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“Nach der Finanzkrise droht die Geldkrise”

“…Die Krisen wecken mit der Zeit ein Bedürfnis der Gesellschaft nach Stabilität. Dann müssen die dynamischen Unternehmer den Managern, Bürokraten und Intellektuellen weichen, die das freie Spiel der Kräfte durch staatliche Eingriffe einhegen und die Wirtschaft letztlich in den bürokratischen Sozialismus führen….” (hier)

Privateigentum ist, was der Staat Dir lässt

“……Das Privateigentum ist das Grundprinzip jeder freiheitlichen Gesellschaftsordnung und als Grundrecht in unserer Verfassung garantiert. Eigentumsrechte setzen Grenzen für den Staat, der sie zu schützen hat und nicht willkürlich in das Eigentum eingreifen darf.
Was wir jedoch sehen und hören, stellt die Balance zwischen der verfassungsrechtlichen Garantie des Eigentums und seiner Sozialbindung in Frage. Bedenklich erscheinen Gefährdungen, wie sie aktuell schon bestehen und noch weiter diskutiert werden…..” (hier)

Deflation, warum eigentlich nicht?

……Historisch gesehen gibt es keinen Grund, sich vor Deflation zu fürchten. Die USA haben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts jahrzehntelang Deflation gehabt, ohne dass dies zu wirtschaftlichen Krisen geführt hat. Im Gegenteil: In dieser Zeit sind die Pro-Kopf-Einkommen kräftig gewachsen. Und dass die Wirtschaft in Japan in den vergangenen Jahren nicht stärker gewachsen ist, ist nicht etwa Folge der Deflation, sondern das Resultat zu starker Regulierungen und der ungünstigen Demografie. Zudem: Wir alle profitieren, wenn der technologische Fortschritt die Preise sinken lässt, etwa bei Computern. Milton Friedman hat einmal gesagt, das Beste wäre, die Geldmenge so zu steuern, dass die Preise permanent sinken. Die erhöhte Kaufkraft des Geldes machte es dann zu einem gefragten Vermögensgut und käme den einfachen Menschen zugute.” (Der US-Nobelpreisträger Thomas Sargent in einem lesenswerten Interview mit der  “WiWo“)

Besser Deflation!

„Man kann die marktwirtschaftliche Bereinigung des Kreditbooms der vergangenen Jahre durch niedrigere Zinsen und das Drucken von neuem Geld allenfalls aufschieben, aber nicht verhindern“. Mittelfristig führe kein Weg an einer massiven Korrektur vorbei, die mit Schuldenschnitten und Deflation verbunden ist.„Je länger man diesen Prozess aufschiebt, desto zerstörerischer wird seine Wirkung.“ (Der deutsche Ökonom Thorsten Polleit in der “WiWo“)

Avanti, Dilettanti

“.…In einer übermütigen Stimmungsmelange aus Kindergeburtstag und Wünsch-dir-Was fordern die über 300 beteiligten Koalitionspolitiker Wahlgeschenke im Wert von fast 50 Milliarden Euro. Für die Finanzierung reichen nicht mal historische Rekordsteuereinnahmen. Abbau der Schulden, nachhaltige Finanzierung? Papperlapapp….” (Roland Tichy, “WiWo“, über die deutschen Koalitionsverhandlungen)

Euro: “Durchwursteln wie bisher ist keine Option”

“Wenn die Politik nicht zu Reformen bereit ist, sollten wir darüber nachdenken, den Euro abzuschaffen….Ein Ende des Euro wäre eine große Niederlage für die Europäische Union. Allerdings: Auch die jetzige Krise verursacht hohe Kosten, vor allem wegen des strengen Sparkurses….Durchwursteln wie bisher, das geht nicht mehr lange gut.” (Ökonomie-Nobelpreisträger Christopher Pissarides, “WiWo“)

Eurorettung: Nach der Wahl ist vor der Wahl…

“…..Die medial aufgeblasenen Konjunkturhoffnungen für Südeuropa sind ein schlechter Scherz mit Blick auf die wieder steigenden Realzinsen in den Krisenländern. Staatsschulden und Schuldenquoten explodieren, aber in Berlin will man davon nichts wissen. Nach der Wahl soll es die EZB richten. Aber auch sie wird die Marktkräfte auf Dauer nicht ausschalten können…” (WiWo)