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Wenn die Presse die Pressefreiheit stört

Wenn es um die globale Erwärmung geht, glauben immer mehr Zeitgenossen, die Meinungs- und Pressefreiheit kaltstellen zu müssen. Ein hübsches Beispiel dafür lieferte gerade der Spiegel in einer Kolumne „Klimamanipulation der Medien – Der gefährlichste Mann der Welt“. Analyse einer munteren Mischung aus Ahnungslosigkeit und Verschwörungstheorie, kombiniert mit Meinungsstärke./ mehr

Relotius am Flughafen

Der “Spiegel” über den neuen Nahost-Plan der USA: “Manches wirkt unfreiwillig komisch, etwa wenn der Plan Dubai und Singapur zum Vorbild für das Westjordanland und den Gazastreifen erklärt. Beide asiatische Städte verdanken den Aufschwung ihren riesigen Flughäfen.” – Das ist irgendwie unfreiwillig komisch, denn Singapur  verdankt seinen Wohlstand doch eher einer extrem leistungsfähigen Wirtschaft und entsprechenden Rahmenbedingungen; Dubai hingegen wurde ursprünglich durch Öl reich. Relotius-Ökonomie halt.

Zu Besuch beim “Spiegel”

The editor, Adolph B. Beethoven, was sitting behind a massive desk, studying a map of Europe, conferring with a sallow man in a brown uniform about logistics. I thought he might be planning an invasion, but it turns out he was a UPS guy. “Jahowl,” he said to me. “Sitzen, bitten.” He was a compact man in his 50s, dressed in lederhosen; on his head was a green felt pointed cap with a feather stuck in the brim. He had a Luger on his belt. “Schnapps?” he said. “Schnitzel?”    Sehr unterhaltsam, hier

“Wann lösen wir die Wahrheitsministerien auf?”

“…….Wer heute im Journalismus noch glaubt, der «Fall Relotius» sei ein solcher kleiner Betriebsunfall, der irrt massiv. Ihn oder die Gattung der Reportage als «bad bank» auszulagern, wird nicht funktionieren. Der «Fall Relotius» erschüttert die institutionelle Glaubensdoktrin, dass ausserhalb der «guten Medien» («extra ecclesiam») kein Heil, also keine Wahrheit, zu erwarten ist. Das Unfehlbarkeitsdogma Weiterlesen