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Die Realverfassungsmächtigen

(JOSEF STARGL)  Die im türkis-grünen Regierungsprogramm genannten klima- und umweltschutzsozialistischen Maßnahmen, die zusätzlichen (und die Mehr-) Ausgaben für den Klimaschutz, für erneuerbare Energie, für den öffentlichen Verkehr, für den überdehnten Versorgungsstaat sowie für die Betreuung und für die Bildung in den Kindergärten und in den Schulen sind weder mit Finanzierungsvorschlägen noch mit einer klaren Zuteilung von Verantwortung innerhalb der antiwettbewerbsföderalen Realverfassung verbunden.

Die Ausgaben des Staates liegen bei mehr als 50 Prozent der Wirtschaftsleistung/des BIP. Die Einnahmen (ca. 2 Drittel der bundeserhobenen Steuern fließen in das Bundesbudget für die Ausgaben des Bundes) reichen trotz 43 Prozent Steuer- und Abgabenquote nicht aus.

Die türkis-grüne Regierung muss nicht nur ihre zusätzlichen Ausgaben und Zwangsumverteilungen finanzieren, sondern auch die Kosten der „Wählerbestechung“ aus der „Zeit des freien Spiels der Kräfte im Parlament“.

Die realverfassungsmächtigen Antiwettbewerbsföderalisten der Bundesländer und der Gemeinden (erhalten ca. 1 Drittel der bundeserhobenen Steuern und) ersehnen mehr Geld für neue Aufgaben.

Die Strukturkonservativen gehen mit klaren Zielvorstellungen in die Finanzausgleichsverhandlungen.

Der neue Finanzausgleich soll mit Beginn des Jahres 2022 in Kraft treten.
Österreich benötigt eine Verfassungs-, eine Bundesstaats- und eine Verwaltungsreform für einen (neuen) „wettbewerbsföderalen Finanzausgleich“.
Wir brauchen einen neuen Verteilungsschlüssel für die bundeserhobenen Steuern, mehr Einnahmenhoheit für die Bundesländer und für die Gemeinden, eine Aufgaben- und Finanzentflechtung, eine klare Zuteilung von Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Finanzierungen sowie weniger Ausgabenverflechtungen, klare Kostenteilungen und eine Zweckbindung aller (zusätzlichen) Mittel.

Welche Vorschläge gibt es von Seiten der Regierung für „Strukturreformen“ und für die Finanzausgleichsverhandlungen?

Die personellen Verflechtungen der Antiwettbewerbsföderalisten (Multifunktionäre!) mit den Korporatisten der verschiedenen Kammern erhöhen ihre Einflussmöglichkeiten nicht nur im Bundesparteivorstand der ÖVP (Bünde!).

Die Korporatisten stellen derzeit zwar keinen Minister, aber sie sitzen in den Beiräten, in den Kommissionen und in den Ad-hoc-Gremien der Bundes- und Landesverwaltungen. Sie nehmen weiters nicht nur als Abgeordnete des Nationalrates oder als Mitglieder des Bundesrates, sondern auch durch eine Gesetzesbegutachtung einen Einfluss auf die Gesetzgebung.

Die Verbände entsenden ihre Funktionäre in die Gremien der „selbstverwalteten“ Sozialversicherungsträger. Zahlreiche Korporatisten sind Mitglieder von Landesregierungen sowie von Gemeinderäten und Bürgermeister von Gemeinden bzw. im „Gemeindebund“ aktiv.

Die realverfassungsmächtigen Antiwettbewerbsföderalisten werden sich (voraussichtlich) bei den Finanzausgleichsverhandlungen durchsetzen.

Was den “Wohlstand für alle” akut gefährdet

(JOSEF STARGL)  Die Aushöhlung der rechtsstaatlichen Marktwirtschaft erfolgt vor allem durch die Geldpolitik der europäischen Zentralbank, durch die (supranationalen und nationalen) etatistischen Interventionisten in allen Parteien, durch eine antimarktwirtschaftliche Bewusstseinsbildung und durch Menschen, die Weiterlesen

Der Weg in Richtung Zentralverwaltungs-Wirtschaft

(JOSEF STARGL) Wir sind Zeitzeugen der Entwicklung einer neuen Wirtschaftsordnung Österreichs. Die „Realverfassungsordnung des sonderinteressenorientierten korporatistischen Ersatzsozialismus und des regionalinteressenorientierten (ineffizienten und teuren) Antiwettbewerbsföderalismus” erfährt eine Ergänzung Weiterlesen