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EZB: “Ein Woodstock der Unseriosität”

“….Mit den jüngsten Beschlüssen der EZB feiert die europäische Finanzwelt ein Woodstock der Unseriosität: Wenn Christine Lagarde am 1. November ihren Job als EZB-Präsidentin antritt, kann sie unverzüglich auf Shopping-Tour gehen – für 20 Milliarden Euro im Monat. Mit Geld, das im Computer erschaffen wurde, darf sie Anleihen von Staaten und Firmen kaufen. Das neue Aufkaufprogramm ist zeitlich nicht limitiert. Der scheidende EZB-Chef Mario Draghi übergibt Lagarde die Platinum Card, unlimited Edition.” (Gabor Steingart, “Morning Briefing”)

Erkenntnis des Tages

Das heimliche Hobby einiger Journalisten scheint die Fehlprognose. Trump wird nie Präsident. Brexit kommt nicht. Martin Schulz rettet SPD. Danach: Trump wird im Amt vernünftig. Brexit wird zurückgenommen. Jetzt: Regierung in Deutschland hält. Europa steht. Merkel bleibt. Wer findet den Fehler? (Gabor Steingart, Journalist)

Rote dürfen das halt…

Die Lady Gaga der Sozialdemokratie hat zugeschlagen: Ab morgen kriegen sie eins „in die Fresse“, drohte Andrea Nahles, die neue starke Frau der SPD, ihren ehemaligen Kabinettskollegen. Wenn AfD-Gauland ähnlich mitleidslos gesprochen hätte, hätte Giovanni di Lorenzo noch am Abend zu einer Lichterkette durch Deutschland aufgerufen.” (Handelsblatt-Chef Gabor Steingart)

Nie war es so billig, verantwortungslos zu sein

….Der deutsche Staat dagegen freut sich über die Niedrigzinspolitik und will noch einmal richtig zulangen. Eine Anleihe über zwei Milliarden Euro wird der Bund heute auflegen – und schreibt damit Geschichte am Anleihemarkt: Der Zinscoupon wird nämlich bei nur 1,25 Prozent liegen – neuer europäischer Tiefststand. Falls die Bundesrepublik doch noch den Sozialismus ausprobieren möchte, mit kreditfinanzierten Infrastrukturprogrammen und einem imposanten Sozialstaat auf Pump, dann jetzt. Nie war es so billig, verantwortungslos zu sein……” (Gabor Steingart, Chefredakteur des “Handelsblatt”)

Asylkrise: Auch die bösen Buben “schaffen das”

“Der erste, der beim Ansturm der Flüchtlinge in die Knie geht, scheint der Rechtsstaat zu sein: Die deutschen Visa-Verordnungen, die Auflagen der Einwohnermeldeämter und die Routineüberprüfungen durch die Sicherheitsdienste sind de facto suspendiert. Tausende von Flüchtlingen stoppen auf offener Strecke Bahnzüge oder verlassen nachts ihre Unterkünfte, um sich als Illegale durchzuschlagen. Deutschland sei „noch längst kein Integrationsweltmeister“, wie auch die hohe Zahl radikalisierter junger Muslime im Land zeige, sagte Deutschlands oberster Verfassungsschützer Hans-Georg Maaßen im Handelsblatt-Interview. Auch für die bösen Buben gilt offenbar das Merkel-Motto: „Wir schaffen das“. (Gabor Steingart, “Handelsblatt”-Herausgeber)

Die sieben Todsünden des Journalismus

“Wir haben uns unterwerfen lassen”, sagt Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart. Mit “wir” meint er die deutschen Journalisten. In einer Rede listete Steingart am Donnerstag sieben Versäumnisse des deutschen Journalismus auf. Seine Forderung: “Weinerlichkeit ist ein für Journalisten unzulässiger Aggregatszustand.” (Die Rede hier)

Sparen auf französische Art

Die gute Nachricht: Frankreichs Präsident Hollande verspricht die Neuverschuldung 2015 um knapp drei Milliarden Euro zu senken. Die schlechte Nachricht: Diese Gelder kommen nicht durch Einsparung zustande, sondern durch eine nach oben geschraubte Erwartung bei den Steuereinnahmen. Von allen Betrügereien ist der Selbstbetrug die Verwerflichste.” (Gabor Steingart, “Handelsblatt”-Chef)

Rückrufaktion für die FAZ?

“…..Was passiert, wenn Journalisten sich in Kriegsstimmung bringen, kann man derzeit am Beispiel der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” studieren. Am Samstag überraschte das Blatt auf Seite 1 mit der zur Überschrift erhobenen Tatsachenbehauptung: Ukrainische Truppen greifen russische Militärfahrzeuge an. Der Nato-Generalsekretär bestätigte der “FAZ” den angeblichen “russischen Einfall”. Am Montag Weiterlesen