbeiten mit immer mehr Kredit, um auch in einem Umfeld von Tiefst- und Nullzinsen einen guten Ertrag zu erwirtschaften. Überall passiert dasselbe: Wir ersetzen Eigen- durch Fremdkapital, um so die Renditen zu steigern. Voraussetzung sind nicht nur tiefe Zinsen, sondern vielmehr Zinsen, die im Trend weiter sinken! Vor jeder Krise an den Finanzmärkten in den letzten 30 Jahren – Crash 1987, Sparkassenkrise in den USA, Blase in Japan, Krise in Südamerika, Asienkrise, Dotcom-Blase, Finanzkrise – kam es vor dem Einbruch zu einem Anstieg der Zinsen. ” (Analyse hier)

 

Lehman kann jederzeit wieder passieren

“…Die Frage, ob sich die Lehman-Pleite samt Folgen wiederholen könnte, hat deshalb eine uneingeschränkte knappe Antwort: Ja, natürlich. Denn das Hauptproblem, dass eine Reihe von Banken systemrelevant, also „too big to fail“, ist, besteht ja weiter. Dieses „Too big to fail“ war übrigens der Hauptauslöser der Finanzkrise: Wer im sicheren Wissen handelt, im Ernstfall aufgefangen zu werden (was im Übrigen einer beträchtlichen impliziten staatlichen Subvention entspricht, die Experten weltweit auf einen dreistelligen Milliardenbetrag pro Jahr schätzen), der kann andere Risken eingehen als jemand, der befürchten muss, von einer Fehlspekulation um die Existenz gebracht zu werden….” (Josef Urschitz, “Presse“)

Die Derivate-Bombe tickt schon laut

“Die EZB und die chinesische Zentralbank haben entschieden, auch minderwertige Wertpapiere als Sicherheiten für Kredite zu akzeptieren. Damit beflügeln sie den Trend der Banken, sich immer stärker am Derivate-Markt zu engagieren. Schon jetzt ist der Derivate-Markt über 700 Billionen Dollar schwer – ein Impuls kann die Bombe zünden.”