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Zu Besuch beim “Spiegel”

The editor, Adolph B. Beethoven, was sitting behind a massive desk, studying a map of Europe, conferring with a sallow man in a brown uniform about logistics. I thought he might be planning an invasion, but it turns out he was a UPS guy. “Jahowl,” he said to me. “Sitzen, bitten.” He was a compact man in his 50s, dressed in lederhosen; on his head was a green felt pointed cap with a feather stuck in the brim. He had a Luger on his belt. “Schnapps?” he said. “Schnitzel?”    Sehr unterhaltsam, hier

“Wann lösen wir die Wahrheitsministerien auf?”

“…….Wer heute im Journalismus noch glaubt, der «Fall Relotius» sei ein solcher kleiner Betriebsunfall, der irrt massiv. Ihn oder die Gattung der Reportage als «bad bank» auszulagern, wird nicht funktionieren. Der «Fall Relotius» erschüttert die institutionelle Glaubensdoktrin, dass ausserhalb der «guten Medien» («extra ecclesiam») kein Heil, also keine Wahrheit, zu erwarten ist. Das Unfehlbarkeitsdogma Weiterlesen

Medien: “Wer soll denen je wieder etwas glauben?”

“….Immer neue Details des Falls Relotius sickern an die Öffentlichkeit. Der “Star-Reporter” hat sogar Reportagen geschrieben, ohne dafür den Schreibtisch zu verlassen, beispielsweise ein Propagandastück namens “Der Kapitän weint” von Bord eines Flüchtlings- bzw. Schlepperschiffs, erschienen im Juli 2018 im Spiegel. Der Kapitän allerdings “weint überhaupt nicht. Im Gegenteil: Er ist richtig wütend Weiterlesen

Die gefälschte Stadt

Angeblich mehr als dreißig Tage verbrachte „Spiegel“-Fälscher Claas Relotius (33) in dem kleinen Ort Fergus Falls in Minnesota. Heraus kam eine Geschichte („In einer kleinen Stadt“), die zeigen sollte, was sich angeblich seit der Trump-Wahl in dem US-Ort geändert hat. weiter hier

Wer im Besitz der Wahrheit ist, braucht sich um die Wahrheit nicht zu kümmern

(Christian ORTNER) Dem Schriftsteller und Polit-Aktivisten („Balcony-Project“) Robert Menasse verdanken wir einen seltenen, aber umso aufschlussreicheren kurzen Blick in die Denke seines am Hochstand der Moral angesiedelten Milieus.
Konfrontiert mit dem gravierenden Vorwurf der Tageszeitung „Die Welt“, er habe in mehreren politischen Debattenbeiträgen, Weiterlesen

Spiegel-Affäre: Weltanschauung statt eigener Anschauung

(LUKE LAMETTA) Bei dem vom Sturmgeschütz zur Konfettikanone der Demokratie zurechtdimensionierten Spiegel wirkt man noch ganz hin- und hergerissen – halten wir dem armen, “mental in Not geratenen” Sünder Claas Relotius – “kein Feind, sondern einer von uns” – jetzt weiter irgendwie hintenrum das Handerl? Nur weil er Menschen, Szenen, Dialoge oder Ortsschilder linientreu im Sinne unserer Weltanschauung Weiterlesen

Der Fall Relotius: Es ist ein Stein ins Lügenmeer gefallen

Der wahre Fehler des Spiegel-Reporters Claas Relotius war nicht, dass er die Unwahrheit sagte, sondern dass er sich dabei erwischen ließ. Seine Reportagen bestätigten und bedienten oft linke oder machtnahe Weltbilder. Die Lehren, welche die Leitmedien ziehen werden, lassen sich so zusammenfassen: keine. Der Bullshit wird nach Relotius nicht aufhören./ mehr