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Aus Angst vor der Freiheit: Wohlstandsabbau durch Regulierung

(ANDREAS TÖGEL)  Blickt man in der Geschichte zurück, waren es stets die Zeiten wirtschaftlicher Freiheit, die breiten Wohlstand ermöglichten. Umgekehrt waren es stets Phasen maximaler Regulierung, die den gegenteiligen Effekt hatten. Hochentwickelte, arbeitsteilig organisierte Gesellschaften profitieren Weiterlesen

“Nach der Finanzkrise droht die Geldkrise”

“…Die Krisen wecken mit der Zeit ein Bedürfnis der Gesellschaft nach Stabilität. Dann müssen die dynamischen Unternehmer den Managern, Bürokraten und Intellektuellen weichen, die das freie Spiel der Kräfte durch staatliche Eingriffe einhegen und die Wirtschaft letztlich in den bürokratischen Sozialismus führen….” (hier)

Ohne stärkere Krise wird das nicht gehen….

“….Nachdem aber die Depression vermieden worden war, haben die Zentralbanken mit ihrer Geldpolitik versucht, die Wirtschaft zur Vollbeschäftigung zurückzuführen. Dies hat dazu geführt, dass die Wirtschaft und die Finanzmärkte wie Drogensüchtige von geldpolitischen Spritzen abhängig gemacht worden sind. Derzeit haben die Notenbanken also das Problem, den Süchtigen die Drogen wieder zu entziehen – dies wird nicht ohne eine stärkere Krise funktionieren können. Die Notenbanken kommen also aus dieser selbst geschaffenen Falle nicht ohne Weiteres heraus. Die neue Krise könnte sich darin äußern, dass es zu einer Wachstumsrezession kommt. Die Geldschwemme könnte aber natürlich auch zu einer höheren Inflation führen, die Folge wäre dann eine große Rezession…” (Thomas Mayer, Ex-Chefökonom der Deutschen Bank, hier)

Ex-Deutschbanker Mayer: “Der Euro geht den Weg des Rubels”

“…. Als sich die Sowjetunion 1990 auflöste, hatten sich die Teilrepubliken dazu entschlossen, den Rubel zu behalten. Sie wollten staatliche Strukturen schaffen und die nationale Wirtschaftspolitik koordinieren. Das gelang nicht. Sie hatten eine Staatszentralbank, bei der sich alle mit Krediten bedienten, und Staatsgeld ohne einen Staat. 1992 gingen dann die Länder mit Präferenz für niedrigere Inflation und stärkerer Währung, nämlich die Balten, aus der Rubelzone, 1993 verliess Russland das System, das darauf in die inflationäre Stratosphäre eintrat. Ich fürchte, es ist der Weg, der die Eurozone eingeschlagen hat….” (Thomas Mayer, bis 2012 Chefökonom der Deutschen Bank, in einem interessanten Interview, hier)