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Immer mehr „Geld aus dem Nichts“ löst keine Probleme

(JOSEF STARGL) Die Zwangssolidarität mit den Unsolidarischen in der Transferunion-Haftungsgemeinschaft wird auch ohne Eurobonds (vertragswidrig) ausgeweitet.
Schon bisher gab es eine gigantische Einkommens- und Vermögensumverteilung durch die Geldpolitik in der Enteignungs- und Kapitalabbau-Union.
Die Politik der negativen Realverzinsung enteignet die Sparer und zerstört die private Altersvorsorge, um „Zombiestaaten, Zombiebanken und Zombieunternehmen“ zu retten.
Innerhalb der Eurozone vergeben Notenbanken zinslose Kredite für unbestimmte Zeit an andere Notenbanken.

Die Europäische Zentralbank praktiziert Staatsfinanzierung und eine Finanzierung der Europäischen Union.

Die Inflationspolitik bewirkt die „kalte Progression“ für die Steuerzahler und einen Anstieg der Preise – derzeit insbesondere der Vermögenspreise.
Der Vermögensaufbau wird den Bürgern enorm erschwert.
Sowohl eine Fehlleitung von Ressourcen als auch ein Kapitalabbau finden statt.
Eine Steigerung der Zwangssolidarität in der Eurozone verringert den „Wohlstand für alle“.

Immer mehr „Geld aus dem Nichts“ kann die Probleme der nicht wettbewerbsfähigen Staaten der Wirtschafts- und Währungsunion nicht lösen.
Eine Überschuldung der Staaten und die zu erwartende Stagflation erfordern Strukturreformen und marktwirtschaftliche Lösungen.

Der Strukturkonservierungsinterventionismus der supranationalen Etatisten ist nicht die Lösung, sondern das Problem.

Die lernresistenten Verantwortungslosen zerstören die Grundlagen der rechtsstaatlichen Marktwirtschaft.

Sie werden dabei auch von den Profiteuren des geldpolitischen, des supranationalen und des staatlichen Interventionismus mit einer antimarktwirtschaftlichen Propaganda unterstützt.

Ein permanentes Leben auf Kosten von anderen und der Zukunft (anderer), eine Versorgungsunion mit einer Rundumbetreuung von Partialinteressen, funktioniert nicht.
Es gibt „keinen Wohlstand durch Geldmengenausweitung“ und es gibt „keinen Wohlstand auf Pump.“
Der Konjunkturzyklus mit seinen bisherigen „Scheinblüten“ und „Blasen“ ist eine Folge des sozialistischen Strukturkonservierungsinterventionismus und der Angst vor einer „Korrektur“.

Schon Ludwig von Mises (1881-1973) warnte (in den zwanziger und dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts) vor einer expansiven Geldpolitik, vor politisch erwünschten Geldentwertungen, vor der Inflation als Steuer, vor einer Enteignung der Sparer, vor den geldpolitischen Umverteilungswirkungen und den steigenden Einkommens- und Vermögensunterschieden sowie vor immer mehr Staat, vor einem permanenten Deficit spending und vor einer Überschuldung.

Er sah die Gefahren für eine freie Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung.
Die Zwangsumverteilungspolitik der Europäischen Zentralbank, der Europäischen Union und der einzelnen Staaten ist antisozial. Sie dient Sonderinteressen, bewirkt eine Fehlleitung von Kapital und eine Kapitalaufzehrung, „subventioniert unrentable Unternehmen“, schützt und privilegiert die „weniger Wettbewerbsfähigen“, „hemmt die Privatinitiative“ und „das Aufkommen neuer tüchtiger Unternehmer“.

Der Interventionskaskadensozialismus beschränkt die Freiheit und fördert die „Abhängigkeit vom Wohlwollen anderer“ statt die Eigenverantwortung und die Eigenvorsorge („jeder Schritt vorwärts auf dem Weg zum Wohlstand ist eine Folge des Sparens“) zu unterstützen.
Wir benötigen weniger Vertrauen in die Unfehlbarkeit der Realverfassungsmächtigen und mehr Vertrauen in die Such- und Lernprozesse im Wettbewerb.

Plädoyer für eine Renaissance von Ideen der Aufklärung

(JESEF STARGL) Zivilisationskritische Antimarktwirtschaftler und Realverfassungsmächtige im Versorgungsstaat fördern gezielt eine „Kultur der Unselbständigkeit“.
Zahlreiche Ideen der Aufklärung sind bei nationalen und supranationalen Machterweiterungsexperten unerwünscht.
Selbständiges Denken und Handeln steht nicht mehr im Mittelpunkt der „gemeinsamen Sache“ und eines „Wohlstands für alle“.
Die (geld-)politischen Angriffe auf den Rechtsstaat, auf die Marktwirtschaft, auf das Privateigentum, auf die Freiheit, auf die eigenverantwortliche Vorsorge und auf ein Lernen im Wettbewerb nehmen zu.
Die Machterweiterungsexperten bedienen sich bei ihren Strategien immer mehr der Angst, des Pessimismus, der apokalyptischen Visionen, der Manipulation und der Indoktrination.

Kollektivismus, Egalitarismus und das Streben nach mehr Ergebnisgleichheit durch immer mehr Zwangssolidarität stehen am Programm.
Die Mitglieder der „Priesterkaste“ ersehnen keine freie Persönlichkeitsbildung und keine selbständig denkenden Bürger, die als Skeptiker auch die Wahrheit von Aussagen der Realverfassungsmächtigen in Frage stellen und eine Freiheit der Kritik sowie einer argumentativen Erörterung schätzen.

Rundumbevormundung und Rundumversorgung sollen den geistigen Wettstreit und den wirtschaftlichen Wettbewerb immer mehr verdrängen und ersetzen.
Paternalistischer Fanatismus (im Namen von Menschlichkeit!) und Intoleranz (im Namen von Toleranz!) breiten sich aus.

Die (selbsternannten) Autoritäten predigen moralisierend ihre Dogmen. Sie versuchen, den aufgeklärten Hausverstand, die Weisheit und die Vernunft auszuschalten.
Die Gesinnung ersetzt die Urteilskraft. Eine Tugendwächtergesinnungsethik tritt immer mehr an die Stelle einer Verantwortungsethik.

Im Namen von Humanität und von Zwangssolidarität soll nun die Expropriation und nicht mehr der Schutz des Privateigentums im Mittelpunkt eines zivilisationskritischen Engagements für die „gemeinsame Sache“ stehen.
Der zivilisatorische Pessimismus ist eine Strategie der Machterweiterung. Er löst nicht die konkreten Alltagsprobleme der Bürger. Die mit ihm verbundene „Anmaßung von Wissen“ und der „Konstruktivismus der Wenigen“ sind zum Scheitern verurteilt.

Die Irrtümer und Fehler der verantwortungslosen „Zwangssolidaritätsexperten“ dienen Sonder- und Regionalinteressen und bewirken noch mehr Schulden zu Lasten der (zukünftigen) Bürger.
Institutionen – und Politikerversagen werden immer transparenter.

Wir benötigen mehr (realistischen) Optimismus, eine größere Wertschätzung der Ideen und der Lernprozesse aller Bürger sowie deren Umsetzung im Wettbewerb.
Vor allem eine „Renaissance von politischen Ideen der Aufklärung“ ist notwendig. Die Überlegungen über Volkssouveränität, über Gewaltenteilung und über Freiheit unter dem Recht sollten – in Zeiten der Erosion des Rechtsstaates und des Scheiterns einer „Rechtsunion“ – mehr als bisher öffentlich diskutiert werden.
Haben wir doch den Mut zu „Federalist Papers“!