Schrumpft den Staat, und zwar schnell und stark

Von | 14. März 2014

“….Die Ansicht, die bösen Finanzmärkte allein seien verantwortlich für die Krise, beruht demzufolge auf einer Verwechslung von Ursache und Wirkung. Die Staaten brauchen Unmengen an Geld, sie sind daher zumindest Mitverursacher der Krise. Und jetzt sind sie zu feige und zu schwach, um eine neue, reelle Geldpolitik und einen Rückbau ihrer ausladenden Strukturen einzuleiten. Der strukturelle Rückzug des Staates ist aber der einzige Ausweg aus aus der Krisen- und Schuldenfalle….” (hier)

7 Gedanken zu „Schrumpft den Staat, und zwar schnell und stark

  1. Thomas Holzer

    “Die Staaten brauchen Unmengen an Geld, sie sind daher zumindest Mitverursacher der Krise.”

    Einfach Schwachsinn, diese Aussage!
    Die Staaten/die Politiker sind DIE Verursacher dierse Krise.

    Krisen gab und wird es immer geben, weil der Mensch fehlerhaft ist; aber die von Politikern verursachten Krisen resultieren aus der “Überzeugung” daß das (Re)Agieren der Politiker “alternativlos”, ergo per se richtig sei!

  2. Ehrenmitglied der ÖBB

    Die “Staatsschrumpfung” ist zwar dringend notwendig, aber das Tempo ist entscheidend!
    Wenn man das übertreibt, bei derzeitiger Mentalität und Abhängigkeit, wenn man das also zu schnell macht, dann ist das so als wolle man einen Stallhasen in der freien Wildbahn aussetzten. Der überlebt keine zwei Tage.
    Daher: Schrumpfung ja, aber nicht hektisch, dafür konsequent und dauerhaft!
    Alles andere würde in Österreich zu Verwerfungen führen, die noch mehr Schaden anrichten als es ohnehin schon der Fall ist. Leider! 🙁

  3. oeconomicus

    Ein Jahrhundertprogramm für Österreich bis ins Jahr 2030 wäre also ein Nulldefizit, eine Abgabenquote von ca. 35 % und ein Staatsschuldenstand von unter 50% des BIP.

  4. Reinhard

    Es ist die typische Reaktion des auf Pump lebenden Falotten. Wenn er merkt, dass er niemals mehr wird seine ganzen Schulden zurückzahlen können, spuckt er Gift und Galle gegen all jene, die ihm vorher sein Leben in Saus und Braus finanziert haben. Immer sind es die bösen Banken, die ihr Geld zurückhaben wollen, wie es vertraglich vereinbart war. Und die irgendwann sagen: Du bekommst von mir nix mehr, oder du zahlst deftige Zinsen für mein Ausfallsrisiko! Oh, diese bösen Spekulanten, die auch noch darauf spekulieren, geborgtes Geld zurückzubekommen!
    An Überschuldung sind niemals die (gern auch über die reale finanzielle Situation getäuschten) Gläubiger Schuld sondern IMMER die Schuldner, die nicht aufhören können, ihre Sucht nach Geld zu befriedigen.
    Daher meine volle Unterstützung für @Thomas Holzers Aussage: Die Staaten und Politiker sind die Verursacher der Schuldenkrise. Die Banken haben es ihnen nur leicht gemacht, denn jene Banken, die dieses System füttern und darüber stolpern, sind nicht umsonst Landes-, Bundes- und Parteibanken. Da setzen die Süchtigen ihre Freunderl als Dealer ein.
    Was dabei rauskommt – siehe HAA.

  5. sybille Stoa

    Danke Herr Ortner,

    ich bin froh, dass Sie diesen qualitativ hochwertigen Journalismus gratis ins Netz stellen. Zu viele inserieren mit Steuergeld beim Boulevard und verbreiten verdrehte Schlussfolgerungen, die Ursache und Wirkung unabsichtlich oder bewusst vertauschen.

    Aber ich möchte die Bamken nicht so ganz in Schutz nehmen, wie andere, sind es doch auch sie, die leichtsinning teilweise auf vollen Expansionskurs setzten und die Risiken bei Kreditnehmern (im Falle von Neukreditvergaben) ohne ausreichende Sicherheiten zu leichtfertig berechneten.
    dabei bedienten sie sich eines ähnlichen Tricks, wie die Staaten, den ich hier aufzeigen möchte:

    1.) Die Verschuldung der Staaten wird in % des BIPs gerechnet, wozu auch ausgabenseitige Leistungen, wie ÖBB-Tunnelbauprojekte und teure Verwaltung gehören. Sprich, wenn ich das geborgte Geld dazu verwende um das BIP künstlich aufzublasen ohne dass aber in dem Umfang nutzbringende Leistung für die Bürgerinnen und Bürger entstand, konnte ich mich als Staat im Jahr darauf höher verschulden (also z.B. Investitionen in Infrastruktur, die gar nicht wirtschaftlich in dem Maße genutzt wurde, dass durch sie mehr Wachstum und long term auch mehr Einnahmen entstanden.)

    2.) Die Bewertung der Banken erfolgt teilweise an der NPL-Ratio (Non Performing Loan Ratio = % der notleidenden, schwer bedienbaren Kredite gemessen am Gesamtvolumen) Hat eine Bank eine zu hohe NPL-Ratio, dann kann sie durch aggressive Expansiospolitik und künstliches Aufblasen der Bilanz und Neukreditvergabe diesen Faktor kleiner erscheinen lassen, da neu vergebene Kredite ja nie als notleidend sofort eingestuft werden.
    Wenn wir uns den Bankensektor in Europa ansehen, dann fällt folgendes auf:
    2 französische Geldinstitute haben jeweils eine viel größere Bilanzsumme als die deutsche Bank oder JP-Morgan.
    Zufällig wollen die Franzosen mehr gemeinsame Haftungen bei der Bankenunion als die Deutschen.
    Ein Schelm, wer böses denkt.

  6. FDominicus

    Das ist alles ganz und gar und durch falsch. Es sind nicht die Interventionisten, die die Probleme verursachen sondern http://bastiat.mises.org/2014/03/the-austrians-as-trotsky-or-goldstein/

    Ja ja, es wird zwar alles gemacht was die “Österreicher” ablehnen aber das ist ganz klar doch dessen Handschrift. Wenn es nicht wirklich so ernst wäre, könnte man diese Leute auslachen und ignorieren, leider aber bestimmen diese die politische Richtung und die Aktionen. “Wenn wir nichts machen, dann….”

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