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Zitat zum Tag

Reine Marktwirtschaft bedeutet, dass der Weg zum wirtschaftlichen Erfolg nur über eine äquivalente wirtschaftliche Leistung für die Konsumenten führt, während gleichzeitig dafür gesorgt ist, dass die Fehlleistungen ihre unerbittliche Sühne in Verlusten und schließlich durch den Konkurs im Ausscheiden aus der Reihe der für die Produktion Verantwortlichen (Unternehmer) findet. (Wilhelm Röpke)

Zitat zum Tage

Der Zwang ist im Wohlfahrtsstaat sogar so wesentlich, dass man ihn Zwangswohlfahrtsstaat nennen sollte, wenn man es vorzieht, das Kind beim rechten Namen zu nennen und allen Verschleierungsversuchen von vornherein zu begegnen. (Wilhelm Röpke)

Eine kleine Sonntagspredigt

Besonders aufschlussreich aber ist die Beobachtung, dass alle totalitären Bewegungen unserer Zeit mit sicherem Blick im Liberalismus ihren eigentlichen Gegenpol erkannt und keinen Augenblick aufgehört haben, mit Gewalt, Verleumdung und Beschimpfung gegen ihn Krieg bis aufs Messer zu führen. Auf der ständigen Suche nach irgendeiner Erfolg versprechenden Wendung haben die modernen Tyrannen – mögen sie sich nun faschistisch, nationalsozialistisch oder kommunistisch nennen – alle Maskenkostüme ausprobiert. Sie haben uns versichert, dass sie sozialistisch oder demokratisch oder nationalistisch oder romantisch-korporativistisch oder was sonst immer seien. Ja, sie haben zuzeiten den Zynismus so weit getrieben, dass sie sogar dem Christentum Reverenz erwiesen. Aber sie haben sich gehütet, jemals dem Liberalismus den Hof zu machen. (Wilhelm Röpke)

Das Problem der Liberalen

Der Liberalismus […] wurzelt im geistigen Mutterboden des Rationalismus. Da der Liberale sich fortgesetzt im Bereich kühler Vernunft bewegt, so liegt für ihn die Gefahr nahe, auch bei seinen Gegnern Vernunftgründe als wesentliche Motive vorauszusetzen. Er ist daher geneigt, die Möglichkeit, politische Meinungsverschiedenheiten durch rationale Diskussion zu verringern, zu überschätzen, seinen Gegnern ausschliesslich oder überwiegend geistige Irrtümer zuzuschreiben und die Bedeutung von Beweggründen, die nicht streng rational sind, zu unterschätzen (Wilhelm Roepke)