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Ex-Deutschbanker Mayer: “Der Euro geht den Weg des Rubels”

“…. Als sich die Sowjetunion 1990 auflöste, hatten sich die Teilrepubliken dazu entschlossen, den Rubel zu behalten. Sie wollten staatliche Strukturen schaffen und die nationale Wirtschaftspolitik koordinieren. Das gelang nicht. Sie hatten eine Staatszentralbank, bei der sich alle mit Krediten bedienten, und Staatsgeld ohne einen Staat. 1992 gingen dann die Länder mit Präferenz für niedrigere Inflation und stärkerer Währung, nämlich die Balten, aus der Rubelzone, 1993 verliess Russland das System, das darauf in die inflationäre Stratosphäre eintrat. Ich fürchte, es ist der Weg, der die Eurozone eingeschlagen hat….” (Thomas Mayer, bis 2012 Chefökonom der Deutschen Bank, in einem interessanten Interview, hier)