Schottland vor Abspaltung?

“Zwei Wochen vor dem schottischen Referendum holen die Separatisten rasant auf. Die Spaltung Großbritanniens ist laut Meinungsforscher nun eine “echte Möglichkeit”. (hier)

5 comments

  1. FDominicus

    Ich kann nur hoffen, die “Separisten” gewinnen. Dann können wir endlich mit der NATO draufschlagen, denn offenbar wird ja dann ein “demokratisch legitimiertes” Land aufgeteilt. Und wie man ja an der Ukraine sehen kann, geht das ja mal gar nicht. Ich schätze rein vom Prinzip her, könnte/sollte/müsste Putin dahinter stecken. Rußland wild definitiv weitere eisfreie Häfen haben…

  2. Ehrenmitglied der ÖBB

    @ FDominicus
    Sie verwirren mich!
    Entweder sie haben vergessen ihren Beitrag als ironisch zu kennzeichnen, oder sie haben schlecht geschlafen?
    In beiden Fällen entsteht Unklarheit darüber, was sie wirklich meinen! Und das am frühen Morgen?
    (andererseits ist dieses Thema zu ernst, als dass darüber geblödelt wird?)

  3. Thomas Holzer

    Also, wenn man “unseren” Politikerdarstellern glauben darf, dann gibt es ja einen Klimawandel, welcher lt. Aussagen derselben Politikerdarsteller ein eisfreie Nordostpassage in nächster Zukunft ermöglicht
    So dies die Wahrheit ist, ist das ganze Gefasel von der Sehnsucht nach eisfreien Häfen für Russland einfach nur: Gefasel
    Wenn dieselben Politiker gleichzeitig tagtäglich beschwören, daß Russland eisfreie Häfen dringend sucht und daher die Krim annektiert hat, und die Annektion anderer eisfreier Häfen, welche sich nicht auf russischem Hochheitsgebiet befinden, droht, dann stimmt in deren Argumentationslinie etwas nicht.
    Vielleicht gibt es doch keinen Klimawandel mit derartigen Folgen 😉

  4. Marcel Elsener

    @Ehrenmitglied der ÖBB
    Was soll an Herrn Dominicus Posting missverständlich sein? Er stellt zwei Ereignisse gegenüber, die grundsätzlich von denselben Motivationen getragen sind: die Sezessionsabsichten einer Gruppe von Schotten in Schottland und einer Gruppe von Russen in der Ostukraine. Soweit ich weiss, ist Herr Dominicus ein Libertärer. Als solcher steht er prinzipiell hinter der Möglichkeit der (friedlichen) Sezession.

    Das Vereinigte Königreich lässt ein Plebiszit zu, an dem die Schotten selbst entscheiden können, ob sie beim Vereinigten Königreich bleiben wollen oder nicht. In der Ukraine hingegen lässt die Regierung kein solches Plebiszit zu, weswegen wir dort jetzt einen Bürgerkrieg haben. Im ersteren Falle bekunden die NATO und EU (bislang) keine Interventionsabsichten, obwohl es sich ja um NATO- und EU-Territorium handelt; im letzteren Falle hingegen bekunden sie Interventionsabsichten, obwohl es sich weder um NATO- noch um EU-Territorium handelt. Herr Dominicus zeigt einfach die prinzipielle Unlogik der NATO-/EU-Strategie auf. Sowohl beim Zerfall der Sowjetunion als auch Jugoslawiens wurde von NATO und EU bzw. EG die Sezessionen unterstützt. Von einer kohärenten politischen Linie der westlichen Staaten kann im Ukraine-Konflikt somit keine Rede sein.

    In der UNO-Charta steht übrigens etwas vom Selbstbestimmungsrecht der Völker. Von einer Garantie der Unverletzlichkeit der Staaten gegenüber Sezessionsabsichten von Volksgruppen auf deren jeweiligen Territorien steht hingegen nichts. Insofern ist Herrn Dominicus Ansicht durch die UNO-Charta gedeckt. Die Auffassung der Vertreter des ‘einen und unteilbaren Staates’ hingegen ist nicht durch die UNO-Charta gedeckt.

    Die richtige Vorgehensweise wäre folgende: Man beraumt ein Plebiszit in den Gebieten an, wo Gruppen eine Sezessionsabsicht bekunden. Nach Abhaltung des Plebiszits, welches von unabhängigen Wahlbeobachtern überwacht wird, erfolgt die Sezession oder auch nicht, je nach Ausgang der Abstimmung. Das Vereinigte Königreich exerziert diese friedliche Lösung jetzt gerade vor. Auch in der Schweiz wurde einst eine solche Sezession erfolgreich durchgeführt, als sich der französischsprachige jurassische Teil des Kantons Bern in einer Abstimmung für einen eigenständigen Kanton aussprach, und dieser neue Kanton Jura 1977 nach einer eidgenössischen Abstimmung auch Tatsache wurde. Damit war die Jurafrage politisch weitgehend erledigt.

  5. FDominicus

    @Herr Elsener. Sie haben es genau auf den Punkt gebracht. Offenbar bin ich für einige sehr einfach zu verstehen. Oder mit anderen Worten: Machen zwei dasgleiche ist es noch lange nicht dasselbe.

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