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Ist der Nobelpreis nicht eh schon “alternativ” genug?

(C.O.) Der Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr an den US-Geheimdienstaufdecker Edward Snowden. Nachdem aber schon Barack Obama und die EU den regulären Nobelpreis bekommen haben, stellt sich freilich irgendwie die Frage, wozu es eigentlich einen “Alternativen Nobelpreis” gibt…..

“Dann hört der grüne Spaß auf”

“…..Es gibt einen ausgeprägten Unwillen Europas, eine bedeutende Rolle zu spielen. Die Europäer reden gerne, auch über Geopolitik, aber etwas zu tun, dazu sind sie nicht bereit. Sie wollen auch sonst keine Risiken eingehen. Nehmen Sie zum Beispiel diese neuen Methode, Gas und Öl zu gewinnen, das Fracking. Amerika macht sich damit von Gas- und Öleinfuhren unabhängig. Den Europäern ist das Verfahren zu gefährlich. Sie zahlen lieber immer mehr für ihren Strom. Aber irgendwann ist die Schmerzgrenze erreicht. Dann hört der grüne Spaß auf…..” (Der US-Historiker Walter Laqueur, hier)

Zwischenlandungspolitik

(A. UNTERBERGER) Zwei Zwischenstopps am Flughafen Schwechat sind sehr aufschlussreich: Vor kurzem musste der bolivianische Präsident Evo Morales hier zu Boden. Heinz Fischer und Michael Spindelegger eilten zu ihm. Nun legte John Kerry, immerhin US-Außenminister, einen einstündigen Auftank-Stopp ein. Doch der spielte lieber von heimischen Politikern unbehelligt Fußball. Das sagt einiges über den internationalen Stellenwert Österreichs, Weiterlesen

“Die Heiligsprechung des Edward Snowden”

Dafür sind wir bei der Heiligsprechung des tapferen Edward Snowden einen großen Schritt weiter. Nachdem der ehemalige CIA-Mitarbeiter schon mit Andrej Sacharow und Ethel und Julius Rosenberg verglichen wurde, hat er nun endgültig das Walhalla der Märtyrer erreicht: Im “Stern” wurde er gerade zur amerikanischen Sophie Scholl erklärt. Bleibt die Frage, was dann der Friedensnobelpreisträger Obama ist. Der erste schwarze Hitler? Aber davon lieber Finger weg: Hitler-Vergleiche sollte man denen überlassen, die sich damit auskennen. “Prism = Fascism” haben Demonstranten in Hannover auf ihre Plakate geschrieben.” ( Jan Fleischhauer, SpOn, grossartig!)

Edward Snowden als Nachfolger Obamas?

Stefan Svallfors, ein schwedischer Professor für Soziologie, hat vorgeschlagen, dem US-Aufdecker Edward Snowden den Friedensnobelpreis zu verleihen. Snowden habe “in heldenmütigem Einsatz zu einem hohen persönlichen Preis die Existenz und die Dimension der Überwachung der weltweiten elektronischen Kommunikation durch die US-Regierung enthüllt“. Eines ist sicher: Snowden wäre jedenfalls ein würdiger Nachfolger des früheren Friedensnobelpreisträgers Barack Obama. Der hat sich bekanntlich ja, etwa mit Hilfe von Killerdrohnen,  auch ganz besonders um den Weltfrieden verdient gemacht.