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Kasteien für die Welt?

“…Wir vertreiben unsere Industrie und machen unseren Standort kaputt – jedenfalls, wenn wir die Energiewende unilateral betreiben und die anderen Länder nicht mitziehen, was letztlich nur über eine einheitliche Bepreisung von CO2 sinnvoll geschehen kann. So kasteien wir uns, und für die Welt kommt nichts heraus dabei. Hans-Werner Sinn, hier

“Hoffen und Beten, die dominante politische Strategie in Europa”

“…. Die Ereignisse zeigen in aller Deutlichkeit, dass das Eurosystem weit von einem inneren Gleichgewicht entfernt ist. Den harten Kern des Ungleichgewichts erkennt man durch einen Blick auf die Produktion im verarbeitenden Gewerbe, das besonders unter der Überteuerung gelitten hat, weil es sich im Gegensatz zu den Binnensektoren dem internationalen Wettbewerb stellen muss. In Italien lag die Produktion bereits vor der Coronakrise um 19% unter dem Vor-Lehman-Niveau, und in Spanien um 21%. In der Coronakrise ging die Reise weiter bergab, und zwar auf –35% ­beziehungsweise –34%. Das Fiasko soll durch den Wiederaufbaufonds bekämpft werden. Allerdings kann man mit Geld das Problem der falschen relativen Güterpreise im Euro­system nicht wirklich lösen. Das geht nur über offene oder reale Abwertungen. Doch darüber will niemand reden. Das Hoffen und Beten ist die dominante politische Strategie in Europa. mehr hier

Mehr Geld hilft jetzt niemandem

“…..Eine heftige Rezession ist nicht mehr zu vermeiden. Manche Ökonomen schliessen  daraus, dass man dagegen nun mit nachfragestimulierenden Massnahmen angehen solle. Diese Position überzeugt nicht wirklich, denn die Weltwirtschaft leidet nicht unter einem Nachfrage-, sondern unter einem Angebotsmangel. Es fehlt an Menschen an den Arbeitsplätzen, weil sie krank sind oder sich richtigerweise in Quarantäne befinden. In einer solchen Situation würden Massnahmen zur Belebung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage allenfalls einen Inflationsschub auslösen. Es käme zu einer Stagflation wie schon in den Siebzigerjahren während der Ölkrise, als ein anderer wichtiger Produktionsfaktor fehlte….” Hans-Werner Sinn, hier

Wie die EZB Währungskurse manipuliert

“…..Wenn die EZB mit Verve verneint, dass sie Wechselkurspolitik betreibt, so hat sie sicherlich auch die Gefahr der Mandatsüberschreitung vor Augen. Dennoch betreibt sie faktisch eine Beggar-thy-Neighbour-Politik zulasten der Konjunktur der Handelspartner, ähnlich wie es bei den wettbewerblichen Abwertungen während der Dreissigerjahre der Fall war….” (H.W. Sinn, hier)