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Mehr Geld hilft jetzt niemandem

“…..Eine heftige Rezession ist nicht mehr zu vermeiden. Manche Ökonomen schliessen  daraus, dass man dagegen nun mit nachfragestimulierenden Massnahmen angehen solle. Diese Position überzeugt nicht wirklich, denn die Weltwirtschaft leidet nicht unter einem Nachfrage-, sondern unter einem Angebotsmangel. Es fehlt an Menschen an den Arbeitsplätzen, weil sie krank sind oder sich richtigerweise in Quarantäne befinden. In einer solchen Situation würden Massnahmen zur Belebung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage allenfalls einen Inflationsschub auslösen. Es käme zu einer Stagflation wie schon in den Siebzigerjahren während der Ölkrise, als ein anderer wichtiger Produktionsfaktor fehlte….” Hans-Werner Sinn, hier

Wie die EZB Währungskurse manipuliert

“…..Wenn die EZB mit Verve verneint, dass sie Wechselkurspolitik betreibt, so hat sie sicherlich auch die Gefahr der Mandatsüberschreitung vor Augen. Dennoch betreibt sie faktisch eine Beggar-thy-Neighbour-Politik zulasten der Konjunktur der Handelspartner, ähnlich wie es bei den wettbewerblichen Abwertungen während der Dreissigerjahre der Fall war….” (H.W. Sinn, hier)

Brexit: Lieber Deal ohne Austritt als Austritt ohne Deal

“…..Wie wäre es, wenn diejenigen, die die Briten in der EU halten wollen, sich dafür einsetzen, dass sich in Zukunft die Gast- und Herkunftsländer der EU die Kosten der Sozialleistungen an die Migranten  teilen? Die Gastländer könnten jene Sozialleistungen übernehmen, die an das Arbeitsverhältnis gekoppelt sind, wie z. B. Arbeitslosen-, Kranken- oder Rentenleistungen. Die Herkunftsländer könnten weiterhin für jene Leistungen zuständig bleiben, die nichts mit dem Arbeitsverhältnis zu tun haben, so z.B. Leistungen für Kinder, die zuhause bleiben, oder für Menschen, die schon bei der Ankunft zu krank oder zu alt waren, um arbeiten zu können….” (mehr hier)