Schlagwörter: Seitz

Afrika braucht keine Babysitter

Deutschland blamiert sich vor Afrikanern, wenn es überheblich moralisch urteilt und bewertet. Es ist nicht an uns Deutschen, afrikanischen Ländern Vorgaben zu machen. Afrikaner können selbständig ihre Entwicklung in die Hand nehmen. Wir sollten alte Einsichten überdenken, das Besserwissen überwinden und uns fragen, ob der Anspruch, Afrika zu retten, nicht ein paar Nummern zu groß ist./ mehr

Für China ist Afrika ein Zukunfts-Kontinent

(VOLKER SEITZ) Im Gegensatz zu Europa hat China eine klare Strategie für Afrika. China hat das Potenzial Afrikas erkannt, betreibt eine gezielte Entwicklungspolitik und hat es geschafft, sich als neutrale und nicht als neo-koloniale Kraft zu präsentieren. Für Peking sind Korruption, Menschenrechte und Flüchtlinge kein Thema, Weiterlesen

Das Afrika-Paradoxon

(VOLKER SEITZ) Eigentlich könnte es mindestens 20 afrikanischen Staaten gutgehen. Es wird nur wenig produziert, aber Afrika ist wichtig als Rohstoffquelle. Neben Diamanten, Erdgas, Erdöl und Steinkohle verfügt der Kontinent über mehr als die Hälfte des Goldes, 90 Prozent des Kobalts, 50 Prozent der Phosphate, Weiterlesen

„Fluchtursachenbekämpfung“ ist das Unwort des Jahres

“Das Wort Fluchtursachenbekämpfung ist meines Erachtens das Unwort des Jahres wegen Vortäuschung von Lösungen, die es NICHT gibt. Es wird immer davon geredet, Europa müsse die Fluchtursachen bekämpfen, komischerweise benennt niemand, was die Fluchtursachen sind. Ja, was sind denn die Fluchtursachen? Das bleibt irgendwie immer im Dunkeln, denn würde man die sogenannten Ursachen benennen, wäre schnell klar, dass Europa gar nicht in der Lage ist, diese zu beseitigen…..” (weiter)

Der Mythos von den Handelsnachteilen für Afrika

“Für manche Politiker und Entwicklungshilfe-Lobbyisten in Europa wurden die Wirtschafts-Partnerschafts-Abkommen mit Afrika, die EPAs, die Economic Partnership Agreements im Geiste der neoliberalen EU-Freihandelsideologie entworfen und fügen der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Afrikas großen Schaden zu. Sie würden politische Instabilität, Armut, Arbeitslosigkeit und Migration fördern. Gerne werden diese „Erkenntnisse“ von Medien ohne eigene Recherchen weiter transportiert, und so entstehen Überschriften wie „Abkommen, die Afrika seiner Chancen Weiterlesen

Was treibt die Afrikaner außer Landes?

(VOLKER SEITZ)Was treibt Afrikaner außer Landes und vor allem nach Europa? Winnie Adukule aus Uganda schrieb ein bemerkenswertes Buch über Afrikaner, die es zur Flucht außer Landes treibt („Flucht“, Verlag Das Neue Berlin, 2016). Sie befragte Menschen, die in Uganda leben und nach Europa gehen wollen. Sie interviewte auch enttäuschte Rückkehrer, Verantwortliche von Flüchtlingseinrichtungen und ausländische Diplomaten im Land. Adukule ist Rechtsanwältin in Kampala/Uganda Weiterlesen

Gefälschte Medikamente töten viele tausende Afrikaner

Medikamentenfälschung ist eine immense Gefahr. Für viele Afrikaner sind Medikamente unerschwinglich. Deshalb greifen sie auf billige, oft gefälschte und deshalb gefährliche Arzneien zurück. Tagtäglich werden Unmengen gefälschter Medikamente durch Afrikas Häfen geschleust. Jedes Jahr sterben tausende Menschen Weiterlesen

Mauritius: Afrika geht auch anders

“…..Heute ist die Insel, mit einer Einwohnerzahl von etwas mehr als Köln, demokratisch, rechtsstaatlich, friedfertig (ohne Militär) und weltoffen, deshalb auch das Pro-Kopf-Einkommen an der Spitze Afrikas. Mauritius hat immer wieder neue Geschäftszweige aufgebaut, Tourismus, leistungsfähige Textil- und Bekleidungsindustrie, Call-Center, Finanzdienstleistungen, Informations- und Telekommunikationstechnologien sowie „Business Outsourcing“. Das Land profitiert von seiner Zeitzone zwischen Afrika und Asien.,,” (hier)

Hört endlich mit den Entwicklungs-Milliarden auf!

“Angesichts der enttäuschenden Bilanz der bisherigen Entwicklungspolitik sollte deren Kurs grundlegend geändert werden. Geberfunktionäre verdienen – zumal im Ausland – reichlich Geld, und viele von jenen, die die Hilfe in Empfang nehmen, wissen es in der Regel so anzustellen, dass ihre persönlichen Interessen dabei nicht zu kurz kommen. Ich bin der Meinung, dass die milliardenschwere staatliche Hilfe stark zurückgefahren werden sollte. Es fehlt nicht an Kapital, sondern an förderungswürdigen Weiterlesen

Der Fall Kamerun

“In Kamerun zeigt sich beispielhaft die direkte Verbindung zwischen politischer Macht und Reichtum. Die Wohlhabenden sind hier nicht die Unternehmer, sondern die Günstlinge des Regimes. Die miserable Platzierung auf dem Korruptionsindex von Transparancy International ist nicht etwa eine abstrakte Zahl, sondern Weiterlesen