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Die EZB ist die „Europäische Zombifizierungsbank“

“… Seit fast zehn Jahren bemüht sich die Europäische Zentralbank (EZB) um das Erreichen ihres Inflationsziels von zwei Prozent. Negativzinsen und milliardenschwere Wertpapierkäufe sollen eine Deflation in der Eurozone verhindern. So lautet die offizielle Begründung für eine Geldpolitik, die im Zuge der Corona-Krise alle bisherigen Beschränkungen über Bord wirft und verspricht, unbegrenzt Anleihen aufzukaufen und sich dabei auch nicht mehr an den Kapitalschlüssel zu halten. mehr hier

Corona-Bonds: Es geht um Schuldenübernahme – um nichts anderes

“…..Um es klar zu sagen: Jede gemeinsame Schuldenaufnahme dient nur dazu, zu verschleiern, dass die Lasten zwischen den Ländern verschoben werden – insbesondere nach Deutschland. Deshalb bin ich – wie letzte Woche hier ausgeführt – lieber für eine echte Schenkung. Wenn wir heute mehrere Hundert Milliarden Euro an die Krisenländer verschenken, ist das allemal besser, als es versteckt zu tun und dafür keinen Goodwill zu bekommen. Noch besser wäre es natürlich, außer dem Geldgeschenk in den Ländern zu investieren. So hätten wir wenigstens die Chance, mit dieser Maßnahme einen Gewinn zu erwirtschaften.” (Daniel Stelter, hier)

Eurobonds? Lieber gleich verschenken!

Nun haben sich die Finanzminister der Eurozone auf ein umfassendes Paket geeinigt, um “Solidarität” zu beweisen. 500 Milliarden sollen dazu mobilisiert werden. Corona-Bonds gibt es vorerst nicht. Die Betonung liegt auf “vorerst”. Der Druck, Schulden weiter zu vergemeinschaften, hält an. “Weiter” deshalb, weil die Europäische Zentralbank schon seit zehn Jahren fleißig dabei ist, indem sie in immer größerem Umfang – und seit Beginn der Corona-Krise losgelöst von früheren Beschränkungen – Anleihen aufkauft. mehr hier

Platzt jetzt die BBB-Blase?

Ökonom Daniel Stelter: “Schon vor längerer Zeit habe ich vor den Risiken der zunehmenden Verschuldung der US-Unternehmen gewarnt. Dabei ging es vor allem um die abnehmende Kreditqualität, da immer mehr Unternehmen die Schulden so hoch treiben, dass sie nur noch knapp oberhalb von Junk bewertet werden. Dieses BBB-Rating ist erforderlich, damit Pensionsfonds und ähnliche Anleger die Papiere noch kaufen dürfen. Ein genauerer Blick zeigt zudem, dass die Ratingagenturen wie schon vor der Finanzkrise dazu neigen, nicht zu streng zu sein. Die reinen Finanzzahlen sind da schon jetzt schlechter als BBB.

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